Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
284
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Beschluß.

284 XHl.Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

Küsten gegen über lagen, ob sie wol nur von den Kaufleuten des Landes besuchetwurden, die raselbst Rauchwerk kauften, und diese Waare gegen Waffen, Messerund andere Instrumente umsetzten s). Dcelis war indes der vornehmste Haftn,weil sie hier indianische Waaren antrafen, derselbe auch sehr bequem lag, ihre Reiftzum vesten Lande Indiens weiter fortzusetzen, wo sie gemeiniglich in vierzig Tagenden Haftn M>rzr«s erreicheten 2). Da ihnen dieser Haftn wegen der Kapereiengewisser in dessen Nachbarschaft befindlicher Seeräuber unbequem war; so suchtensie einen bessern Stand, und richteten ihre Augen auf den Haftn Becahah, vondannen sie auf indianischen Fahrzeugen ihre Güthcr auf einem schifbaren Flus biszu einem grossen Handelsplatz brachten, der Madufä hics. Wenn sie nunihre Sachen daselbst ausgerichtet hatten, so reiferen sie mit einem Tradewind wie-der zurück, unter dessen Begünstigung sie gemeiniglich gegen das Ende des Decem-bers, oder Anfang des Januarius, nach Alexandrien wieder zurück kamen.Die indianischen Waaren, die auf die Weise nach Egypten gekommen, wurdenzu Lande nach Coprus, von da auf dem LTKl nach Alexandrien, und von hier ausdurch die jährliche aleraiwrinische Flotte, die Auguftus zuerst angerichtet hatte,nach Rom gebracht. Der Aufwand, oder vielmehr der jährliche Verrath, dervon den Römern an Waaren, die zu diesem Commercio tauglich waren, ange-wendet wurde, belief sich nach Olimi Rechnung auf fünfzig Millionen Sestertien,oder auf vierhundert und dreitausend Pfund Sterling, wobey sie hundert auf hun-dert verdieneten; welches ein ganz erstaunlicher Profit war, wenn man bedenket,wie frühzeitig dieser Handel getrieben worden, und was für Umwege dabey genom-men werden müssen.

§. iZZ.

Wir haben geglaubet, daß dieser kurze Bericht vorn Commercio'der Röttiekmit Indien, vielen unserer Leser nicht unangenehm seyn würde, zumal da unsere neuer»Schriftsteller desselben nur so obenhin gedacht, und die Spuren davon in den alte»Nachrichten nur ganz zerstreut und dunkel angetroffen werden. Nachdem Lonstantitnus seine kaiserliche Residenz nach Byzanz verleget, so bestund der morgenländischeHandel nach wie vor. Alexandrien blieb die vornehmste Handelsstadt; dahingegenüber Seleucia in Syrien das mehr inländische Commercium getrieben wurde; unddie Barbaren, die an dem kalten nördlichen Üftr des euxinischen Meeres wohnetc»/empfanden die Annehmlichkeiten des Reichthums, der sich durch diesen Canal in dasgriechische Reich ergos. Endlich hatte das Commercium das Schicksal der Gelehrftn»keit der Künste und Regierung samt den Provinzen, durch welche es ging. Der krie-gerische Geist der Araber, der Nachfolger Mohammeds, erstickte den letztenkerl der Handelschaft und der Wissenschaften. Muth, rasender Eifer, Unwissenheitund Barbarey schienen ganz zügellos gemachet zu seyn, alles zu verwüsten, dh»

mcnft^

s) Ebeudas. vid.2z. c.6. Ingleichm peris Uns Lryrluseum p.14.

I) Wenn des Ptolemärrs Tabellen keine Veränderung erlitten, so lag dieser Haftnter dem vierzehnten Grad der Breite.