Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
285
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4.Hauptft. 2. Abs. Beschreibung der engl. ostindischen Niederlagen. 235

Menschlichen Verstand zu erniedrigen, und die Menschen in eine undurchdringliche Fin-sternis und Unwissenheit zu vergraben. Kaum aber hatte ver Enkel oes Monarchen,der Afrika den Nachkommen des Mohammed entris, Groscarro angeleget und denKaufleuten Schutz gewähret, als der kostbare Zuflus des morgenlandischen Reichthumswieder in seinen alten Canal eingeleitet wurde, und mit demselben kam die Freiheit,die Gelehrsamkeit, Wissenschaften, Künste und alles, was dem Menschen theuer undwerrh ist, wieder zurück. Die neu erbaute Stadt ward in kurzer Zeit der vornehmsteHandelsplatz der abendländischen Welt, reich, bevölkert, und der Sitz eines neuenReiches, von welchem wir in einem der folgenden Theile handeln werden. Die Ve-getaner, Genueser, pisaner, Florentiner und einige andere freie Staaten inItalien, erbaueten sich auf die Trümmern des griechischen Reiches; sie machten sich diealgemeine Verwirrung zu Nutze, und bemächtigten sich der zergliederten Staaten: sie^aten zu gleicher Zeit durch den egyptischen Canal in den indianischen Handel ein, undda die aus Indien gebrachten Waaren in dem ganzen Norden vertrieben wurden, sowar dieses für sie eine Quelle eines unermeslichen Reichthums und Macht, so daß sonder-lich die Venetianer, die bisher eine Handvoll neuer und verachteter Flüchtlinge gewesen,der ansehnlichste Staat in ganz Italien und die vornehmste Seemacht in Europa,Wo nicht gar in der ganzen Welt, wurden.

§ lZ4.

Damit nichts, was nur in unserm Vermögen ist, versäumet werde, den Prüfung eiwißbegierigen Leser in einer für jeglichen Britten so wichtigen Sache, als der Handel muerlidieser Nation nach Dstindien ist, zu befriedigen; so wollen wir hiex als einen An- uieiunghang zu der bisherigen Historie die Vorschläge des sinnreichen, obwol öfters sehr ideali-schen, Schriftstellers, Malachias postlethwayte beifügen c). Dieser sinnreicheEngländer traget dieses als seine Meinung vor: daß, wenn das Privilegium der kö-^'glichen afrikanischen Compagnie an die ostindische Compagnie abgetreten würde, nur 'dni Sklavenhandel ausgenommen, der Handel durch diese reiche Geselschaft bis in denMittelpunkt von Afrika, in die mächtigen und reichen Länder, die bisher ganz unbekantsieben, würde getrieben, und dadurch ein Zuflus von Reichthum gewonnen und ei-^ Menge Waaren untergebracht werden können, die alle unsere gegenwärtigen Vor-Ölungen übersteiget. Ausserdem würde der Vertrieb der indianischen Waaren vermehret^'dcn, die jetzo an unsere Faktoreien an der Goldküste, und am Flus Gambia versendet?^den. Ein Umstand, der sie für sich allein reitzen könte, dieses Commercium aufhöchsten Gipfel zu treiben, und die Entdeckungen so weit auszubreiten, als es die^'sien der Völker, die Rechte anderer Nationen und die Natur des Landes verstattet.

^ine Worte hievon sind folgende: „Da man von allen Seiten zugestehet, daß der'Inländische Handel nach Afrika bishero von den bey der Handelschaft intereßirtcn eu-" Mischer, Machten sehr nachläßig tractiret worden , und da das vornehmste Hinder-" W davon in der grossen Aufmerksamkeit zu suchen ist, die bishero auf den unnatürli,

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