r.Hmiptst. ?. Allst Von der Holländer ersten Reisen nach Ostindien. 2^^
tUFiestn-dort'mächtiger seyn, als: hier in Europa, folglich auch vermögender, ihnenSchaden zu th>ny oder sie gar zu-Grunde zu- richten. Nach reifer Ueberleguug wur-de also der Vorsatz/ einige wenige Schiffe auf Unkosten einiger Privatpersonen auszurü-sten, und. sie ohne Bedeckung und Sichecheitsgcwahrung nach Indien wider diejenigenA schicken, die daselbst bereits ein grosses Reich angerichtet hatten, und von dcnm manwüste- hast sie es aus-allen Kräften vertheidigen wiirden, als eine Sache verworfen, diezwar gut ausgestnnsn, die aber mit unüberwindlichen Hindernissen verbunden wäre.Als nun dieses zugestanden^ war, so wurde eine andere Frage in Erwegung gezogcn-Uernlich-ob nicht eine andere Strasse aussündig gemachet werden könte, die eben so vielErtrüge, den psktugiestn ein Bem unterzuschlagen, als die um das Vorgebirge derFüren Hofmmg denselben nützlich gewesen, den Vmetranern diesen, vortheilhaftenHandel zu entreißen 0); und da dieses ein Projett war, das die vorigen Hindernisse nichtwider sich hatte, so war es ihnen nach ihrem Urtheil unendlich lieber, wenn anders nurErst ein Versuch gemachet worden, ob die Ausführung desselben- möglich wäre C). DieSeefahrer und Mathematich die deswegen mit zu Rath gezogen wurden, stelieten vor,^aß unverzüglich ein Versuch angestellet werden müsse, ob man auf der Nordostseite er-den Weg nach Lstma und Japan finden könne; welches ihnen als wahrscheinlich undffunlich vorkam, ohnerachtct den Engländern ihre Reisen auf dieser Seite mislungenwären. Die Vortheile, die von dieser Entdeckung zu erwarten stunden, waren sehr be«Reiflich und sehr grss. Es gehörete zur Hinreist nach Indien und Herreise nur halbst'viel Zeit; die Schiffahrt würde für das Schifsvolk gesunder und bequemer seyn; siewürden , auf dieser Reife allen Feinden entgehen, und sie würden an solchen Küsten zuerst^kommen, die in Ansehung der Horrugiestn die entlegensten in Indien wären, wolH am schwächesten waren, und von bannen sie dem ungeachtet die kostbarste Ladung zu-^ck bringen könten p). Nachdem man nun alle diese Umstände erwogen, und gefunden,^ß die auf diesen Versuch zu wendende Kosten nicht übermäßig gros wären, auch nicht
viel jZeit darauf gewendet werden dürfte ; st wurde beschlossen, zu einer st wichri-
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^ Es wird Hiebey nicht undienlich seyn zu be-z ^den, daß, ohnerachret die -Holländer sich ge-^wngen gesehen, bey der Verlegenheit, darin siev befanden , auf einen nordöstlichen Weg nachd ^ien zu denken, damit sie auf ihrer Reise we«^ ben portUgiesen noch den Spaniern begeg-tz^ ^°Wten, sie dennoch keinesweges die ersten^ dieses Anschlages gewesen: indem die^ Zbkntzer schon unter der Regierung Heinrichstz-damit umgegangen, einen Weg in das«st l ^ nordwestwerrs zu finden, und von Nord-das indianische Meer zu komnien, oderbe>va> ^ben aufdem oder jenem durch das unterb,r Abliegende offene Meer zu schiffen; wie austreffe, die Hr. Thore hieven an diesen Mon-Hackluvt Voriger Vvl. 2. l>. 2;o.
archen übergeben, ganz deutlich zu ersehen ist z).Ueberdis hatte der'berühmte Sebastian Labor,bereits dreißig Jahr vor diesem Versuch der Hopländer, seinen Unterricht von Entdeckung einernordöstlichen Passage bekant gemachet, die demHughNdillottghby übergeben wurde, der bey dem.angestelten Versuch sein Leben einbüffele 4), wel-ches jedoch nicht hinderlich war, daß andere Rei-sen in gleicher Absicht angestellet wurden ; -undvon diesen bekamen die Holländer-ihr bestes, wonicht gar ihr einzige? Licht. Der Unterschiedzwischen beiden Nationen bestand blos darin, daßdie Engländer diesen Versuch aus freier Wahlübernahmen , die Holländer aber denselben ausNoth thun mustcn.
. a) Vo^age su Noicl Vol.r. p. 20. 5 ) Man
lese sonderlich die Versuche des Lsurrorghe, perr undIackman in des Hackluxniiid purchasSamlunge».