2^6 ^I!l. Buch. Historie der ostindWen HandlungsgefÄschaften.
§. lZ 9 >
C rn l'us Indem sie nun in Holland darauf .bedacht waren, .einen Weg mach (vstin<
Houtmanent- dlett zu finden, den.ihnen die götliche Vorsthnng nicht zeigen wolte, so trug sich eindeckt die stms- ganz neuer und .unerwarteter Zufall zu, Der ihre Gedanken auf eine .andere Seite lenkte,se ums Kapo.Unter den holländischen Seefahrern, .die, wie.vorhin gezeigst worden, im Jahr -15.94 j><Listabon gefangen genommen wurden , war einer Namens Cornelius Houtmaü,dermebst einem gesunden Verstände und unerschrockenen Harzen einen unternehmendenGeist besas, so daß er nicht nur -Neigung hatte,. etwas,zu wagen, sondern auch Geschick^jichkeic besas, es hinaus zu führen. Dieser Mann, als er einige Freiheit erlanget hatte,wendete sie dazu an, daß er mit den portugiesischen Matrosen umging, und sie genauausforschete, was für eine Strasse sie auf ihren Relftn nach Dstmdren schiffeten, anwas für Orten sie handelten, und wie sie mit den Indianern umgingen. Dadurchnun und.durch seine -Freigebigkeit, wie auch durch die Bewunderung .alles desjenigen,was er Hörete, erhielt er eine Nachricht, ehe die.Regierung merkte, -wozu er sie brauchet»wolte; kaum.aber waren sie dahintergekommen, als sie ihn ins Gefängnis brachten/und ihn für seine angewendete Mühe mit einer schweren Geldstrafe belegeten ro). - INLiesen traurigen Untständen wendete sich Hourman an eine-Geselschaft von Kaufleutenzu Amsterdam, denen er den Antrag that, daß, wenn sie die ihm aufgelegte Geldstrafebezahlen und ihm dazu behülflich seyn wokten, Laß er wieder nach Haust kommen cköntt,so wolle er ihnen alles entdecken, -was er ausgekundschaftet hatte. Damun dieses Anet'bieten zu der Zeit geschahe, da ihr erster Versuch, meinen Weg mordostwerts zu entdecken,mislungm wari so wurde es sehr wohl aufgenommen: und als sie die Sache durchsdacht, so Liessen sie sich mit ihm ein, und schickten ihm so viel Geld, daß er seine Straft-bezahlen und nach Haust reisen konte t). Man mus sich gewis wundern, wenn andersnicht durch krumme Wege was ausgerichtet worden, daß diejenigen, die.einen so schneilen Argwohn fasseten, als sie höreten, daß Houtman mit den 'Matrosen Umgang 6^habt, .und in Arrsehung seiner .eine solche Vorsichtigkeit bewiesen, nicht aufs neue argwöhnmisch geworden, da er eine so grosse Strafe erleget, sondern ihn auch überdis in Freiheit-gesthet und nach Hause reisen lassen, wo er feine Zusage pünctlich erfüllet y).
§. 160.
Erste reisen Nachdem sie nun dasjenige, -wozu er sich erboten, hinlänglich überleget, soelsü
nach Zndien. schlössen sie sich, eine andere Compagnie zu errichten, welche sie die Compagnie strkentfemre Länder »anten. Die Directores derselben waren Heinrich Hudde»»/Reiner pauw, Peter Hckstelaer rc. welche nach reifer Ueberlegung im Jahrden Entschlus fasseten, auf dem Wege uin das Vorgebirge der guren Hostniftövier Schiffe nach Indien zu senden. Homman und einige andere," welche die zustr Reist bestirnten Schiffe commandirten, bekamen Befehl, den Weg, den sie schifmwürden, genau zu bemerken, und mit dm Indianern ein Commercium inund andern Waaren, sonderlich aber in den Ländern anzurichten, wo die portugi^st^.keine Niederlage hätten H. Diese Schisse kamen in zwey Jahren und vier Mon^t^zurück, und ob sie wol auf der Reise keinen grossen Profit gemachet hatten, st beuj'Loch die Reise selbst die Eigenthümer der Schiffe und verschiedene andere Kaufleute^,
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