Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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5. Häuptst. r. Aös. Von der Holländer ersten Reisen nach Ostindien. 299

schiffen bestund, sties auch wirklich im Monat May unter dem vierzehnten Grad derBreite anfacht holländische Schiffe. Die Holländer sahen die Ungleichheit ihrer An-zahl und Macht gar wohl ein, ohnerachtet sie einige Soldaten am Bord hatten; indeswehreten sie sich tapfer, und der spanische Admiral wurde von ihnen so warm gehalten,daß er es für rathsam fand, sie ihre Strasse gehen zu lassen ') T). Im folgenden i borten3 ahr kamen drey reichbeladene Schiffe aus Indien zurück. Sie brachten die NachrichtMit, daß der König zu Achen einen Versuch gemacht, zwey Schiffe des tNoucheron,die im Jahr 1599 von Holland nach Indien gesegelt, wegzunehmen, und daß Cor-nelius Houtman, der Commandeur, sein Leben bey diesem Vorfall eingebüsset, wobeyzwar die Schiffe noch entkommen, einige Holländer aber wären noch als Gefangene inden Handen dieses Monarchen k). Ehe aber diese Nachricht in Holland ankam, liefPaul von Laerden, der in eben demselben Jahr nach Indien gesegelt, in den Hafendon Achen ein, ohne zu wissen was vorgegangen war, und war folglich gleicher Gefahrausgesetzet. Denn dieser König, hinter welchen sich ein Francistanermönch gestecket,der als portugiesischer Botschafter daselbst lebete, und geflissentlich von den moluckischenInseln dahin gerciset war, ihn bey guter Laune zu erhalten, versuchte alle Mittel, dieSchiffe des Laerden wegzunehmen l). Allein sein Versuch mislung ihm, und der Kö-nig gestand nach erfolgtet- Aussöhnung, daß er von den Portugiesen verführet worden,Und versprach, sich aufs künftige bester gegen sie zu betragen. Daher auch die Flotte,die Loren; Broker commandirete, und die im Jahr 1601 aus Seeland abgesegeltwar, sehr wohl aufgenommen wurde, und als diese Flotte ihre Ladung, die sehr ansehn-lich war, eingenommen hatte, so schickte er einige Abgesandte an Bord derselben. Die-se Flotte, die zu St. Helena anlandete, um frisch Wasser einzunehmen, traf daselbstein reich beladenes grosses portugiesisches Schis an, welches sie wegnahm und mit nachHause brachte. In eben diesem Jahr kam auch George Spildergeir mit den unter

Pp 2 seinem

i) /cvenMmem ll I» ters <1- ks-ueil 6-s Vovnxss p.zr.

l) VoxnZLS üe lg Lompsznis clez Illil-S Oriemal« 1'. z. p. Iy-z.

k) Grokius ^nnal. l.. n.

.. 8) Man hat wenig Ursache zu zweifeln, daßbewundernswürdige Geschäftigkeit und das umLmLhnliche Glück der Holländer, die Spanierund Portugiesen, die damals unter Einer Kro-^ vereiniget waren, mit besorglichen Vorstellun-Mi erfüllet und sie angetrieben, alle Mittel zuErsuchen, sich diese neuen und gefährlichen Ne-.5>buhler vom Halse zu schaffen, die in Zeit vonJahren beinahe vierzig Schiffe nach Indien«Mcket, davon ein Geschwader durch die magel«solche Meerenge über das Sübmeer gegangen,philippinischen Inseln beunruhiget, und eine^»con versenket, die als das Admiralschifd» von Spanien Flagge geführet, wie

.übrigen ums Vorgebirge der gutenIrr ^""3 segelten, die aber geschwinder und besiausgerüstet waren, als die portugiesische»

Schiffe 12 ). Es ist wahr, daß die ersten hollän-dischen Flotten keine Factoreien anlegten, auchnicht ihre MaaSregeln klug genug nahinen, umnicht von den Landeseinwvhuern in den Preist»überschneller zu werden. Indes machte ihr Eiferin der Handelschaft, daß sie grosse Laste» »achHanse brachten, wodurch der Credit dieses neuenHandels ungemein wuchs; und weil sie in'demSeedienste ungemein erfahren waren, so wurdensie dadurch in den Stand gesetzet, solchen Wider-stand zu thun, daß ihre Feinde sich die eitle Hoftnung vergehen liessen, sie durch ihre überlegeneMenge auf einmal zu unterdrücken, so wie hinge-gen ihr Muth und Eifer, den sie gegen den ge-meinen Feind bewiesen, sie den Einwohnern dermoluckischen Inseln und vielen andern indiani-schen Nationen werth machte i;).

*2) IMwre äs 1» Coagusce äe- Irles d-lvluegass 1*. s,, p, 41»

>z) Srotius b. n-