Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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zos Xlli. Buch. Historie der ostindischenHandlmgsgeselschaften.

seinem Commando stehenden Schiffen vor Achett an, und wurde von eben diesem Koni»ge sehr wohl tractiret m) G).

§. 162.

Wie die Spa- Die Spanier , die nun. wohl, merkten, daß ihnen die Holländer an Macht

nier die Hol- überlegen waren, bemüheten sich, diese durch allerhand Ranke zu verderben. Sie schick»länder vcr- ten Emissaricn an alle indianische Könige, um die neuen Seefahrer anzuschwärzen, undleumdtt. sie als Seeräuber und ehrvergessene Leute zu beschreiben, denen sie nicht trauen, sondernsie zu verderben suchen mästen. So bald die Generalstaaten und der Prinz MoritzNachricht davon erhalten hatten, so entschlossen sie sich, den Capitalen aller Schiffe/die nach Indien segelten, (welches auch für alle Befehlshaber dieser Schiffe nöthig war,)Befehl zu geben, die mannigfaltigen Verleumdungen ihrer Feinde zu widerlegen ")-Kraft dieser Commißion wurden sie bevolmächtiget, sich nicht nur zu vertheidigen, soll»Lern auch alle diejenigen anzugreifen, die sie in ihren? Commercio stöhren wolten. Dertapfere Jacob Heemskuk, dem diese Volmacht gegeben wurde, brach mit zwey Schißfen von Batttam auf, um zu Iahor Ladung einzunehmen; und da er ein reichbelade»nes portugiesisches Schis, das von Macao zurück kam und welches über siebenhundertMann am Bord hatte, antraf, so grif er es an, und nöthigte die Portugiesen nach ei»ner schlechten Gegenwehr, sich zu ergeben und um Quartier zu bitten, welches ihnenauch gewähret wurde 0). Das war an sich selbst eine wichtige Begebenheit, sie wurdeaber in der Folge noch grösser durch die Geschicklichkeit und Klugheit des holländischenAdmirals, der nicht nur seinen Gefangenen wohl ^begegnete, sondern sie auch, bis aufden Lupitain und Schifskaplan, dem portugiesischen Gouverneur in Indien ohne RaU»zion zurück schickte, weil er wohl sahe, daß dieses natürlicher Weise ein Danksagungs»schreiben nach sich ziehen lvürde, um die Befreiung der zween zurückgebliebenen vornehmenGefangenen zu erleichtern. Es erfolgte dieses auch: der Admiral Heemskirk erhieltein Paguet Briefe, die mit Complimenten angefüllet waren, und welche er in allen Ha»fen, dahin er kani, vorzeigete. Und dadurch tilgete er die Verleumdung auf ewig aus/daß sie Seeräuber und Leute ohne Menschlichkeit und Ehre waren. Ausser dein war dieLadung unermeslich kostbar, indem sie aus den köstlichsten Waaren aus verschiedenen

Gegen»

in) Grotins Hnnai. d. II. -^verclssemem z Ir tete äe kecu-il etc. n) Sallengre Hiläi ä' mie lll'ttoire äes krovinces umes p. 67. v) /cverriüsm-nr S I, ten« äe kecueä 6-c. p. z;.

G) So werden diese Begebenheiten von den chen Mann wieder in seine Hände übergab, nach»holländischen Geschichtschreibern erzählet. Es ist dem er Gelegenheit bekommen hatte, zu entwischen,indes Hiebey z» bemerken nöthig, daß, wie die und von welchem er, nachdem diese Holländisch»"Portugiesen durch ihr Geld und Intriguen den Schiffe abgereiset waren, nebst verschiedenen aN»König von Acben zu Sumatra dahin vermocht dem schändlich ermordet wurde 14). Man »un-ten, ihnen den Löwen und die Löwin, zwey zwar bekennen, daß der Admiral Spilberg des»der seeländischen Compagnie zugehörige Schiffe, wegen eine grosse Satisfaktion gefyrderc, es istwegzunehmen, und den Cornelius Hourman, aber nicht weniger wahr, daß er nur mit glatte"der sie commandirete, zum Gefangenen zu ma- Worten abgespeiset worden; und auf die Weist> chen; so war es von einem andern holländischen verlor Cornelius -Houtman hülflos und »nge-

Officier nicht fein, der mit einer überlegnen Macht ahndet sein lieben, der die Holländer zuerst nawhieher kam, daß er, in der Hofnung mit den Um Indien geführet, and dessen letztes Unglück voterthanen dieses treulosen Fürsten einen vor- einer alzuvoreitigen Gefiisseiiheic im Dienst st'theilhaften Handel zu treiben, diesen unglückli- nes Vaterlandes herrührcte 1

ig) äs OompaAnie äe», Inäes Orient, t. Z. >>. 177. ,5) Grotius /uw.slsL l.. U>