5. Hauptsi. r.Abs. Von der Holländer ersten Reisen nach Ostindien, zvi
Gegenden Indiens bestund; und die am Bord gefundenen Briefschaften gaben ihnenvon der Natur und Beschaffenheit dieses Commercii mehr Licht, als sie bisher gehabthatten.
§. i6z.
Indem aber die Holländer dieses Glück in Indien hatten, so bekamen ihre Widerwärtig-Angelegenheiten zu Hause eine gefährliche Lage, wozu dieses ihr Glück nicht wenig bei- kett in ihremtrug- Kurz, die Begierde, Schiffe nach Indien zu senden, war sv stark und wurde so e'genm vE.algemein, daß fast täglich neue Handlungsgeselschaften angeleget wurden. Dieses hat, ^tc im Anfange eine sehr gute Wirkung sowol in -Holland als in Indien, indem diesesGelegenheit gab, eine Anzahl großer Schiffe zu bauen, einer großen Menge MenschenArbeit zu verschaffen, Matrosen anzuwerben und zu verpflegen, zugleich aber auch indiesen Gegenden der Welt eine solche Macht zu unterhalten, daß die Spanier und Por-tugiesen ihre Handelschaft nicht in der Geburt ersticken konten, wie sie sonst wol gethanhaben würden. Nach und nach aber geschahe es, daß diese neuen Compagnien, weitsie die Sache nicht recht verstunden', mehrere Schiffe nach eben demselben Hafen sende-ten, wodurch der Preis ihrer Waaren siel, und andere Unbequemlichkeiten daraus ent-stunden p) H). So bald die Generalstaaten hieven Nachricht erhielten, so crmahnetensie diese Compagnien, sich unter einander zu vereinigen, und versprachen ihnen ein Pri-vilegium, oder, wie es in Holland genennet wird, eine Gcrroy. Dis war eine Sachevon grosser Wichtigkeit, sowol für das Publicum als für die bey den verschiedenen Com-pagnien intereßirten Personen. Es wurde daher einige Zeit dazu angewendet, alles zuüberlegen und in eine gehörige Verfassung zu bringen, welches auch endlich zur Zufrie-denheit der dabey intereßirten Personen geschahe, und es erfolgte ein Generalprivilegium
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p) Sallcngre Dllüi ä'une niüoire äeskrovinces - uuies p. 6c,.
H) Es ist gar kein Zweifel daran, daß die Er- kauflcute dadurch schüchtern gewachst oder auch
wol ausser Stand gesetzet worden seyn, ihrenPlan auszuführen 16). Es ist dieses um so vielwahrscheinlicher, indem ein grosser Geschichtschrei-ber uns versichert, daß die ersten Schiste meistensmit Landstreichern, Missethätern und zur Ver-zweifelung gebrachten Dösewichtern bemannet ge-wesen, und zwar aus eben dem begreiflichenGrunde, daß keine andern zu dergleichen gefähr-lichen Unternehmung gefunden werden können 17).
Usid dieses zeiget, daß nichts als das grosse Glück,das, wie gesagt, von diesem Zufall abhängig war,und weil durch die Ankunft 'so vieler Schisse inverschiedenen Gegenden von Indien, die Por-tugiesen,in Verlegenheit gesetzet wurden, dieholländischen Kaufleute bewegen können, sich aufdie angezeigte Art bey der ersten incvrporirten So-cietät zu unterschreiben, als wodurch die Directo-res in den Stand gesetzet wurden, ihren Handelsowol mit einer starken Hand und überlegenen^ Macht, als mit grosser Klugheit und Aufrichtig!v'ste und eine geringe Anzahl Schifsvolk zu keit zu sichren..
Achtung so verschiedener Compagnien mit vieler-^ Unbequemlichkeiten verbunden gewesen, sowol in^trropa als inIndien, und daß von den Staaten^IseKlugheit und Scharfstnnigkeit darin angewen-si worden, indem ste, um den schädliche» Folgensi" kräftiges Mittel entgegen zu stellen, einerCompagnie ein Privilegium ertheilet,^"des kan man nicht umhin, zu glauben, daß die^llander dieser Begebenheit, die einige einemZufall, weisere Leute aber der heftigen Ge-.'"«sucht, die bey jeglichem neuen CommercioGlück zu erregen pfleget, die weisesten unter, f" aber der geheimen Wirkung der Vorsehung'"schreiben, alles, was sie in Indien besitzen, zu^""ken haben. Denn wenn nicht ein Geschwa-Hvs "uf das andere gefolget wäre, sondern died "Ekunfr des einen erst abgewartet worden, eheSau ""öere abgegangen, so würden die Spanierfa>? ""kehlbar diesen Handel gleich im ersten An--^Ledämpfet habe»; und wenn sie nur einige
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Unde gerichtet hätten, so würden die Privat-
's) Sallengrc Lllsi ck uue Wt. (lsskrovinces - unies x.67, 6s. 17) Grstius Zünsler v. li.