Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
302
JPEG-Download
 

zv2 xM.Bnch. Historie der ostlndifchen Handlungsgeselschaftm.

auf ein und zwanzig Jahre, vorn 2osten Merz 1602 an zu rechnen. Das Capital sollte aus sechs Millionen und 600200 Gulden bestehen, und verhältnismäßig unter dieverschiedenen Kammern getheilet seyn; welches eine Provision war, die dazu erfundenworden, um diejenigen zu befriedigen, die bey den Privatcompagnien, die nun aufgeho-ben wurden, intereßirt waren §). Den übrigen Unterthanen der vereinigten Provinzenwurde untersaget, Schiffe nach Indien zu schicken, weder ums Vorgebirge der gu-ten Hoffnung, noch durch die mageilanische Straffe. Der Staut hatte zur Erkent-lichkeit für das ertheilte Privilegium 25000 Gulden an dem neuen Capital, und einenZoll auf drey vom Hundert von allen ausgehenden Waaren, nur das ungeprägte Goldund Silber ausgenommen. Die Anzahl der Direkteren, die Art der Behandlung, dieZeiten und Orte, wenn und wo algemcine Versirmlungen angestellet werden sollen, dieArt des Verkaufs der Waaren, die Einrichtung der allgemeinen Berechnung, dieses al-les wurde dergestalt festgesetzt, daß der Betrug aufs möglichste verhütet, und der Nü-tzen der Eigenthümer befördert werden konke. Daher auch das Capital gar bald zusam-men kam, und der Trieb zur Handelschast nahm durch diese weise Einrichtung mehr zuals ab. Und das muste nothwendig den Staaten zu einem großen Vergnügen gereichen,zumal da sie sahen, daß dadurch grosse Geldsummen in ihr land kamen, und viele vor-trefliche Kaufleute aus den benachbarten Ländern gereitzet wurden, sich in ihren Staatenniederzulassen r),

§. 164.

Absenkung el- Als dieser Grund war geleget worden, so versprachen sich die Eigenthümek

niger flotten weit wichtigere Dinge, §!s bisher ausgeführet werden können, und rüsteten daher ein«nach Zndien. b^tte zwölf grossen Schiffen aus, die im Junius 1602 unter dem Commando desAdmirals wybrant van Waerwyk unter Segel gingen. Im Februarius des fol-genden Jahres kam die Pacht Wachter zurück und brachte die Nachricht, daß fünfvo»den vorigen Schiffen bald zurück kommen würden s). Eben diese Pacht meldete auch,was vor Bantam zwischen Wolfart Harmanz mrd seinem Viceadmiral Lourvekauf einer Seite, und zwischen Don Andreas Furtado de Mendoza auf der andernSeite vorgefallen, der einen Anschlag gemachet, der keinengcringern Gegenstand gehabt,als die Holländer aus ganz Indien zu vertreiben t). Die Folge davon rvar, daßDon Andreas geschlagen wurde, die holländischen Schiffe aber ihren Weg fortsetztenund zu verschiedenen Zeiten eins nach dem andern an den moluckischen Inseln ankam-Eben diese Pacht brachte mit, daß an den moluckischen Inseln zwischen dem AdmiM'van Nek und drey portugiesischen Schiffen ein Seegefechte vorgefallen, welches abckfür ihn nicht sonderlich gelungen, indem er, nachdem er acht bis neun von seinem So>verloren mrd ihm einige Finger von seiner rechten Hand abgeschossen worden, sichthigc gesehen, sich zurück zu ziehen. So bald man diefe Nachricht erhalten hatte, Mwurde eiligst eine andere Flotte von dreizehen Schiffen ausgerüstet, die den 18tencember unter dem Conuüando des Stephan van der Hagen auslief, um zu verhütt,daß diese vortheilhafte Gemeinschaft mit Indien weder unterbrochen noch gar verschalfen werden möchte »). Im Jahr 1 605 lies der König von Spanien einen ande^,

q) Erst. ^nni>r. L. II. Grsot klscget l!acl< kom. I. p. 5:!,. ty itlencus IM' lies

unies Vol. 1. p. rri. s) ^verkiilcmenr Ll» tere tle kecncil aes Voygzcs p. Z7erc. , ^ M-

kvire ücs Lvnquercs lies Isle? laoluc^ucs z. p. qi,. tl) Sallcilgre Llliü ä' ^

livirr ü« kioviriees unies 6 <,.