Die Hollän-der schließeneinen ver-gleich mitSpanien.
Z04 xm. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgesekschaften.
§. 165.
dieser Zeit wurde eine Unterhandlung angefangen, um einen Frieden zwi-schen der Republik und Spanien , oder wenigstens einen Waffenstilstand auf eine be-trächtliche Anzahl vor» Jahren, zu Stande zu bringen; welches eine Sache gewordenwar, die beiden Rationell sehr nöthig war. Bey dieser Gelegenheit that die ostindischeCompagnie einen weisen und »nöthigen Schrit, indem sie eine Florte von dreizehen gros-sen Schiffen ausrüstete, die sie dem Admiral Vechöven übergab, damit die Welt dar-aus erkennen möchte, daß sie nicht gesonnen wäre, diesen Handel aufzugeben. Diespanischen Minister bewiesen sich Hiebey sehr hitzig, und gingen zuweilen so weit, daß siefrey heraus sagten, daß sie in diesem Stück nicht nachgeben könten»). Auf der andernSeite übergab die Compagnie den Generalstaaken verschiedene Memoriale, darin sie vor-igeren, wieviel Personen beiderley Geschlechtes von ihnen gebrauchet und unterhaltenwürden, was für unermesliche Summen sie bereits durch den Verkauf ihrer Waarenins Land gezogen hätten, und was für eine schöne Aussicht vorhanden sey, ihr Commer-cium weiter auszubreiten und den Prosit zu vermehren; welches bey Jhro Hochmögen-den einen solchen Eindruck machte, daß sie ihnen versprachen, die Hand nimmermehrvon ihnen abzuziehen. Als daher die Unterhandlung in Gefahr stund, sich wegen die-ses einzigen Puncts zu zerschlagen; so stelleten die Staaten vor, daß einer von diesendrey Vorschlägen angenommen werden möchte; entweder mit ganz algemeinen Ausdrü-cken einen freien Handel zu verstatten, darunter dieser mit begriffen wäre, oder densil-ben auf eine bestirnte Anzahl.von Jahren zu verstatten, oder die Sachen in Europa auseinen ordentlichen Fus zu setzen und das, was jenseit des LropicuS Cancri vorginge,der Entscheidung der Waffen zu überlassen«). Die Spanier, die keins von diesendreien für rathsam fanden, willigten in einen Waffenstilstand, und erklareten sich, dasssie den Handel der Holländer in Indien mit andern Nationen nicht stöhren wollen,
schloffen sie aber von allen Häfen aus, die sie im Besitz hatten b).
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ihrem Vortheil verursachet hätte. Wir bemerken hatten, gerade zu der Zeit nachläßig, da sie ihre"hier ein für allemal, daß die geschicktesten Ge- Eifer hätten verdoppeln sollen; und dadurch ginchUschichtschreiber aller Nationen darin übereinstim- alle Vortheile schleunig verlohren, die Don Pedroinen baß diese plötzlichen und sonderbaren Verän- d'Acuna erhalten hatte 20). Endlich waren ^derungen nicht sowolvon dem Muth und der Klug- -Holländer, die durch das Gefühl ihres G-ücks,heit der Nebenbuhler, als von dem Versehen und das sie gleich von Anfang gehabt, stolz gemachtschlechten Betragen aller zusammen, abhängig ge- worden, auf nichts anders bedacht, als ihre Ew'wesen. Die Portugiesen, die an der Untcrwür- be-uuaen weiter zu treiben; und indem sie die l»o-figkeit unter die Krone Spanien einen Absil-eu' tückischen Inseln schon für ihr Eigenthum hielte^hatten, und die gcwis wüste», daß sie unter dein so richteten sie ihre Absichten auf die EroberEVorwande des Schutzes ihnen die mvluckischen von Malacca. Als sie aber aus diesem TraumZnseln wegnehmen wollen, liessen sick.s niemals aufwachten und gewahr wurden, daß sie sich Eeinen rechten Ernst seyn, ihnen dieselben erhalten dasjenige gebracht, was sie erobert, so verbell? /zu helfen 19h- Aufder andern Seite wurden die keu sie ihren Fehler gar bald; und wie sie .Spanier sowol auf den philippinischen.Inseln einander Inseln eroberten, so richteten sie .als in America, ja selbst in Europa, da sie sa- Vesiungen auf, legten Garnisonen hinein, »hen, was ihnen die Vertheidigung dieser Inseln für hielten Wachtschiffe zu ihrer Bedeckung 21).Geldsummen kostete, davon sie Kolli so wenig Nutzen
-oh Man lese davon, ivaS oben im dritten Kapitel von den spanische» Staaten in Indien anM"
worden. ra) Hiitchre ll- la Lougusrs des Isles Noluguss r. z. p. 159.