Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
305
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5 .Hauptst. i.Abf Von der Holländer ersten Reisen nach Ostindien, z oz

§. r66.

Mitlerweile fuhr die Compagnie fort, alle Jahre andere Geschwader nach Ist- Abermalio.erdien zu senden; und ehe die Nachricht von dem getroffenen Scilstande, die durch eine versuch einesBarque überbracht wurde, die mit einem Paffeport vom Erzherzoge versehen war, in "EN wegesdiesem Theil der Welt ankam, so hatten sie sich schon der Insel Machajan bemachti- ^

Zet, und die Spamer von allen moluckischen Inseln verjaget, nur die Insel Temateausgenommen. Da indes die Weite des Weges ihnen sehr beschwerlich fiel, so warensie sehr begierig, einen kürzern Weg nach Indren ausfündig zu machen; zu welchem En-de sie im Jahr > 6oy mit einem berühmten euglandischen Piloten, -Heinrich Hudson,einen Contract schloffen, der ihnen desfals grosse Dinge versprach, der aber auch mehrNicht ins Werk richtete, als daß er erst nordostwerts einen Weg suchte, und auf einerandern Reise nordwestwerts, aber auf der einen so viel ausrichtete als auf der andern c).

Cs war dieses eben derjenige, der im folgenden Jahr im Dienst seines Vaterlandes dieberühmte Bay entdeckte, die noch von ihm ihren Namen hat; wobey er aber durch die Bos-heit einiger von seinem Schifsvolk aufein offen Boot gesetzet, und entweder von den Welle»verschlungen oder vorn Hunger getödtet wurde. Nach der Zeit wahrere es lange, ehe dieHolländer sichs wieder zu Sinne kommen liessen, einen neuen Weg nach Indien zusuchen, und endlich änderten sie so gar ihre Meinung in Ansehung der Zuträglichkcit ei-nes solchen Weges d) K).

§. 167.

Die Siegs, welche die Flotten der Holländer in Indien erhalten, hatten bereits Unglücklicheeinen Einfius zur Veränderung ihrer Gesinnung gehabt, und sie gereihet, die Beschei» Händel derbenheit und Mäßigung, dadurch sie sich sonst bey den Potentaten in Indien beliebt HolländerinnMachet, mir demjenigen beleidigenden Stolz und despotischen Wesen zu vertauschen, da-durch die Portugiesen unerträglich geworden. Sie hatten zu dieser Zeit fünfzig Schis-se, die achthundert Tonnen und drüber last trugen, in ihrem Dienste, und waren so si-cher, alles, was ihnen vorkam, wegzunehmen, daß sie vorgaben, es werde der Krieg in

diesem

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Zer Vol.L.

. Das Verhalten der Direkteren der hollän-Elchen ostindtschen Compagnie, nachdem sie ein-?ha! durch ein Privilegium bestätiget worden, warweislich und wohl überlegt, daß wir von der-lei, völlig versichert seyn können, daß sie nichtsVste die wichtigsten Ursachen unternommen.ss^>ii vermuthet daher mit allem Rechte, daß, da^ ^en -Hudson ausgesendet, einen nördlichen,7-^3 nach Ostindien zu entdecken, sie dabey vor-sieh die Absicht gehabt, ihre Truppen in kür-^ ^ Zeit, mit mehrerer Sicherheit und in star-Verhältnis dahin z» übersenden, als'ihrednnde thun koirtcn. Und wen» wir bedenken,hss sie ihre Kräfte am äussersten Ende von In-angewendet, lind ganz augenscheinlich den^ gehabt, sowol die philippinischen als Mö''

A.W.H.rb.TH. V7.H. 8.TH.

luckischen Inseln zu erobern: so nms man beken-nen, daß ihr Plan wohl durchgebacht gewesen.Denn da ihre Flotten, wenn sie diesen Weg ge,funden hätten, über das japanische Meer würdengegangen seyn, und die philippinischen Inseln aufder Seite angegriffen haben, da sie zu gleicherZeit von der Macht, so die Holländer auf denmoluckischen Inseln hatten, angegriffen worden:so würden sie in grosser Gefahr gewesen sevn, völ-lig unterwürfig gemacht zu werden. Als aberdie Holländer mit der Zeit ihre Eroberung dadurchzu erweitern anfingen, da sie die Portugiesen ausihren Niederlagen verjagten: so wurde die Aus-sindung eines solchen Weges weniger nöthig, undam Ende gar ihrem Interesse schädlich; wie wiranderiverts angezeiget haben.

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