zo6 Xlli.Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.
diesem Theil der Weit fortgesetzet werden, es möchte auch in Europa verglichen wer-den, was da woite. Allein die Sachen bekamen plötzlich eine andere Gestalt. So .baldDon Juan de Sf!va, der spanische Gouverneur auf den philippinischen Inseln,Nachricht erhalten hatte, daß ein holländisches Geschwader, nachdem es ein reich beladenesSchis an der Küste von China in den Grund gebohret, in einer gewissen Entfernung vonManila herum kreutze, um die zu Japan beladene und nach Spanien zurück gehendeFlotte aufzufangen: so lies er unverzüglich alle Schiffe, die er in seinemHafen hatte, zu-rechte machen, und als er die wenigen regulirren Truppen, die^ er unter seinem Commandohatte, eingeschiffet: so suchte er das holländische Geschwader auf, grif es an und schlug es;dem Admiral ^Wittert, der es commandirte, wurde gleich im Anfang des Treffens der Kopfweggeschossen, in welchem Treffen von vier Schiffen drey weggenommen, viele znKriegsgefangenen gemachet, und eine Beute erlanget wurde, die über zweimalhunderutausend Kronen betrug e). Don Juan entschlos sich, seinen Sieg aufs äusserste zu trei-ben, weswegen er die moluckischen Inseln angrif, wo ihm das Glück ebenso günstig war.Und nur» gaben die Spanier auch ihres Ortes vor, daß der Friede auf der andern Seite derLinie nicht gehalten werden dürfe. Als indes ein holländisches Geschwader von dreizehn Se-geln unter dem Admiral Peter Borrh in diesen Meeren anlangete, so veränderten die Sa-chen abermals ihre Gestalt. Die zu Temate befindlichen Engländer, die bisher die Par-they der Spanier gehalten hatten, und denen der Stolz derselben unleidlich fiel, verliessenbey diesem Wechsel des Glücks ihre Parthey und versöhneten sich mit den -Holländern l) -)'Es wurde im Namen des Prinzen von (Dramen und der Staaten von Holland eine Ge-sandtschaft an den Kaiser von Japan gesendet, wo sie mehr durch die Thorheit des Betra-gens der Spanier, als durch ihre eigene grosse Weisheit, alles erhielten, was sie begehrreten; dahingegen der spanische Gesandte nur zu seiner Beleidigung eine Audienz erhielt,und wurde zurück geschicket, ohne eine Antwort auf seinen Antrag zu erhalten, der,wenn wir unpartheiisch reden sollen, eben so impertinent als unvernünftig war s). In-dem nun beide Partheien in einer solchen Gemüthsfaffung waren, so wird der Leser leichterachten, daß der Waffenstilstand auf beiden Seiten schlecht beobachtet worden, wie denndie Holländer sich über die Meineidigkeit der Spanier beklageten, die Spanier aberden Holländern gleiche Beschwerden entgegen schrieen, und die eine Parthey mochte
wol
e) Argenssla ^ongmlk äs I->s Islas klslucasr.iL. f) S-rllengre Mai ä' uns Rist. ä» l'rovinc^umes I>. 7Z. g) Lharlevoip Nitwire äs Vol. 2. p. Illjj. »9 sey.
L) Man darf sich gar nicht darüber wundern, unmöglich , die grossen Dinge, die er imwenn die spanischen Geschichtschreiber das Lob des hatte, hinaus zu führen, woran er vornemliwDon Juan de Splva laut verkündigen. Denn von den Portugiesen gehindert wurde, die denwenn wir die politischen Zweideutigkeiten und versprochenen Beistand sehr nachläßig gewähren"/Intriguen ausnehmen, die von Leuten seines worüber sich dieser grosse Admiral dergestaltStandes nur alzuvft für Nothwendigkeiten ange- ke, daß er krank ward und bald darauf zusehen werden, so war er ganz gewis ein lebhafter lacca starb: welcher Zufall den -Holländern g^rund geschickter Befehlshaber r r), der sich auf nicht misfällig war, als welchen er sich furcbl'ffUnkosten der -Holländer grossen Ruhm erworben, lich gemachet hatte, sowol wegen der Geheim!)^»a er einen ihrer Admirale getödtet und einen an- tung seiner Anschlage, als auch wegen derder» Admiral, Paul Laerden, zweimal gefan-' sigkeit, in welcher er alles besorgete, was Zgen genommen. Bey dem allen aber war es ihm Ausführung derselben nöthig war 2 z).
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