Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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5.Hauptst. i.Abs. Von der Hollärider ersten Reisen nach Ostindien, zv?

wol so viel Recht haben, als die andere h). Wir müssen aber ihrer Streitigkeiten gr«denken, die sie mit einer dritten Nation in Indien bekommen.

§. 168-

Da den Directoren der holländischen ostindischen Compagnie noch irnmer gar «

sehr am Herzen lag, einen Weg durch die magellanische Strasse nach Ostindien zu fin- „iss durch dirden, so übertrugen sie dieses Gesthafte im Frühjahr 1614 dem George Gpilberg magellanischroder Spülungen, einem Mann, der in der Seewissenschaft einen bevestigten Ruhm er« straffe,langet; und gaben Befehl, daß sechs Schiffe zudem Ende ausgerüstet werden solten,nemlich die grosse Sonne, der volle Mond, der Jäger und eine Pacht, die See-gans genant, alle vier von Amsterdam; ferner der Aeolns von Seeland, und derMorgenstern von Rotterdam. Sie waren alle aufs beste ausgerüstet, und der Ad-miral hatte beinahe völlige Freiheit, sich seine Unterbefehlshaber selbst auszusuchen, welchesauf einer weiten Reise eine sehr wichtige Sache ist, um unnöthige Streitigkeiten zu verhü-ten <). Die Schiffe waren bald nach der Mitte des Sommers fegelfertig; weil aberder Admiral sich erklärete, daß sie, wenn sie alsdann absegelten, zu einer unbequemenJahreszeit in der magellanischen Meerenge ankommen würden; so fanden es die Dirs-ctores für rathsam, den Aufbruch bis zum Monat August ausgesetzt seyn zu lassen, undden 8ten August lief die Flotte mit einem starken Südostwinde aus dem Texel k).

Man glaubte, daß die Generalstaaten auch bey dieser Expedition intereßiret wären. Diewahre Absicht dabey war, die Starke der Spanier auf der Südsee kennen zu lernen,und, wenn sich die Gelegenheit dazu darböte, auch zu schwächen, und eine Probe vonden Vortheilen zu machen, die nach einiger speculativischen Köpfe Meinung damit der,bunden seyn solten, wenn man diesen Weg nach Ostindien nähme. Die Flotte paßir-te die Meerenge, lies sich mit der spanischen Seemacht auf dem Südmeer ein, schlugund verderbete sie, und endlich kam er nach einer kurzen und glücklichen Fahrt an denKüsten von Java an, nachdem er die holländischen Niederlagen auf den moluckischenInseln besichtiget und verstärket hatte l).

§. i6y.

Nicht lange darnach, als diese Flotte in See gegangen war, wurde ein neues Errichtung ci-Projeck in Holland gemachet, um der ostindischen Compagnie ein Bein unterzuschla-nersübseecom-

8m; wenigstens verstund eS diese so, ohnerachtet die dabey intereßirten Partheien das paMe.

Gegentheil versicherten. Jsaac le Maire, ein reicher Kaufmann, war der Urheberdieses Projekts, und Wilhelm Lsmelijön Schonten, ein geschickter und erfahrnerSeefahrer, der schon drey Reisen nach Indien gethan hatte, war derjenige, dem dieAusführung anvertrauet wurde«'). Ihre wahre Absicht war, die unbekanten südlichenbesten Länder und Inseln durch einen andern Weg, als durch die magellanische Meeren-ge kennen zu lernen, weil sie glaubeten, daß, da diese Meerenge in dem Privilegio derKindischen Compagnie namhaft gemachet worden, sie, wenn sie einen andern Wegüber das Südmeer finden könten, ihrem Vaterlande einen ersprieslichen Dienst leistenWürden, ohne sich die Strafe zuzuziehen, damit diejenigen bedrohet worden, die dem Han,der bereits errichteten Compagnie Abbruch thun würden "). Es traten dieser Un,

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