Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
308
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ZO8 xm.Buch. Historie der ostindischen Handluttgsgeselschaften.

ternehmung verschiedene reiche Kaufleute bey; und als zwey Schiffe waren ausgerüstetworden, so wurde das Commando dem Shomen, die Direcrion des Handels aber demJacob le Marke, des Isaacs Sohn, übergeben, der ein junger Mann und dabey vongrossem Muth und Fähigkeit war. Sie gingen den -4sten Junius 16i 5 aus dem Te-xel unter Segel, paßireten durch die Meerenge zwischen dem <Lapo Horn und denGtaarettinseln, die seit der Zeit den Namen Le Marke geführct; und nachdem sie ver-schiedene wichtige und ihrem Entwurf geMäffe Entdeckungen gemachet, so sahen sie sichgenothiget, durch Ostindien zurück zu gehen, wo ihre Schiffe, als sie in einen Hafenauf der Insel Java einliefen, von der holländischen ostindischen Compagnie conftsciret,und sowol Shouten als Le Marke am Bord der Flotte des George SprlbergeNals Gefangene zurück geschicket wurden, auf welcher Reise Jacob le Marre starb 0).Man hat über diese Sache die wahre und richtige Anmerkung gemachet, daß die Be-handlung dieser Seefahrer aller Wahrscheinlichkeit nach in ihren Folgen hinlänglich be-strafet worden, indem der ganze reiche Handel, der aus den Entdeckungen des LeMaüre und der weitem Fortsetzung derselben entstehen können, durch blosse Nachläßigkeit ver-jähren gegangen, die den Holländern mehr Schaden gethan hat, als ihnen ihre ostiir-dische Compagnie Nutzen gssihaffet hat p). Dieses sahe Iohan von wir sehr wohl«in, und bemerkte daher sehr weislich, daß, obwol die Befolgung eines solchen CvM-mercii zu derselben Zeit die Kräfte und das Vermögen der ostindischen Compagnie über-stiegen, dennoch keine hinlängliche Ursachen vorhanden gewesen, daß die Staaten dieHand davon abgezogen, oder sie sich nicht bewegen lassen, eine neue Compagnie aufzmrichten, und einen Versuch zu machen, was dieser neue Handel abwürfe. Denn wennauch ein neuer Handel nicht gelinget, so trift doch der vorübergehende Verlust nur Pri-vatpersonen, keineswegs aber den ganzen Staat. Dahingegen wenn er gelinget, nichtnur den dabey inrereßirten Privatpersonen unermeslicher Reichthum zufließet, sondern«s auch für das Publicum sehr Vortheilhaft ist <l). Denn ein neuer Handel, zumal untereiner Regierung, wie die holländische ist, ziehet Leute ins Land und vermehret die Unter-thanen des Staats, der sie unterstützet. Denn der Reichthum hat eine sehr anziehendeKraft, und wo die Leute wissen, daß sie reich werden und ihre Freiheit dabey behaltenkönnen, da wird es gewis niemalen an Volk fehlen M).

§. 170-

e) Sallengre Ltlm ä' uns Ulk. ll« krvvmc-s - MISS p. 74. P-) Harris Vovsse Vol. I. n.

q) Oronäen en KILXNNSN van äs Lepndlik van Hollanä i.OseL c. 19.

M) Ztt einer Historie von der Art geschiehetwenig oder gar nichts, wenn wir blos die Bege-benheiten erzäl)len, ohne dem Leser die Vewe-gungsurfachen und ihre davon abhängenden Folgenaufzudecken. Zn den Geschichten grosser Mon-archien hält dieses öfters sehr schwer und ist alle-zeit was ungewisses, daher die Uebergehung der-selben in vielen Fällen Entschuldigung verdienet,in vielen Fällen aber gar nöthig ist. Zn der Hi-storie der Handelschast verhalt sichs anders; denn«ine kleine Aufmerksamkeit gibt die Materien andie Hand, und selbst die Absicht einer solchen Hi-storie macht die Anmerkungen nöthig. Man hat

angemerket, daß die besten Ursachen , um derent-willen einer Compagnie ein ausschliesseudcs Pri-vilegium gegeben wird, in einem Handelschasttreibenden Lande ein durchdringender Bcwegm-g^grund sind, allen denen möglichste» Vorschub s"thun, die gcwillet sind, neue Entdeckungen Z» 'va-gen. Denn wenn es ein guter Grund M Et'richtung eines ausschliessenden Handels ist -dadurch Privatkauflcute zu hindern,.daß sie entlt'gene Lander nicht mit ihren eigenen*Waarer> «nManufakturen überschwemmen: so istGrund noch weit stärker, neue Entdeckungen Sbefördern, damit diese , Waaren und Mannst^