5-Hauptst. i.Abs. Von der Holländer ersten Reisen nach Ostindien. ZiZ>
deten sich hierauf nach Acapulco, von bannen sie gegen das Ende des Jahres nachDstrndren segelte»/ wo die Flotte nach ihrer Ankunft sich absonderte/ und der Com-pagnie ansehnliche Dienste leistete; ob wol/ wenn man alles zusammen uimt/ diese Un-ternehmung lange nicht die Hofnung crfüllete, die inan sich davon gemacht hatte.
Vermittelst dieser mächtigen Verstärkung wurden die Sachen der Compagnie gar sehrgebessert, die Portugiesen geriethen allenthalben in Verlegenheit, und die Communi«
Kation zwischen ihren Colonien wurde gar sthr unterbrochen. Und das hatte auf die Ge-müther der Indianer eine sehr starke Wirkung, und trieb sie an, wie es auch ganzNatürlich war, die zum Untergang sich neigende Macht zu verachten, dagegen aber deraufgehenden Macht sich gefällig zu machen ch. Hiezu wurden sie um so viel mehr ge-peiget, da ihnen von den Holländern ein ganz uneigennütziger Beistand und Schutzversprochen wurde; wiewol sie gar bald erfuhren, daß dieses nur ein geläufiges Compli-Meut gewesen, und daß diese Revolution nicht in der Wiedererlangung der Freiheit,sondern nur in der Veränderung der Herren bestanden, wobey sie nicht viel gewinnen.
§. r?8.
Durch diese weisen und klugen Maasregeln, wie auch durch die beständige Auf- GlücklicherMerksamkeit der Directoren auf alles, was zum Vortheil der Compagnie gereichete, zustand derWar ihr Cvmmercium zu dieser Zeit so blühend, daß sie die Anzahl ihrer Schiffe jährlich handlungsge-vcrmehren musten; und da die Compagnie merkte, daß ihre Glückseligkeit meistens kellschast.von dem guten Verhalten ihrer Admirale und Befehlshaber abhängig war, so lagen sie
- dem
H ^vsrtillsmrm äes Vn^agss äs la Lomyaxme, p. 4?.
"Schisse mit einer Fricdensflagge in den Hafen»Seschickec wurde. So bald der Vicckömg davon"Nachricht erhielt, so gab er Befehl, bafi den"Matrosen die Hände gebunden und die Augen'verbunden werden foltcn, fo lange sie auf der»Ä)a!uppe waren, und daß der Officier, der das'schreiben bey sich hatte, ans Ufer gebracht»werden solle. Jedoch wurden die Matrosen ge-'Mn Abend in Freiheit gesehet, und die Spanier"Laben sich alle crsinnliche Mühe, sie zu bereden,"bch,,, Könige von Spanien Dienste zu nehmen;'^a sie aber hiezn keine Ohren hatten, und auch"kein einziger diese» Vorschlag annahm, so wurde»auf dxn Brief folgendes geantwortet: Der Vi-"^köuig hatte nichts als Pulver und Kugel'.'., da-'^Wit er den -Hollanvern dienen konte; er werdechch wegen Auslösung der Gefangenen weder in»nne Unterhandlung noch in einen Tractat ein-"assen, und so jemand sich unterstehen würde,"w>t einer FricdcnSflagge wieder in den Haftnzu kommen, so solle derselbe mit>>A? um den Hais aufgeknüpfet werden.
vieft Anvvort den 14 Junius den -Hollan-, ei,*" '^ar hinterbracht worden, so fasteten sie inSchalrenen Kriegsrath den Entschlus, alle"egeSgesangencn aufzuknüpfen. Die Ur-' den, dadurch sie zu einem so grausamen Ver-
"fahren bestimmet wurden, waren folgende: Sie»warei» wegen der Lebensrnittel in grosser Verle---genheit, und hatten kaum noch etwas Wasser.-iftng, es war ihnen daher unmöglich diese Leute„zu unterhalten, wenn sie auch gewillet gewesen„wären, sie beim Leben zu erhalten. Dabey„hakten sie aber auch keilte Ursache, sie zu erhallen,»weil sie nicht hosten konten, daß sie würden aus-»gelöftt werden. Dahingegen war es nach den„Regeln der Klugheit, wie auch nach den Gesehen„des Krieges, nicht räthst««, sie in Freiheit zu se-ichen , weil sie dadurch gegen die Spanier nur„ihre Schwäche verrathen, und ihre Feinde zup„Verachtung gereihet. haben würden. Den 1;,-Juini des Morgens richteten sie diese strenge„Entschließung ins Werk, und liessen ein und„zwanzig Spanier an der Segelstange des hin-„tcrstcn Mastbanmes ihres Admiralschifs, im An-„gesichc einer unzähligen Menge Menschen, Lis»am Ufer stunden, aufknüpfen'. Drey alte Man«->,ner schickten sie auf einer Barke nach Lalao-,«mit Befehl, dem Vicekönige zu sagen, daß, da»sie kein Quartier von ihnen zu gewarten hatten,„sie auch vest entschlossen waren, denen, die in„ihre Hände fielen, kein Quartier zu geben, und»daß er dieses als die gerechte Wirkung seines„brutalen Briefes anzusehen hätte.