Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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5. Hauptst. r. Absi Von der Holländer ersten Reffen nach Ostmdien. z 29

Concilium in ausserordentliche Verlegenheit gerieth, st, daß-sie nicht Wüsten, waS stethun, oder wie sie die Sache angreifen selten. Endlich entschlossen sie sich, im Na»lven eines Kaufmanns von Batavia ein Schis Mit einer Ladung nach Japan zu schi-cken , um zu sehen, was dieses veranlassen würde. ^ So bald das Schis angekommenwar, st wurde im Namen des Kaufmanns um Erlaubnis angehalten, daß sie ihreGüthcr verkaufen dürften; dieses wurde ihnen mit aller ersinnlichen Hosiichkeir erlau-bet, st dursten ihre Waaren zum Verkaufen ausstellen und wieder zurück reisen ; abersie waren beim Wegreisen nicht um einen Strich klüger worden, als sie bey ihrer An-kunft gewesen c). Mitlerweile hcMc der Generalgouverneur Nachricht von dein er-halten, was auf der Insel Formest vorgefallen war, und harte den Peter Nu^tsi» Arrest bringen lassen; welches bisher seine ganze Strafe gewesen war. Drey JahrSingen auf die Weise hin, bis Anton van Diemen, der Generalgouverneur gewor-den war, den indianischen Staatsrath zusammen berufen lies, welchen er dahin ver-mochte, den einzigen noch übrigen Schrit zu thun, und den Peter lsssu^ts den Jaspanestrn zu übergeben, damit sie mit ihm machen könten , was sie wollen. Als die-ses Urtheil dem Gefangenen ü-ekant gemacht wurde, st stellete er sich als ein unsinnigerMensch an; er protestirte wider diese Sentenz, er appellirte an das Volk, er wokte da-selbst verhöret seyn, und alle Art von Todesstrafe leiden. Es war aber alles mn-fonst, das Concilium war taub, und das Volk sagte, daß eressichselbst zuschreiben mäste;kurz, es wurde >1634 eine neue Flotte ausgerüstet, und Peter pluM an Bord derselbengebracht, dem Commandeur derselben aber anbeföhlen, ihn, st bald er angekommen, zirüberliefern d). So bald das Schis zu Firando angekommen war, so übergab derOberste der dasigen Niederlage samt semem Rath, die mitlerweile die Ursache erfahrenhatten, warum ihr Commcrcium unterbrochen worden, ein neues Memorial, darinsie vorstellten, daß derjenige, der Ss. kaiserliche Majestät st sehr beeidiget hätte,in die Hände seiner Diener übergeben worden, und baten dabey, daß er ihnen seineGnade wieder zuwenden, und den Genus der Privilegien nach wie vor gestatten mach,ie. So bald dieses Memorial eingelaufen war, st wurden schleunig Commiffarim''ach Frrando geschicket, die einige von denen bey sich hatten, deren Schis zu Form--«a war aufgehalten worden, damit dieselben erkennen möchten, sb der überlieferte Ar-^stant der Peter lssluyts sey oder nicht. Nachdem nun diese Leute bezeuget, daß esallerdings der Gouverneur von Formost sey, st erhielten die Commissarien neue Ver-haltungsbcsehle, kraft welcher ihnen aufgetragen wurde, sich von der holländischen Fa«ctorey folgende Fragen beantworten zu lassen. Erstlich: ob der Gouverneur aus ei»geuer Bewegung gekommen, oder aber vom Generalgouverneur zu Batavia gesendetWorden ch? Zum andern: ob Peter LAuyrs, fals er aus ^eigener Bewegung ge-^wmen, entweder sein eigenes Verhalten zu rechtfertigen, die Japanestr eines unge-bührlichen Verhaltens zu überführen, und die Sache öffentlich untersuchen zu lassen;oder ob er blos sein Verbrechen bekennen, seine Reue darüber bezeugen und den Kaiser^sst Pardon bitten wolle? Endlich: ob der Oberste der Factorey und sein Rathzufrieden wäret!, daß der Missethäter entweder lebendig auf Kohlen geröstet,

oder

c) p. Lharlevoix Ktkoire 6u j-ipon, eom. s. p. ;s 7 - d) LecueN äs ru dtvrct,

roni. z. p. LZ9. e) Vo^sZes äs kom. z. p. rz6.

A.XV.H.26.TH. N.H. 3 .TH. Tc