z 42 xm. Buch. Historie der ostittdischen Handlungsgeselschaften.
erfochten hatte. Als er aber erfuhr, daß die Portugiesen neue Verstärkungen vonGoa kommen liessen, daß sie allen ersinnlichen Eifer anwendeten, den Krieg fortzuse-tzen, mitlerweile aber seine Städte in Brand steckten, und seine Unterthanen unterdem Schuh der an seinen Grenzen angelegten Vestungen ausplünderten; so war seinletztes Mittel dieses, daß er mit den Holländer» eine Allianz zu Messen und dieleherrschsüchtige Nation von der Insel zu verjagen suchte s). Er schickte also im MonatMay des i6z8sten Jahres zween Abgesandten nach Baravra ; die mit aller ersimflüchen Hochachtung aufgenommen wurden. Sie thaten dem General und Staatsrathim Namen des Königs, ihres Herrn, den Antrag, daß die Portugiesin mit offen-barer Uebertretung der geschlossenen Bündnisse und ohne die geringste gegebene Ursache,ibn feindlich angegriffen und die angezündete Kriegesflamme bis in die Mitte seinerStaaten ausgebreitet, deren Auslöschung ihm ganz unmöglich gemachet worden, in-dem die Ruhe der Insel lediglich von dem Wilkühr des Gencralgouverneurs abhängigwäre, dem es nie an einem Vorwand fehle, wenn es ihm beifalle, dieselbe zu stören!und dadurch sey der König bewogen worden, um den Beistand der Compagnie gegenden gemeinen Feind Ansuchung zu thun. Die Antwort, so hierauf ertheilet wurde,war folgende: Es wäre ihnen die Wahrheit dieser Vorstellung nach allen Umständenwohl bekant; es wäre kaum ein Land in Indien , aus welchem ihnen nicht dergleichenBeschwerden zu Ohren gekommen; die Compagnie mache sich ein Vergnügen daraus,einem beleidigten Volke Beistand zu leisten; sie wären entschlossen, ihre ganze Macht;ur Unterstützung des Königs von (Land^ anzuwenden, in keiner andern Absicht, alsum ihm Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, und ihn von der Tyranney ihres gemeinenFeindes zu befreien h). Hierauf wurde eine 'Allianz geschlossen, kraft welcher die Hellländer sich anheischig machten, dem Könige mit einer Armee und Flotte beizustehen,die Vestungen, so die Portugiesin inne hätten, zu erobern, und , wenn dieselben ge-schleifet worden, selbige in seine Hände zu übergeben, damit er Freiheit bekäme,meinschaft zu haben und Handelschaft zu treiben mit wem er wolte. Auf der ander«'Seite wurde aber auch versprochen, daß der König eine Armee, so groö als sie ihm n'Amöglich wäre, ins Feld stellen, daß er den Holländern, die zu dieser Unternehmungbrauchet würden, den Verlust, den sie erlitten, nach einer gewissen Taxe ersitzen/und daß ihnen ein besonderer Platz zur Sicherheit angewiesen werden solte ')Diesem Tractat zu Folge liessen sie ein Geschwader von sechs Kriegsschiffen von Dak^
s)
Ribeyrs Uilivirr 6 e l'ltls, csp. lg. 19 .-ällS, «AP.L0.L2.
üs Legion , 1. z. s«,p. 5 . h) BaldäUS OetcrlnNtt» .
i) Ribeprs Uütoirs äs I'llls «te Legion, l. 2 . cap. 5 .
vt
A) Die -Holländer ertheilen von diesem Tra-ktat einen andern Bericht, wenn es anders ebender ist, der den rzstcn Map 16; z zu Barecolo vomKaiser auf der einen Seite, und vom Asam Vve-sterwold, Staatsrath von Indien und Com-mandeur des holländischen Geschwaders, undWilhelm Jacob Röster, Vicecommandeur derStaaten und des Prinzen von Gramen auf derandern Seite, aufgezeichnet worden. Es wird
55) Baldäus cap. qs.
Hiebey nicht unbienlich seyn, beiläufig zu bemerkt^baß Herr Röster, nachdem er sein Leben oft swaget, und dem Kaiser von LexlonDienste geleistet, dennoch endlich wegen eiubl.unvorsichtigen Worte ermordec worden; welMaber die -Holländer übersehen, nach dein sGrundsatz, daß das Unglück der Pnvatperioskeinen Einfius und Zerrüttung in den öffeutu -Angelegenheiten nach sich ziehen müsse 55)-