5 Hauptst. r.Aös Von den Kriegen der Holländer in Ostindien. Z 4 Z
via auskaufen, welches ein Corps Landtruppen am Bord hatte; und im Monat Fe-bruarius r6zy stiegen sie an der westlichen Küste von Ceylon ans Land, wo sie sichgleich der Vestungen Batecalou und Triquinimala bemächtigten, die sie, dein ge-schlossenen Tractat zu Folge, schleifeten und in die Hände des Königs übergaben; wel-che Pünktlichkeit in Erfüllung der geschlossenen Allianz dem Könige nicht wenig gefiel.3m folgenden Jahr schickten die Holländer noch etwas zeitiger eine noch einmal so starkeKriegesmacht; und als sie gegen dreitausend Mann weiter hinauf ans Land geseßet hatten,so eroberten sie Negombo und Gallo, zween wichtige Platze, die sich tapfer würdenhoben wehren können, wenn sie nur hinlänglich wären besetzet gewesen, oder wenn diePortugiesen nicht so thöricht gewesen, und sich zu Lande in eine Schlacht eingelassenhätten, dabey sie den besten Theil ihrer Truppen verloren k). Die Portugiesen, dieüber dieses Glück der Holländer in grosse Bestürzung geriethen, schickten im Herbsteben desselben Jahres den Don Philip Mascarenhas mit dem Titel eines Gouver-neurs und mit einer kleinen Verstärkung nach Ceylon, der sogleich die Vestung C?e-gombo belagerte, und durch Capitulation eroberte; darin unter andern versprochen wurde,daß den Holländern Schiffe sollen gegeben werden, die mit allen nöthigen Bedürfnissenversorgt waren, um sie zu ihren eignen Niederlagen zu überbringen, und sie musten sichanheischig machen, nicht wieder auf der Insel Ceylon ans Land zu steigen. Als aber dieHolländer in See gingen, so fanden sie, daß die Schiffe, die ihnen gegeben worden,so lek waren, daß sie mir genauer Noth den Hafen Gallo erreichen konten. Die Por-tugiesen , die dieses als eine Meineidigkeit ahndeten, gaben ihnen aufs künftige keinQuartier; welches für sie selbst von betrübter Folge war, so wie es hingegen die Hol-ender zur Rechtfertigung aller nachher an ihnen verübten Hurtigkeiten gebrauchten.Indes stelleten sich die erstem unter diesen Umständen vor, daß der Krieg seinem Ende^ahe sey, und daß sie Gallo eben so leicht würden erobern können, als es ihnen weg-genommen worden. Sie erfuhren aber gar bald, daß sie sich geirret, indem die Hol-ender diesen Ort mit solcher Entschlossenheit vertheidigten, daß sie die Belagerung,^ ziemlich lange gewähret, und dabey sie viel Volk eingebüßet, in eine Bloquade ver-handeln musten, die zwey Jahr währete l). Endlich lief die Nachricht von der Re-flation in Portugal ein, wie auch von dem Waffenstilstande, der zwischen dem Kö-HZe Johannes dem vierten und der Republik der vereinigten Provinzen getroffen wor-worauf sie sich verglichen, daß jegliche Parthey im Besitz desjenigen in Indienbleiben solte, was beim Schlus des Traktats in ihren Händen gewesen. Die Hollän-begehreten, daß der zur Vestung Gallo gehörige Distrikt ihnen überlassen werdendessen sich aber die Portugiesen wegerten und vorgaben, daß sie nicht mehr LandLehren könten, als was unter den Kanonen läge, welches in der That so viel war,daß die Bloquade zur Friekenszeit fortgesetzet werden solte. Und da sie sich von ih-ssb Überlegenheit allerhand thörichte Vorstellungen machten, so wollen sie schlechthinKrieg fortsetzen; welches endlich, wie leicht vorher härte gesehen werden können,^ völligen Untergang ihrer Sachen beförderte m) B).
E) Aiberro Kilwies äe 1'IUc äs Legion I,7 c. 5-7. Pnldäus I.;. c. LZ. 24.I.'z. c L- !ll) Uiüoire generale äs?orkuM 1.7.
§. * 91 .
l) Elendes.
MN dieser Menschen Erzählung sind wir derNachgegangen/ die der Capitain Ribepro,
ein Portugiese, geschrieben, der vvn Anfang biszu Ende selbst dabey gewesen, der die Fehler sei-