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Unvorsichti-ges verhakender Portugie-sen Hiebey.
XM-Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.
§. iyr.
Sie begingen aber^noch einen thörichter» Streich. Denn der Prinz vonUva, ein Bruder des Königs von Tandy, der es noch stets mit den Portugiesin ge-halten, und dadurch diesen Monarchen wider sich gereißet, der ihm vorgestellet, daß eSthöricht sey, von dieser Nation eine bessere Behandlung zu erwarten, als sie bereits er-fahren hatten; dieser Prinz trieb die Sachen so weit, daß der König ihm endlich denKrieg ankündigte, und da er ihn mit einer grossen 'Armee in seinem Lande plötzlich über-fiel, so nöthigte er ihn, seine Zuflucht zu seinen Freunden, den Portugiesin, zu neh-men »). Sie nahmen ihn auch mit allen ersinnlichen Ehrenbezeigungen auf, undHatten nun eine Gelegenheit erhalten, alles dasjenige wieder an sich zu bringen, wasste durch ihr Versehen verloren. Denn es wurde dieser Prinz sowvl von den Unter-thanen seines Brudes als von seinen eigenen ganz ungemein geliebet; und da er alterwar als Rajaft Smga , der blos nach dem Willen seines Vaters den Thron bestie-gen, so hatte er einen starken Anspruch an die Krone. Alles, was er begehrete, wareine Bedeckung von hundert und zwanzig Portugiesin, die ihn bis an die Grenzen sei-nes eigenen Landes begleiten solten, wo seine Unterthanen bereit wären, die Waffen z"ergreifen und ihn anzunehmen. Allein, diese Vorstellung war in der Folge sehr nüs-lich; und als ein alter Edelmann, der des Prinzen Hofmeister gewesen, über diesenPunct mit eurem Unteroffizier unter den portugiesischen Truppen etwas heftig stritte, stlies er ihm den Kopf vor die Füsse legen; welches so gleich geschahe, ohnerachtet seinunglücklicher Herr alles that, ihn zu retten. Hierauf bemächtigten sie sich der Persondes Prinzen, und schickten ihn nach (Von, wo er die christliche Religion annahm, undZeit Lebens ein Gefangener blieb, da mitlerweilc der König von Tandy durch Bcmäesttignng seiner Staaten, die aus einigen der besten Provinzen auf der Insel bestunden,
wie
n) Aibepro Uilioire äe l'Ills st: Legion 1 . 2. c. 10.
ner Landesleute ganz unpartheiisch getadelt, undder bey aller Gelegenheit so wol von den Landes-einwohnern als von den -Holländern sehr auf-richtig geschrieben. Wir haben dieses um so viellieber gethan, weil scim Historie sehr überein-stimmend und ordentlich ist; dahingegen die Me-thode, deren sich BaldauS bedienet hat ;6),sehr verworren ist, und in einigen Stellen garnicht verstanden werden kan. Ueberdis ist diefranzösische Uebersetzung der Historie des Ribep-ro von Leplon, die den Abt lo Grand zumVerfasser hat, noch merkwürdiger, und übcrtrifrnach einigen Absichten das Original. Der Ver-fasser, Capital» Ribeyro, schrieb diese Historiein der Absicht, daß der König von Portugalsowvl von dem Werth desjenigen, was er verlo-ren, als von der Art und Weise, wie er es verlo-ren, eine deutliche Vorstellung erlangen mochte.
Er cntschlos sich, dieses Merck dem Königein die Hände zu übergeben, welches er auchZahr 168; that; und es ist daher zu vermnthciddaß er nichts eingerücket, welches er nicht völWgewust. Der Abt l.e Grand aber, dem ein portffgiessscher Adlichcr, der ihn zu dieser Uebersetzung H'wogen, und dem die Geschichte seines eigenen L-'"'des und seiner Landesleute sehr wohl bebaut u>at-verschiedene merkwürdige Handschriften übergff^hat aus diesen zuverlässigen Urkunden viele nutz'lichs und wichtige Umstände hinzugefüget, die volRibepro Übergängen worden; nicht dcsweEals ob er sie nicht gewust, sondern weiter^,seine Person nicht dafür gut seyn konte. .sind diese Zusätze nicht in das Original eingciw 'sondern tl)eils als Anmerkungen, theils alsganzungen den Capiteln des Verfassers beig-lget worden 57).
;6) Die Beschreibung der Insel Ceylon durch Phil pp Baldäns ist zn fiuden in CdmckilsMon ot'Voyezes Vyl z. l>. 667. , O) Der Titel dieses Buches heisst:
I'Ule cie Le^on, eonrs pur le cgapirsiris ss Lmrvro, er preienröe au Lo.' lle l'olrug-uLrallulce clu korcuZuois par IM l'Hchbo Is Lrsnä.