Z46 xm.Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften-
tmd so bald sie in Schlachtordnung gestellet worden, so suchten sie den Feind auf. DonAntonio war mit seinen Truppen in vollem Marsch wider sie begriffen; und als er diebeiden ersten Bataillonen auf ihrem Marsch zwischen zween Bergen in unbequemer Lageantraf, so grif er sie lebhaft an, und schlug sie; indem er aber die Geschlagenen bis in dieEbene verfolgte, so sahe er sich plötzlich von den fünf andern Bataillonen umringet. Ei-nige von den Lajcharmen, die sich auf dem Marsch durch das Defilee nicht «bereiteten,kamen davon; von den portugieftn aber nicht ein einziger, weder Officier noch Soldat,so, daß nichts entscheidender seyn konte, als diese Schlacht, daher auch die nächste Folgedavon diese war, daß Negombo in ihre Hände fiel. Da sie aber erfuhren, daß diePortugiesen ihre ganze Macht nach Lolmnbo gezogen, so liessen sie nur in ihrer»reuen Eroberung eine starke Besatzung, schiffeten darauf ihre Truppen wieder ein undsegelten nach Bakewia zurück s). So bald die Holländer den Rücken gewendet hauten, so schlos der portugiesische General, nachdem er eine ansehnliche Verstärkung vonGoa erhalten, Negambo im Monat April wieder ein. Er blieb eine Zeit lang vordiesem Orte stehen, ohne viel davor auszuricht n; endlich aber nahm er ein Fort, dar-in fünfzig Mann lagen, mit Sturm ein, und liec- sie alle niederhauen. Darüber ge-rieth die Besatzung des Ortes in Verzweifelung, so, daß die Belagerer in zween allgemeinen Stürmen die Hälfte ihrer Armee verloren, und zuletzt froh waren, daß siemit dem Rest nach Lolumbo kommen konten r). Im Monat December desselben Jahreskam der holländische General Johann Maarzu^ker an, und überbrachte einen Befehlvorn Könige von Portugal, daß die Holländer in dem Besitz aller Gebiete, die zu der»Vestungen, so sie damals inne hätten, gehdreten, oder in deren Besitz sie das Jahrzuvor gewesen, sogleich wieder gesehet werden sollen u) §). Dieser Befehl war nun garnicht nach dein Geschmack der Portugiesen, wiewol ohne Ursache; denn sie waren da-mals so schwach, daß die Holländer leicht mit ihnen fertig werden konten.
§- ryZ'
s) Baldäns, csp. §r. t) NRoire 6e I'Me 6s Oylon, I. c. 15. II) ss'
ttoire genersle 6s ?a reuest, par IVIvnf. ,/e /«, row. 7, p. Uiltoir« 6e Is Longueca
6es Itlss L-luIu^ues, rom. Z. p. ZNj.
C) Man siehet ganz deutlich aus den Zeugnis- ficiers anwies, sich diesen Ruhestand wohl Z"ftn der besten Schriftsteller, daß der König von Nutze zu machen, den erlittenen Verlust zu er-porrugal, Johannes der vierte, ein sehr wei- setzen, die Orte, die in ihren Händen blieben, r"str und kluger Herr, und von den Lastern und bevesrigen, und mit dem Könige von LanSs ei-Mängeln seiner Nation sehr frey gewesen. Er neu dauerhaften Friede» zu schlu gen. Und wen"verstand den Zustand seiner Sachen sowol in In- sie diesen Vorschriften gefolget mären, so würde"Kien als in Europa sehr wohl. Er sahe ei», sie den besten Theil dieser Insel für die Kro"^wie nöthig eö sey, sich in dem einen Theil der Portugal erhalten haben, und in den SrassbWelt nach der Zeit zu richten, bis sie in dem an- gekommen seyn, bey vorkommender Gelegen^,"dern Theil derselben durchgängig, auf einen bessern das übrige wieder an sich zu bringen. Allein !ssFus gefttzec.worden. Er war von der Seemacht wurden durch den Stolz, Vcrrathcrey und Nach-der -HollänSer überzeuget durch die Flotte, die laffigkeit derer, die in diesen Gegenden das Eow-sie ihm geg n die Spanier zu Hülfe geschicket mando führeten, alle verachtet; woran diehakten, und daher s -ickte er seine Befehle nach lanver Gelegenheit bekamen , den Krieg zu ^InSien, damit durch vorkheilhafte Zugestand- «euren, und ihnen alles,'was sie noch besaW-Nisse der Waffenstillestanö m Ceylon desto sicher wegzunehmen 58).
«er befestige, werde» möchte; wodey er seine Oft
8s) Ribeyro Mlioire 6- I'Me 6e Lexlan, cs^, 16.