5. Hauptst. 2. Abs. Von den Kriegen der Holländer in Ostindien. 347
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So bald das Land geraumst war, so gaben die Holländer dem Könige von ArglistigerCeylon von dem geschlossenen Tractat Nachricht, und meldeten ihm, daß er durch kunstgnf des, eine besondere Clansei in demselben einer von den schließenden Theilen werden könte, ^mgs vonwenn es ihm beliebig wäre; welchen Vorschlag dieser Herr auch willig annahm w). In- ^Mr.des scheinet eö, als ob er an diesem Vergleich gar keinen Wohlgefallen gehabt, indem ergar wohl begrif, daß, fals diese beiden Nationen sich unter einander recht verstünden,die Folge davon für ihn gar nicht günstig ausfallen könte; daher er darauf bedacht war,den Krieg zu erneuern. Er verhielt sich desfals als ein grosser Policieus, und reihet?diejenigen von den Landeseinwohnern, die Unterthanen der Holländer worden waren,ihre Wohnungen zu verlassen und sich in seine Staaten zu begeben; welches zu verhü-ten der Gouverneur zu ponte de Gallo ein kleines Detaschement auf seinen Gren-zen Posto fassen lies. RajahSittga stellete sich an, als ob er dieses überaus Übelempfände, und hielt unter der Hand bey den Portugiesen um Erlaubnis an, durchihr Gebiet gehen zu dürfen, um dieses Detaschement anzugreifen. Da ihm nun diesessehr gern zugestanden wurde, so umringeten seine Truppen durch einen forcirtenMarsch die Holländer, und machten sie ohne Blutvergießen zu Gefangenen, DerGouverneur zu ponte de Gallo, , der hierüber in grosse Bestürzung gerieth, schickteeinen Officier an den Hof des Königs von Landy, und lies die Gefangenen wieder zu-rück fordern; welchem er mit vieler Höflichkeit und Hochachtung begegnete. Als erihm nun den Inhalt seiner Commission eröfnete, so sagte ihm der König ganz rundheraus, daß er gar nicht die Absicht gehabt habe, die Holländer zu beleidigen, son-dern daß er eine Probe machen wollen, wie sich die Portugiesen bey dieser Gelegen-heit verhalten würden, und wie weit er sich auf ihren neuen Frieden verlassen könte.
Darauf legte er ihm unwidersprech!ichs Beweise vor, daß sie ihm nicht nur einen Durch-zug verstattet, sondern ihm auch ihren Verstand versprochen; und da er dieses gethanhatte, so sehte er die Holländer wieder in Freiheit und lies sie nach Hause gehen r).
Der holländische Gouverneur zu ponte de Gallo vergas nicht, dem Könige zu wissenzu thun, wie viel er ihm für diese Handlung Dank schuldig sey, aus welcher er ganzdeutlich ersähe, daß es ihm nicht in den Sinn gekommen, sie den Portugiesen hinter,
Wig aufzuopfern. Der Gouverneur befahl zugleich, daß alle von dieser Nation, diebisher in holländischen Gebieten gewöhnet hatten, dieselben unverzüglich räumen selten;in andern Absichten aber beobachtete er den Waffenstilstand pünktlich, machte aberdritlerweile die besten Anstalten, den Krieg zu erneuern, so bald der Waffenstilstandzu Ende wäre. Die Portugiesen hingegen, ohnerachtet sie von den Zurüstungen derHolländer leichtlich benachrichtiget seyn tonten, bewiesen sich ganz sorglos und unthätig;s°, daß im Monat Oktober 1652, als zween holländische Officiere zu Lolumbo an-kamen, um dem Gouverneur bekant zu machen, daß er sie nicht mehr als Freunde an-zusehen hatte, alles in grosse Verwirrung gerieth; und weil das Volk zu dem DonManuel Mascarenhas Homen, der damals diesen Posten bekleidete, kein Ver,
^auen hatte, so brachten sie ihn in Arrest; welchen Schrit sie zu ihrer Sicherheit fürnöthig hielten ')). Es führete also Don Gaspar Figueira das Commando über die
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