Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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5. Haupts 2,Abs. Von den- Kriegen öer Holländer in Ostindien: Z49

stn, so hätten sie nun zur Wietzechprstellung-derselben' eine günstige Veränderung ha-ben können. Denn es brach bald nachher ein Krieg zwischen dein Könige von Lan-d? und den Holländern aus, in welchem auf beiden Seiten viel- Blut vergossen wur-de. Da aber eine gar ansehnliche Verstärkung aus Baravm ankam,- so nahmen sieerst die Vestung weg, so die pottugiejen an des Küste von Loromandel hatten.Darauf bemächtigten sie sich der Insel Menar zwischen Leylon urid dern vesten lande'und endlich belagerten sie die Destnng Jafanaparan , welche , nachdem sie drey Mo-nate ausgehalten, sich den rgsteu Junius 1658 ergab, und die Garnison, die zuKriegsgefangenen gemachck worden,- wurde nachBaravia abgeführet c).. Auf dieWeise endigte sich die Eroberung von Leylorr, und der König von Landy , nachdemer oft seine Person in Gefahr geseHet, und in einer Zeit von zwanzig Jahren viel tau-send seiner Unterthanen aufgeopfert, erfuhr endlich,- dass er weiter nichts erföchten, alsdass er seine Herren geändert, und daß die Holländer, da sie die portugrestn über-Zünden, alle Rechts der Ueberwundenen erhalten zu- haben geglaubet, welche sie auch,ks mochte nun wcchr oder nicht wahr seyn ,- zu- behaupten sich vest vornahmen, denenbch ebenfals der König jamt stinenRachfolgern seit der Zeit unterwerfen müssen^ ob sie^ol, wie wir nachher zeigen werden, deutlich genung zu Tage' geleget, daß sie es widerHren Willen gethan, und dass sie gerne eine jegliche andere europäische Nation dazu-brauchen würden, mit diesen neuen Herren es eben so zn machen, wie sie es mit den»lten gemachet b). Da sie aber in dieser Absicht sthr unglücklich gewesen,, so haben sieÜblich aus der Noth eine Tugend gemachet, und- bey Gelegenheit Abgesandten nach-^atavin gesendet, und leben mit der Compagnie in so gutem Vernehmen, als irgend'iner von den indianischen Fürsten.- Und dennoch ist sehr zu Kveifeln, ob sie die Wi-drigkeit abgeleget, die alle Menschen, und Fürsten mehr als andere Menschen, in sich'^pffnden, wenn sie in einen? verachtete Stande der Sclaverey' und Abhängigkeit le-M müssen E),

Lx § §- ?95.

r) Baldäus llesciiption ok Ce-j-Ivn , e. 44:

Louvernmenl äes krvvinces tluiss, p. zr«.

d) Lasnage vetcri'priow Mhrigwr än-

llm dem Leser einigen Begriff von den-ken Ursachen der Unzufriedenheit dieses MoMzu machen, zugleich aber auch zu zeigen,z.b, dstse morgenlündische Fürsten lange nicht sostj ^arisch ^der so unwissend sind, als sie von ei-

>»it

gemacher werden; so ist folgender Brief

"Ngerücket worden, den Ras» Ging« an"eilen holländischen General nach Einneh-"9 der Vestilng Lolumbo geschrieben hqt 60).»Da unsere kapert Majestät sehr begierig-.fie holländische Nation in unsere Staaren»«iii 'hrm; n kam Adam iL7csterwotd mir^Is nv Geschwader von Schiffen- an die Küste>'iigteu^ eben- der BestuNg Batecolo- bemäch.-b« wir es denn für rarhsam fanden, ei-

»dea

Frieden

mir ihm zu- schließen ^ der aber, ob

„er gteich mit einem Cide bestätiget worden, nach--„her von einigen Officieren sehr nachlässig gehalten„worden:- Zum Exempel von» Capital« Bur-„ckard Roekn und Commissarius Perev Rieft,„dir, nachdem sie als Gevolmächtigre an unjern„Hof gesendet worden, vorerivehnteir Frieden mir«-einem Eide bestätigten; welchem zu Folge sie bey-„ihrer Abreise nach Gallck einen unserer vornehm-»sten Offiziers mit sich nahmen, um daö Land„Matura in seine Hände zu übergeben. Als er„aber daselbst angekommen war, so fanden sie.-Mittel, das Versprochene unkräftig zu machen,„da sie gewisse Schwierigkeiten anführten, daher„besagter Officier, ohne seine Commission ansge-„richtet zu haben, zu unserm grossen Misvergnm„gen zurück gekommen. Um diese Zeit geschaht

^0) Oetcripkion ot ids lÜznä vk Legion cliap. 4t.

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