Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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z. Hcmptst. 2. AT Von den Kriegen der Holländer in Ostindien, z 5 z

einen kurzen Bericht mittheilen. Die Insel Java stund vor Alters unter der Bot-Mäßigkeit eines einzigen Monarchen, den die Holländer zuweilen schlechthin den Kai-ser, zuweilen aber auch den König von Jüpara nennen, von welchem der Gouverneurzu Bamam abfiel und den Titel eines Königes annahm, in welcher Qualität eines sou-vermnen Fürsten er such von den Holländern geschähet wurde. Durch die künstlicheUnterhaltung dieser Trennung erhielten sie sich bey ihrer eigenen Macht. Denn wen»der Kaiser von Java etwas zum Nachtheil von Baravia unternahm, so ergrif derKoma von Banram ganz gewis die Waffen; so wie sie hingegen, weniger Königvon Lantam wider sie zu Felde zog, allezeit ihre Zuflucht Zum Katstr von Java nah-men^) Ais aber im 2 ahr > st? 9 der Kaiser mit seinen eigenen Staaten genung g»schaffen hatte, so ergrif der König von Bantam diese günstige Gelegenheit, lind brach-te eine grosse Armee auf die Beine, um die Holländer anzugreifen, in der Meinung,daß er, weil sie sich auf den Beistand des Kaisers keine Rechnung machen könten, imStande seyn werde, sich zum Herrn von Batavia zu machen; welches er auch bela-gerte. Allein, der Erfolg lehrete ihn, daß er sich geirret. Denn die Compagnie warso mächtig geworden, daß sie sich selbst hinlänglich wehren konte, welches sie auch der-gestalt leistete, daß der König von BäNtam, nachdem er den grasten Theil seiner Ar,Me» eingebüßet, die Belagerung aufhebe», und sich in grösser Eilfertigkeit nach seinenriamen Staaten zurück ziehen muste y. Dem Kaiser von Java oder Könige vonIapara gelang es noch weniger. Denn ob er wol von stimm Vater einen unver,söhnlicben Haß gegen die Compagnie geerdet hatte, so gaben sie ihm doch die Wirkun-gen ibrer Macht zu fühlen, und er muste wegen seiner Hartnäckigkeit vieles leiden, obsie ihn gleich nie völlig überwinden oder ihn durch ehrliche oder arglistige Mittel dahinbringen konten, eine Gemeinschaft mit ihnen zu -unterhalten. Diese Verwirrungenhinderten indes den Gouverneur und seinen Staatsrath nicht, sich in einen auswerci-Sm Krieg einzulassen, und einen ihrer AMrten, den König von Bengal, zu unter-stützen.' der in grosser Gefahr stund, durch seinen Bruder vom Thron geflossen zu wer-ben. Anfänglich lieferten ihm die Holländer nur Kriegsvvrrath und Artillerie, undboten ihm , fals er vertrieben Eden solte, einen sichern Aufenthalt zu Batavia an;Äs sie aber nachher merkten, daß ein ansehnlicher Theil seiner Unterthanen ihm getreu,lich anhingen, so unterstützten sie ihn auch mit Truppen, und erretteten rhn nicht nuraus der grossen Gefahr, sondern erhoben ihn auch zu seiner vorigen Wurde. Um sich>wn für diesin zu rechter Zeit erwiesenen Beistand dankbar zu erzeigen, so erlaubte er'hnc-n, nicht nur eine Faetorey, sondern auch ein wohlbevestigtes Fort zu Httghly an-lege», das mit zwölf schweren Kanonen besetzet und mit einem tiefen Graben umge-be war Dadurch richteten sie den dasigen engländischen Handel zu Grunde, undsetzten ihr eigenes Commcrcirnn in diesen Gegenden wenigstens auf eine Zeitlang in Si-cherheit 0 ^ndes konten diese merkwürdigen Glücksfalle das Andenken von ihrem^iunaeneri Anschlage auf Lhma nicht austilgen, vielweniger sie bewegen, den Je-suiten es zu vergeben, denen sie den unglücklichen Ausgang ihrer Gesandtschaft zu-a ' schrie-

i) Tavernicr VE- -k- W6-- ?. -- ?- . Wst- v,n tlolknä. ,i-

i. ii. c. z. l) Tavernier Voyu§-r äss inäes, k. 2. l. z. c. 19.

Aw.H.rb.TH. N.H.8.TH.