Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
356
JPEG-Download
 

z 5 6 XIII. Buch. Historie der ostmdjschm Hakdluttgsgeselfchaften.

nigen, denen die Besorgung der Angelegenheiten der Compagnie zu Bataviä ander*trauet war, in Ansehung dieser Colonie saumseliger, als diese Nation sonst zn seyn pste*get, dergestalt, daß sie die Vestungswsrke nicht ausbesserten, und ihre Magazine .er-schöpfen liefen, da sre mitlerweile mit einer beständigen und unverwandten Aufmerk-samkeit auf den Handel nur ihr Privatmteresse zu befördern suchten p) K). E

§. 199.

Gefährliche Zu der Zeit, da die Tacavn Meßt das chinesische Reich eroberten, wohnete m

rmtcrnch- der holländischen Stadt auf dieser Insel ein Schneider, der in ihrer Sprüche LhinchrlunAmung des Co- hies, der aber von den Holländern und Europäern Issirsn gensnnet wird. Dieser^nga wider Mann besaL einen grasten Verstand, einen unerschrockenen VAlth und Kühnheit, und

Formst einen ganz unversöhnlichen Haß gegen die Tatar» hegete, so brachte er einige

Leute, und zwey bis drey kleine Schiffe zusammen, womit er einen Kaper oder See*

rauber vorstellete, oder wie man ihn sonst nennen will. Seine Macht wuchs in kurzerZeit dergestalt an, daß er dem tatarischen Kaiser überaus furchtbar war, daher diesesals er merkte, daß der Ehrgeiß seine herrschende Leidenschaft war, demselben den An*trag thun lies, daß er ihn zürn Könige über die beiden grossen Provinzen Lanton undFokien machen wolle, weswegen er ihn nach Focheu rufen lies, mit dem Verspre-chen, ihn mit dieser neuen Würde zu belehnen ; statt dessen aber, daß er sein Word

halten sollen, lies er ihn vest machen und nach Peking bringen, wo er bald daraus mit

Gift hingerichtet wurde §). Dieser Schneider, der um ein Haar ein König gewordenwäre, hatte einen Sohn, Namens Ls.cmin oder (Lorenga, der bey Herrn Pütt-

marr

p) Neuville SM. vsn Süll. K clerl. I. c. ix q) Dappcr Nvesäe SesantLluiv a»l^

Zins, kill.

welchen sie,, nach dem Gestandniß ihrer eigenenSchriftsteller,, ehrliche,. Neue und tapfere Leute'fandenwelcher Unterschied des Charactcrs denLeser, wenn er die Bücher der--ZollänSer'liefet,,in den Stans sehen wird, zuerkennen, weichevon beiden Nationen gemeiner ftp , wenn der,selben, wie öfters geschiehet, unter dem gemei-nen Namen der Einwohner von Lonrisfg gedachtwird 67).

K) Der holländische Gouverneur zu Lorms,fa, als diese Meuterei) und Aufruhr entstund,hies Mcolau» werburgl), der, als er dieVerbindung wahrnahm, in welcher die auf derZnsel wohnenden Lhine-sex mit denjenigen vsnihren Landesleuten stunden, die die Waffen widerSie Tatarn ergriffen hatten, und wohl wüste, tastjene, ohne einem auSwertigew Beistand, auf 20bis ;ooc>2 Mann ausmachten, hielt es für seinePflicht, um sich und seine Garnison' in Sicher-heit zu sehen,, wider diejenigen mit äusserster'Strengigkeit zu vorfahren, die entweder die Waf-fen ergriffen hatten, oder fönst einen unerlaubten

ge der erstem niedergehauen, von den letzter» aberviele dem grausamstem Tode und Martern überge-ben wurden. Durch dieses Verhaktem machte eralle Sbiiiessk zu gcsthwornsn feinden der Com-pagnie ,. und stellet? die unter ihm stehende Com-pagnie einer weit gröffern Gefabr blos, als weiMer mit Gelindigkeit und Mäffigung die Sachfkrackk't härte. Eben dieser Mann, als erBaravia zurückkehrste und zum StaatsraMvon InSicw gemachrtwurdr, erklärcte alleBrlcstseines Nachfolgers, darin er seine Sorge weMder Sl-msfor ausdruckte', für zaghafte Klagt«,und versicherte, Last er mächtig genug wäre, ssnen besorgte.» Aufall abzuwehren, und eine CoMspirakion, die wider ihn angesponnen wertesmöchte, zu dämpft»: rmd durch diese Blendwerkwurde der Gcncralgsuvermur mrd der StaM '

rarh zurück gehakten, den erforderlichen Sueeur

zu senden;', ja er brachte es dahin, daß dieLmtkiche Summe Geldes vermindert wurde, szur Uitterhaktnng der Vestungewerke, Wag«^und Garnison bestimmet war 6 g>

Briefwechsel lmcerhieltcn; daher eine grosse Msn- ^1-

M -t«oonr vk cho lllmil ok Vormob-, bv 6cm-^e c-mchchu-, in rlle flrll vobam- oscl-urewkeLllvv ut. Vo^sMi 68h k^enSlUe lUltoue lle SoUiwä, l. II. IZ.