z. Hauptst. 2. Avs. Von den Kriegen Ver Holländer in Ostindien. Z57
^Nan, Gouverneur des Forts Geland, Schneider gewesen war; welcher, so bald erdie Gefangenschaft seines Vaters erfuhr, das Commando der Flotte über sich nahm.Anfänglich ersuchte er die -Holländer um Beistand, und versprach ihnen grosse Vor-theile, wenn es ihm wider die Tatam gelingen solle. Sie schlugen ihm aber Viestsüb, welches ihn dergestalt zum Zorn reiHete, daß er den Entschlus fastete, seine ganzeflacht wider die Insel Formsja anzuwenden, und das um so vielmehr, weil er miteinigen in der holländischen Stadt ein genaues Verständnis unterhielt, und wohl wüstedaß ihre Sachen auf einem sehr schlechten Fus stunden r). Zn dieser Absicht brachte ereine Flotte von sechshundert Segeln zusammen, darunter zwar die meisten schwache Fre-Tatten waren, doch fanden sich darunter fast hundert starke Kriegsschiffe, die vierzig und-st>chr Kanonen sühreten. AIs die Nachrichten von dieser grossen Rüstung dem hollän»A>en Gouverneur zu Ohren kamen, welcher damals Friedrich Loser, des CorneliusGeifer Nachfolger war; so meldete er solches nach Batavia, und begehrte schleunigenSuccurs, wie auch nach ^apan, um die alda besindlichen holländischen Schiffe an sichiu ziehen. Es war aber alles umsonst; denn ehe die begehrte Hülfe kommen kante,so lies Loxenga seine Flotte unter dem Commando seines Onkle Souja auslaufen, dieltn Monat Merz l6Li vor dem Orte erschien s) L).
Vy 3 §. 200.
r) VvygAes äs la Lampaxnie äes kncle» Oläentales, will, 10. p. 214. 2<5v s) Basnage
-zonalst äes?iovi»ce5 VmM, rom. 10. y. 670. 671.
L) Da zwischen der Anlage und Ausführungdieses Plans eine Zeit von mehr als sieben Zah.-verstrich, so hatte die holländische ostmdischeKompagnie Zeit und auch Kräfte genung, demblben zu hintertreiben; was aber nach dem nä-mlichen Lauf der Dinge ihr gröster Vortheilsffte werden können , das ward die vornchwsteAsach ihres Unglücks. Der Gouverneur des'-»rts Selanö gab ihnen von Zeit zn Zeit Näch-st von den Intriguen, die in Lhina gesxieleturde«, von der Bedingung, darunter er lag.
von der gewissen Kundschafte die er von der^-sstung des Lorsnga harre- Alle seine Nach-^iten waren zu-Batavia unangenehm, zumal^ 'bnen vorstellece, daß ihre Destungswcrkestark genug, aber sehr irregulair und oh-^ Überlegung angelegt worden, wodurch dies^"'p"gnie unnörhige und unnütze Kosten ver-»n hatte, er aber samt seiner GarnisonIch, 'gliche H'lubernisse' vor sich hätte. Zillete,.^ Besorgnisse fanden bey seinen Vorgesctz-dj- ^-Nlg Eingang, sonderlich aber bey denen,ste Dinge untrrnonimen, die sie nichtdas Gelb der Compagnie an unnützeverwendet, die weiter zu nichts dieneren,-die Besatzung gethcilet, folglich auch die"e derselben gcschwächet würde 6 Div
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ormobi nsgll^ss, p. 15.
mit sie aber ihre Pflicht nicht ganz verabsäumenmöchten, so schickten sie ein starkes' Geschwaderunter dem Commando des Commodore Johannvan Neu Laan, nach Lormosir, mit Vol-macht , nach Gurbefindeir zu handeln-, und vonda aus, wenn er es ftir zuträglich befände, weistrr zu gehen und die Stadt Macas zu erobern.Wäre dieser ein geschickter Mann gewesen, s»hätte er gewiß Lormosa retten keimen ; weiler aber wenig Verstand und viel Stolz besas, sobeförderte er derselben Verlust. Denn indem ersich rühmetc, was er bey dem Staatwath zu-Batavia vermöchte, und was er da für Kund-schaft Hütte; so erregte er eine Füerlon unter' derGarnison wider den Gouverneur; er reitzte dieSffieicr, da sie trunken waren, zu einer Prstestartion wider ihn : und ob sie wol dieselbe, da siswieder nüchtern worden waren, nicht unterschrei-ben wolten, so bedieneke er sich doch dcrftlbeu, alsob sie unterzeichnet gewesen wälv; und ob er wollwieder zurück reiftte, ohne etwas ausgerichtet zu-haben, so brachte er es doch beim Gencralgou-verncur und Staatsrath dahin, baß- sie Briefsnach Lormofa schickten , darin sie alles'verwartfen, was der Gouverneur gethan hatte, einsetz-ten ihn ftincsAimes und befahlen ihm, nach Btptavia zukommen, und alda sich einem Verhör