Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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5. Hauptst. 2. Abs. Von den Kriegen der Holländer in Ostindien. z 6 z

ihrer Macht nicht vertreiben können. Als der holländische Commodore merkte, daß dieHauptvestung dieser Insel an der Seeküste lag, so wolte er versuchen, ob sie durchSturm erobert werden könte; wobey er sich vorstellete, daß dieses deij Feind in Bestür-jung sehen und der holländischen Armee bey den Ttttarn ein Ansehen machen würde.Allein er fand gar bald, daß die Soldaten des Coxenga keine Lhmeser waren, dennsie hielten ihn so warm, daß er bald von seinem Vorhaben abstehen muste. Darauf ent-sihlos er sich, ihre Flotte anzugreifen, da mitlerweile der tatarische General ihrenTruppen am Ufer was zu schaffen machen solte; welches dieser letzte auch versprach g).Die Flotte des Loxenga bestand aus achtzig grossen Junkcn und sieben und zwanzigkleinen, die mit Soldaten und Matrosen angefüllet und mit metallenen Kanonen starkbesetzet waren. Das Treffen war hartnäckig und blutig, und Loxenga zeigcte sich beydieser Gelegenheit als einen tapfern Soldaten, erfahrnen Seemann und grossen Capital».Allein die holländischen grossen Schiffe zerschmetterten seine Junken, so daß er nach ei-nem Gefechte, das etliche Stunden gedauret hatte, sich zurück ziehen muste; welches er'N guter Ordnung und mit gefastem Muth bewerkstelligte. Der tatarische General stelletebsr dem Seetreffen seine Armee in Schlachtordnung, that aber weiter nichts, als daßer ganz gelassen zusähe. Nach der Schlacht ging ihm der holländische Commodore des-wegen mit einigen heftigen Worten zu Leibe: der tatarische General aber antwor-tete, er hätte seine Leute nicht zum Gefechte bringen können, fals aber die Holländerden Feind noch einmal angreifen würden, so hofte er, daß sie sich auch besser haltenwürden b). Der Commodore faste ihn bey seinem Worte, grif den Loxenga zumiweitenmale an, und schlug ihn aufs Haupt; aber der tatarische General blieb eben ein!o müssiger Zuschauer, als er vorher gewesen war. Indes war dieser Sieg von wichti-gerer Folge, als der erste, indem Coxenga nicht nur alle seine neue Eroberungen, sondern"uch sein Leben verlor. Die Tararn ergriffen diese Gelegenheit, und schlcifeten die Ve-stung, die sie so wiederfanden, wie sie selbige verlassen hatten; und die Holländer griftsin hurtig nach allem, was nur einigen Werth hatte. Hierauf bemächtigten sie sichber Jnsil Amo's, und die Wiedereroberung der Insel-Formosit wurde schon für eineAusgemachte Sache gehalten; als sie aber den Versuch machten so sahen sie, daß sieUsh geirret. Denn der alte Ssu)a, der nun seine Freiheit wieder erlanget hatte, zog^e Flotte und Armee seines Neffen zusammen, und stellete sie dergestalt, daß nicht an-b^s was auszurichten war, als durch Gewalt; und dennoch war es ungewis, ob auchbüdurch was würde ausgerichtet werden können. Der alte Chrneser, der ein sehr'chlauer und erfahrner Mann war, wolte indes nicht alles aufs Spiel setzen, wenn alles^ue Gefahr könte gerettet werden; und daher war er Willens, einen Frieden mit denzu schliessen, und den Holländern die Anrichrung einer Colonie und freienMündel zu verstatten; wodurch er beide zu befriedigen glaubte >). Allein der Sohn dess-dbenga, den die Lhineser Tching-king-may nennen, hintertrieb dieses Vorhaben,W balp er nur dahinter gekommen war. Nachdem er sich zum General erwählen lassen,er den alten Mann beim Kopf, und lies ihn abermals ins Gefängnis bringen, da-ex aus Schwermäthigkeit sich selbst entleibete. Dieser junge L cfehlshaber hatte^ Muth und die Fähigkeiten seiner Familie geerdet, und führete seine Sachen mit sol-

Z z 2 eher

ö) Dapper tveeile 6e^anttcliap naar Lina toi. 97. h) Basnage Annales äes krovinces

rinies wm. I. paz. 70z. l) vtcuvillc HÜL. van llvNana 2.äset. 1. IZ. 4.