Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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z 64 XM. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

cher Lebhaftigkeit und Klugheit, daß der Admiral bald wieder nach Bataviä reisenmuste, ohne die ihm aufgetragene Commission ausgerichtet zu haben, weswegen er auchnicht sonderlich wllkommen war k). Nicht lange nach diesem Siege stard Tchmg-king-may und hmterlieS die Insel Formofä seinem Sohn Tchmg^ke-fan, der beyseines Vaters Absterben noch ein Kind war. Die öffentlichen Angelegenheiten wurdenvon feinen Vormündern noch so ziemlich verwaltet, bis er Majoren ward, da sich dennan ihm eine gelinde und zur Melancholie geneigte Gemüthsart finden lies; und als ererfuhr, daß die Tatam den König von Fo-kten, seinen vornehmsten Alliieren, nichtnur überwunden, sondern auch hingerichtet, so entschlos er sich, um der Gefahr einesähnlichen Schicksals zu entgehen, seine Staaten gutwillig zu übergeben; wkwol erwider seinen Willen auch feine Person dem Willen der Ueberwinder überlassen muste,und kam daher im Sommer des r68zstcn Jahres als ein abgedankter Prinz nach Pe-king, wo er eine kleine Pension erhielt, übrigens aber ganz leutselig,und höflich gehal-ten wurde. Und so wurde die Insel Formoja, oder dock, wenigstens der Theil , derden Holländern gehöret hatte, wieder mit dem chinesischen Reiche vereiniget, uno ist esauch seit der Zeit geblieben, indem auf derselben jederzeit ein Corps regulairer Truppsvon zwölftausend Mann gehalten wird; allein sowol die Officier als Soldaten werde»alle drey Jahr, wo nicht noch .öfter, umgewechselt, um alle Möglichkeit eines Ausiruhrs zu verhüten H N).

§. roZ-

k) Basnaye ^nnslsr äs; kwvmces rinies tom> l. p. 724. l) Du Halde Vslcriprivn äs l'Dv"

pire äu Ltüns Win. 1. p.172. 48s.

N) Dieses war der letzte fouveraine Staat, der Aormosa gelegen seyn, als vorhin 72). Da witm den Händen der Chinesen war, und durch nicht wieder Gelegenheit haben werden, hieve"Eroberung dieser Insel machten die Tararn ihre zu handeln; so wollen wir aus einem neuer"Eroberung des Reichs volkommen. Der Leser Schriftsteller folgende Stelle hicher sehen 7^'wird leicht merken, daß die Besorgung, eS möch- »»Die gebornen Insulaner sind von den Leuten i"ten die -Holländer ihren Anspruch an ihre alte «dem benachbarten Ländern in China und Av-Niederlage erneuern, eine von den Ursachen ist, „conia sowol der Gesichtsbildung als Statur »achwarum so grosse Sorgfalt bewiesen wird, den .»gar sehr unterschieden. Sie sind klein vonabendländischen Theil dieser Insel sicher zu be- »so», haben einen grossen Kopf und Stirn, ^wahren, denn der msrgenländische Theil ist noch "le Augen mit sehr hohen Kinnbacken, ein groß*,immer in den Händen der gebornen Insulaner, „Maul und ein flaches Kinn, an welchem we"'sdie in keiner Gefahr stehen, von den Tatarn „oder gar kein Bart ist; lange Zähne und ei"?überwältiget zu werden. Indes wird nicht un- „dünnen langen Hals: ihr Körper ist kurz "",dienlich seyn, zu benierken, daß die -Holländer „viereckigt; Arme und Beine sind lang, d"""keine sonderliche Ursache mehr haben, auf die Er- „und übel gebildet; ihre Füsse lang und breit b>vberung desjenigen zu denken, was sie sonst be- „an die Zähen, und überhaupt sind sie in defesten, indem die vornehmste Einfahrt in den Ha- »Knien sehr schwach.,, Man wlte daraus urlw'fen, den wir vorhin beschrieben haben, dergestalt len, daß sie von den Tatarn abstammen,mit Sand verschlemmet ist, daß Lastschiffe nicht che die äussersten nördlichen Gegenden von Afteeinlaufen können; und da den -Holländern am bewohnen, und daß sie von Lorea hiehermeisten an einem guten Hafen für ihre Schiffe wen. Denn es mus dieses von den urspr""S 'gelegen war, die entweder nach Japan oder von chen Einwohnern dieser Insel, die noch ^daher wieder zurück gingen, so kan ihnen, da sich «»bezwungen sind, verstanden werden, "Hsstdie Sache nicht mehr so verhält, so viel nicht an von den Lhinesern, die sich erst seit der Ant! ^

72) Du Halde O-scripnun <!s ILmpire äs la Ouns vol. r. p. igo. 7;) HaMiltSNS

vk rks Lut Inüis; vol. 2. x. 29;. 296.