z.Hauptst. 2. Abs. Von den Kriegen der Holländer in Ostindien. Z65
§. 205.
Der erste Krieg zwischen den Seemächten nach der Wiederherstellung, betraf Krieg der Ho6die holländischen Angelegenheiten in Gstmdrett nicht sonderlich, daher wir auch hierA^5"^nnichts Davon melden, sondern wenden uns zu ihrem Kriege wider den König der Ma- Macaffarn.castärn, der einer der hitzigsten, zugleich aber auch einer der wichtigsten gewesen, dareinsie seit ihrer ersten Niederlassung verwickelt gewesen. Dieses Königreich, welches dendessen Theil der Insel (Lelebes unter sich begreifet, wurde damals von einem tapfernUnd zahlreichen Volke bewohnet, deren Monarchen, wie sie sich nie den Portugiesenunterworfen, einen ganz natürlichen Abscheu an dem Joch der Holländer hatten, mitwelchen sie nie in gutem Vernehmen gestanden, wegen der beibehaltenen GemeinschaftMit den moluckischen Inseln, und wegen deS Schutzes, den sie den Portugiesen ge-wahrsten, die zu ihnen ihre Zuflucht genommen. Indes wurde in ihrem Manifestedieser Ursachen mit keinem Worte gedacht, vielmehr beklagten sie sich in diesem über diePlünderungen, die der König der Macasptn verübet, wie ihre Schriftsteller mel-den; denn seine Unterthanen hatten einige Holländer ermordet, die in seinen Staa-ten ans Land gestiegen, und hatten verschiedene Schiffe geplündert, die an ihren Küstengestrandet. Ehe aber noch die Feindseligkeiten ausbrachen, wurde ein Trattat errich-tet, kraft dessen der König versprach, den zugefügten Schaden völlig zu ersetzen, und Un-terwerfung einzugehen, wie sie es wegen der vorgefallenen Unordnungen fordern wür-den. Die Compagnie aber, die auf die Zusage des Königs einiges Mistrauen setzte,fand für gut, ihren Admiral, Lomelms Gpeelman, der auf der Küste von Loro-Mandel Gouverneur gewesen, mit einem Geschwader von dreizehen Kriegsschiffen undtiner gewissen Anzahl Transportschiffen abzusenden, die achthundert Soldaten am Bordhatten, mit Befehl, dahin zu sehen, daß dem neulich geschlossenen Tractat in allenStücken nachgelebet würde; der auch mit seiner Seemacht den igten December ,666^or tNacastär ankam >"). Den folgenden Morgen kamen zween Deputiere vom Ko-tige, und brachten tausend und sechsund fünfzig Klumpen Gold, welches zur Satis-faction für die ermordeten Holländer war versprochen worden, nicht weniger tausend^hundert und dreißig Reichsthaler für die ausgeplünderten Schiffe; dabey aber zeige-sie im Namen des Königs an, daß die erforderte Unterwerfung mit seiner WürdeWcht bestehen könne, und daß er sich dazu auch nicht verstehen würde. Wie nun dieseskven der Punct war, darauf die Compagnie wartete, sie auch benachrichtiget waren,
^ der König vcr Macastarn eine grosse Flotte ausgesendet, um die Insel BomottZugreifen: so kündigte der Admiral Speelmatt gleich den Krieg an; und nachdem er^eiwal hinter einander ans Land gestiegen war, so schlepte er ganz unglaubliche Beute^ sich fort, legete fünfzig Dörfer völlig in die Asche, und verbrante zugleich auf hun-
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m) Neuville Ulk. VLN Hollsns 2. äeel. I. IS. LLP. 19.
«^ ^lländek hier niedergelassen haben. Man- Handel zu bekommen; so ist es gar nicht unwahr-st e es nicht an Hafen, so würde ohne Zwei- fcheinlich, wenigstens nicht unmöglich, daß sie^,/iese angenehme und fruchtbare Insel die damit umgehen, eine neue Colonie zu Formosgrektz^E>arnkeic der Europäer noch eben so wol anzulegen, und bis vielleicht mit Erlaubnis dervor hundert Zähren. Wenn man Lhr'neser, Und unter gewissen Einschrankunaen,
^ ^denket, wie begierig die nordischen die denjenigen gleich sind, die den Portugiesen^'n sind, einen Ankdeil an dem chinesischen zu Macao- vorgeschrieben worden 74).
? 4 ) Du Halde Oekription cle l'Lwpire cle I» Lliin« vol. l. p. ,7g. 17?,