Z7r XM. Buch. Historie der ostindifchen H-ndlungsgeselschaftm.
auszuüben verstatten würde a). Zugleich überführet uns dieses von der Weisheit der hoblandischen Compagnie, die das Geld nicht sparete, wennUuterhandlungcn auf dem Tapetwaren, sondern durch eine geschickte Anwendung und kluge Auszahlung desselben zuwegeKrachten, daß vortheilhafte Clnuseln für sie eingerücket wurden, deren sich ihre Advocatenaufs vortheilhafteste zu bedienen wüsten, wenn bey dem Ausdruck) neuer Unruhen die abren Klagen wider sie erreget wurden, die durch einen massigen Flcis oder glücklichen Zufall inwohlgegründete Ansprüche hatten verwandelt.werden können, wenn sie diese kluge MaEregeln nicht gebrauchet b). Die grosse Klugheit und bewundernswürdige Gcfchicklichkeit derjenigen, in deren Handen die Angelegenheiten der Compagnie waren, zeigete sichKey ihren einheimischen Unterhandlungen mit den Generalstaatcu nicht weniger, alsin ihrem Verhalten in Indien. Denn wenn derjenige, dem das Commando über di-eZurückgehende Flotte war aufgetragen worden, nach Gewohnheit seine Aufwartungbey den Staaten machte; so wurde derselbe vorher abgerichtet, von dem Zustande ihrerSachen eine solche Vorstellung zu machen, die dazu dienete, zu zeigen, wie vertheilestDieses Eommercium dem gemeinen Wesen sey, mit was für Hindernissen die Compcugnie zu kämpfen hatte, und was für ein patriotischer Sinn bey der ganzen Verwaltungihrer Besitzungen und Commercii zu finden sey. Wir ersehen die Wahrheit dessen ausnein Memorial, das ihro Hochmögenden im Namen der Directoren der ostindifchenCompagnie im Jahr 1664 bey Gelegenheit des Todes des Commodore Steur, der Eter Weges gestorben, übergeben Morden. Sie stelleten in dieser kurzen Schrift den Ve^inst und die Ungewisheit ihres Gewerbes vor; die Kosten, die sie auf den bürgerlicheskirchlichen und Militairstaat wenden mästen, welche sie auf zwo Millionen Guldenjährlich anrechneten; die öfter« Unglücksfälle, die sie aus verschiedenen Ursachenleiteten, theils von der schlimmen Witterung, dadurch sie so vieles zu Amboyna ein»Sebüffet, so daß sie auch in demselben Jahr nicht ein Pfund Gewürznelken nach HEse schieben können; theils von der Memeidigkeit der indianischen Nationen, List undVerschlagenheit anderer Leute. Daher sie überhaupt versicherten, daß, ob sie gleichgegen eilf Millionen nach Hanse schickten, gegen drey Millionen, die aus Hollandweggegangen, sie dennoch Mühe und Noth genung gehabt, diese Ladung zu Stande 51bringen, und daß daher die Compagnie ihren Handel mehr zum Vortheil der Republikals zum Nutzen der Privatpersonen triebe; fs sehr überwöge der Vortheil der NacEden Nutzen der Eigenthümer c). Alles dieses war mit guten; Bedacht darauf eing^Lichtet, um den Weg zur Erneuerung des Privilegu zu bahnen, welches auch im st^genden Jahr zu Stande kam, ob es wol nicht ohne Zahlung einer runden GeldsuuEin den Schatz der Staaten , geschahe; wie bereits gemeldet worden 0-).
§. 2l0>
«) ILchnrS K'story cck Li'.xl-mU p. 8tzk. b) Man lese die Friebeiistractatcn, Sie binnen kissck
Zeit zwischen den Staaten- »nd andern Machte» geschloffen worden. Man
diese soirderbare und aufferordenkliche Schrift in Theveuots Sanilung.
E) Diese Berichte, die jederzeit abgesassetwerden, und noch so abgesasset werden, könnetr mitallem Rechte' als die zuverlässigsten und zugleich<wch merkwürdigsten Stücke angesehen werden,die wir nur in Ansehung der Historie der hviiän-Zischen ostinvischM Compagnie haben , indem sie
einen kurzen und deutlichen Abris, nicht nur vdem algemeinen Zustande der Compagnie, ider» auch von eiusr jeglahen Colonie in sicb >1'.sen, van der Zeit an, da der vorige Bericht a 'ge fasset und übergeben worden. Es ist aber zbedauern, daß man nur sehr wenige vrn di^