Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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375
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5« Hauptst. 2. Abs. Von den Kriegen der Holländer in Ostindien. Z75

scheinen, wo er von dem, was den vorhergehenden Tag geschehen, von den eingelau-fenen und ausgeladenen Schiffen, wie auch von dem Prosit, den die Compagnie davongehabt, Bericht abstatten mus h). Nahe bey demselben wurde ein Haus für den Ge,Neralchirurgus, seine Gesellen und Bediente gebauet, und alle Bequemlichkeit zur Zu-bereitung allerhand Arzeneien veranstaltet. Diese Gebäude wurden im Jahr 1670vollendet. Um eben dieselbe Zeit kamen auch der Stapel und Höfe auf de?Insel On-doost zu Stande, wo alles, was zur Erbauung, Ausrüstung und Erhaltung derEornpagnieschiffe gehöret, in solchen! Ueberstus vorhanden ist, und in solcher HurtigkeitUnter der Direction eines Officianten, der der Rüstmeister heiffet, vollendet wird, daßdie Compagnie ihre Schiffe ohne allen Zeitverlust und auf die volkommenste Art bauenUnd ausbessern kan <). Unter dieser Administration kam auch die Gallerie der Künstlerä" Stande, die eine der vortreflichsten und zugleich Vortheilhaftesten Stiftungen ist,die nur der menschliche Verstand ersinnen und der Fleis ausführen können. Hier woh-Uen die Mahler, die Kupferstecher, die Bildhauer, die Waffenschmiede, die Töpfer,

Drechsler rc. der Compagnie. Sie haben ihre besondern Wohnungen und Werkstatt?,wo sie die erhaltenen Befehle mit gröster Genauigkeit unter der Aufsicht eines Stadt,daumeisters volbringen, der daselbst ein schönes und grosses Haus hat, und eine seinerGeschicklichkeit und Diensten gemäße Besoldung genießet k).

§. 212.

In dem zweiten holländischen Kriege, unter der Regierung Carl des zweiten, Anschläge derwaren die Holländer so glücklich, daß sie die Insel St. Helena eroberten, welche Franzosen aufEroberung aber ihnen nicht viel nutz war, wegen ihrer Nachbarschaft mit dem Vor- Ceylon,gebirge der guten Hofnung; dahingegen brachte sie den Engländern unendlichenschaden, die sich daher alle ersinnliche Mühe gaben, dieselbe wieder zu bekommen, Wor-tes ihnen auch glückte; wie wir an einem andern Orte gezeiget haben l). Jedoch ihreStreitigkeiten, die sie mit unserer Nation unter wahrendem Kriege hatten, waren wieUchts zu rechnen gegen die Handel, die ihnen die Franzosen machten, als welche das^tz ihres ganzen Reiches in Indien angriffen. Dieses hatten sie dem Herrn Larronö" danken, dessen wir Erwehnnng thun werden, wenn wir zur Beschreibung der Han,

^lschaft der Holländer nach Japan kommen. Er war viele Jahre im Dienste derruandischen ostindischen Compagnie gewesen; er war ein Mann von einem grossen undUnternehmenden Geiste, und in seiner Rache eben so schnell als unerbittlich. Zu Ba-hatte man ihn entweder verachtet oder in Verdacht gezogen , welches ihn berge,aalt verdros, daß er bey seiner Rückkunft nach Europa den Entschlus fastete, ambanzös,schon Hofe Dienste zu suchen, wo er auch sehr wohl aufgenommen wurde, we-seiner vortresiichen Einsicht in das indianische Commercium, welches, wie wir imW'genden Hauptstück vernehmen werden, der liebste Gegenstand eines der grasten undMicktesten Minister war, den diese Nation jemals gehabtIndem nun die Vor-läge Larron in Absicht auf Japan in Ueberlegung gezogen wurden, so brachKrieg aus, der den Sachen eine andere Lage gab, und sowol ihir, als einen an,der mit ihm in gleichen Umstanden war, in den Stand setzte, einen Plan zu ent-

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