Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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§7

6 XlH.Bttch. Historie -er ostindischen Handlungsgeselschaften.

werfen, «ach welchem die Holländer in Indien angegriffen werden könten; welcher,wie ex an sich selbst sehr wahrscheinlich , also auch nach dem Geschmack eines Mini-sters eingerichtet war, der damals damit umging, die Republik zu demüthigen, ja,wir werden nicht zu viel sagen, auszurotten; wozu nichts kräftiger war, als wenn siem Europa und Indien zugleich angegriffen würde. Wir werden in der Fortsetzungdieses Werks ausführlicher von dieser Unternehmung Handeln; daher begnügen wir un§gegenwärtig damit, daß wir zeigen, wie dieser gefährliche Anschlag durch die Machtder ostindischen Compagnie unter der Anführung eines sehr geschickten und tapfern Be-fehlshabers gänzlich vereitelt worden, ohnerachtet die grosse Erwartung, die man sichvon dieser Unternehmung gemächet hatte, anfänglich ein günstiges Glück hatte -y. DerPlan, den Larron und Marti», der ebenfals bey der holländisch ostindischen Com-pagnie Dienste gehabt, und ihre Angelegenheiten eben so gut verstund, dem französi-schen Hose vorlegten , lief darauf hinaus, daß eine Landrmg au, der Insel Ceylon ge-schehen und die Vestung ponte de Gallo erobert werden mäste, die sie zu einer Nie-derlage sehr bequem hielten, und die gegen die ganze Macht der ostindischen Compagnieerhalten werden könte, bis neuer SuccurS aus Frankreich angekommen, und die, liebstden dazukommenden Eroberungen, der Krone Frankreich durch einen solchen Friedetis-Lractat überlassen werden mäste, wie denselben ein siegreicher Monarch der Republik, wennsie sich auch noch im Kriege erhielte, vorzuschreiben für gut finden würde»). IndemMan nun mit diesem schädlichen Anschlage umging, so kam die holländisch estindischeFlotte., nachdem der Krieg bereits im Jahr 1672 ausgebrochen war, mit einer Ladungvon mehr als sechzehn Millionen Gulden in Holland sicher an; welcher Umstand zwarfür die Compagnie und Republik sehr günstig war t-, aber auch den Neid ihrer Nachllarn rege machte, und das französische Ministerium reitzte, nichts zu verabsäumen,durch ein Commercium gestöhret werden konte, das für eine Republik so Vortheilhastwar, die einem Fürsten ein Dorn im Auge war, der zu viel EhrgeiH besas, das Glückeiner freien Regierung gleichgültig anzusehen, diesowol durch ihr besonderes Interesse,als auch durch ihre Neigung entschlossen war, seinen schleunigen Eroberungen Grenztzu setzen. Die Flotte, die dazu gebraucht werden solle, bestund aus sechzehn Segeln -sie war wohl bemannet, und mit allen zur Ausführung ihres Vorhabens nöthigenkein reichlich versehen. Der Herr de !a Haye, der das oberste Commando führetstatte eine sehr eintragllch« bürgerliche Bedienung niedergeleget, um seiner natürlichenNeigung zum Militairstande ein Genügen zu leisten, dazu er auch seine Tüchtigkell durcheine Reihe von Handlungen zu Tage geleget, die als lauter Zeugnisse von seiner Klnsshell und Tapferkeit angesehen werden können; obwol einige vorgegeben, daß diese grössergewesen als seine Fähigkeit, und daß es ihm sonderlich zu der Eroberung, die er nw-chen sollen, nach allen Absichten an Geschrcklichkeit gefthlet ch. Dieses Geschmackkam zu guter Jahreszeit an den Küsten von Ceylon an, wo sie, ihrer Instructionmäs, die Vestung psnre de Gallo, wiewol ganz vergeblich, angriffen; obwol die Mrichte davon verschieden sind. Die französischen Schriftsteller wischen mir algemciM"

Ausdrücken darüber weg; die holländischen aber sagen, daß die Vestung in gutem StE'

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