5. Hauptst. 2.Abs. Von den Kriegen der Holländer in Ostindien, z7?
gewesen, und daß der Gouverneur sich vortreflich vertheidiget, so, daß die Franzosen,da sie an einem glücklichen Erfolg gezweifelt, es für rathsam gehalten, sich zurück zu zie-hen r). Einer unserer Landsleute aber, der in der geheimen Historie von Indien sehrWohl unterrichtet war, hat uns vielleicht die wahre Ursirche entdeckt, warum es dismalnicht gelingen wollen. Er saht, Herr Martin hatte sich damit geschmeichelt, daß erdas Gouvernement über den Ort erhalten würde; da er aber unter Weges erfahren, daßEin anderer dazu ernennet worden, so hatte er die Sachen so eingerichtet, daß die Ero-berung, fa selbst die Belagerung unmöglich wäre gemachet worden s). Der Herr dem Haye wendete sich darauf zur Bay Trrnquemala, wo eS ihm besser glückte, in-dem er die Vestung Trrnquemala nach einer kurzen Canonade eroberte, in welche ereine hinlängliche Garnison legete, und zu ihrer Vertheidigung hundert und zwo Kanö-Uen ans Land bringen lies. Es daurete aber die Freude über diese Eroberung nicht lange;denn als der holländische Commodore Rycklsf van G-ens mit einer Flotte von gleicherStärke an der Küste ankam, so waren die Franz-jett froh, daß sie einen Rückweg findentonten; wiewol auch dieses nicht ohne Verlust geschahe t). Als sie überaus der entgegenAgenden Küste von Lorsmandel ankamen, so machte der Herr de la -Aaye einenEntwurf, die Stadt St. Thomas zu überraschen, welcher Ort von den Portugie-sen, da sie noch in ihren glücklichen Umständen gewesen, sehr wohl war bevestiget, da-raus sie aber auch vhngefehr vor zwölf Jahren von den Hslländern waren vertriebenworden. Der Orc war sehr gros, in erträglich gutem Zustande und mit MagazinenWohl versehen. Dem ungeachtet nahm der französische Admiral seine Maasregeln soWohl, daß er mit einem Verlust nur von fünfMann seinen Zweck erreichte. Er legte eineGarnison von sechshundert Mann hinein, die er mit allen Nothwendigkeiten versorgete;und da er wohl sahe, daß er weiter nichts ausrichten konte, so entschlos er sich, nach Eu-b-pa zurück zu kehren »). Mitlerweile hatte der Commodore G-ens Trinquemalawieder erobert und die Besatzung zu Kriegsgefangenen gemachet; worauf er an die Kü-lle von Lsrsmandel segelte und den Franz-jen den Nachdruck ihrer eigenen Kanoneniu empfinden gab; so daß der Herr de la Ha^e, der als ein Ueberwinder in diese Ge-ändert kam, dieselben nur erlaubnisweise verlies; und da auf seiner Rückreise einesbvtt seinen Schiffen vor dem Hafen zu Lissabon scheiterte, so wurde der berühmte Car-durch die Bosheit seines Piloten mit zween Capitainen und einigen andern Offici-wtt ersäufet; so daß dieses Geschwader, von welchem man sich so grosse Vorstellungen ge-wachst, denselben ein gar mittelmäßiges Genügen leistete n>) S).
§- 21z.
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roll dtev Account oc rke Lalt Iliäies vol. l. s>. Z4Z. kZ Vasnage ^anales lies
vinc-s Vnies csm. 2. p. 458. ll) Larre Voyilge- üss lnäsz Onenrgl-z kom. 2. p. 217.
w) Uiltoire ües Inücs Orisnksles tcim. z. p. 147.
. Qb >vol die holländische Compagnie durchTarron und einige andere Deserteurs vieleslen, so haben sie doch überhaupt dadurch mehrals verloren, wenn sie Ausländer inlovk genommen. Sie sind aber hierin,
derlich in den neuesten Zeiten, sehr vorsichtig ge-, daß sie sehr selten Ausländer oder auch
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die Kinder holländischer Eltern, die in Indiengeboren worden, den gebornen Holländern beyBesetzung wichtiger Posten vorziehen. Es ist auchihre Zärtlichkeit, die sie darin beweisen, nicht nurin der Vernunft gegründet, sondern auch durchdie Erfahrung bestätiget, so, daß sie sich so ball»nicht verlieren wird. Dieser Politik aber ungc-Bbb achtet,