Gebrauch, si>die Holländerhieovn genauchet.
z 7 8 XIII. Buch. Historie der ostindischen Händlungsgeselschaften.
§. 2IZ.
Als die Holländer nun Zeit bekamen, das, was sich zugetragen hatte, zuüberlegen, und nachzudenken, was für eine gefährliche Sache es für ihr ganzes Hand-lungssystem in Indien werden können, wenn die Franzosen zu Trinquemala eineNiederlage erhalten: so bekamen sie erst einen richtigen Begrif von dem Dienst, den ihnender Commodore van Goens geleistet, dem hernach die Compagnie die gröste Belohnungzuerkante, die nur in ihrem Vermögen war t). Indes machtesie der Besitz von St. Ti)^Mas unruhig, ob gleich dieser Ort sehr weit von ihnen entfernet war und ihnen wenigSchaden that. Sie wüsten, daß die Franzosen ekel gemachst werden konten, wenn ihnenihre Entwürfe verunglückten, und daß sie sonderlich zu dieser Zeit mehr als Ein Eisen irnFeuer liegen hatten ; sie sahen aber auch wohl vorher, daß, wenn dieser Ort langer in ihrenHanden bliebe, das Ministerium die Wichtigkeit desselben erkennen, und zur Erhaltungdesselben solche Anstalten machen würde, daß es schwer, wo nicht gar unmöglich wäre,denselben ihren Händen wieder zu entreißen >)). Sie fanden es daher im Jahr 167 4für xathsam, die Eifersucht des Königs von Golkonda gegen diese neuey Ankömlingerege zu machen. Und nachdem sie ihn bewogest, den Ort zu Lande zu belagern, so lies-sen sie eine ansehnliche Flotte auskaufen, die ihm zur Eroberung desselben zu WasserBeistand leisten solte; wobey sie jedoch nicht glücklich waren. Denn der französischeGouverneur, der eine gute Besatzung Hatte, und, wie wir vorhin erwehnet, mit allenNothwendigkeiten versorget war, vertheidigte sich besser und muthiger, als sie sichs vor-gestellet; so daß die holländische Flotte einen benachbarten Hafen suchen muste, wo sieein ansehnliches Corps Truppen aus Land setzten, welches sich mit der Armee des Königsvereinigte, weiche die Belagerung fortsetzte, bis endlich die Garnison sowol durch Hun-ger als Gewalt sich genöthigt sahe, sich zu ergeben; welches jedoch auf honette Bedingungengeschahe. Auf die Weise war nun den Holländern , wie sie glaubten, der französischeDorn aus dem Fus gezogen, und sie hoffcten wenig mehr von ihnen in Indien zu hö-ren »). Hierin aber irreten sie sich nicht wenig, wie es oft den besten Staatsmänner»zu ergehen pfleget. Denn aus dem elenden Uebcrrest der Garnison wurde durch dieKlugheit und Scharfsinnigkeit ihres commandirenden Officiers eine neue Colonie z»pondickery angeleget. Auf dieselbe richteten zwar die Holländer ihre Augen undbrachten sie auch einmal unter ihre Botmäffigkeit, aber sie blieb ihnen doch nachtheilig; sddaß die Franzosen alles, was sie bis auf den heutigen Tag vom Commercio in I^dien besitzen, (welches doch nicht viel zu bedeuten hat,) einer so langweiligen und gl^stentheils unglücklichen Expedition zu danken haben H.
§. rl4>
x) Siehe das Verzeichnis der Generatgoiwermure von Indien. Basnage ännsle- -ss-
IIiues wm.2 554 » . ö) Icrin§on Trat äe 1 a kepudliliue äcs Lrovi^
VilieL rom. i. p. zis. a) Mtoire des Inder OriemsIeL rom. 2. p. 102.
achtet, werden die Protestanten aller Nationen ihr Glück zu machen; und sie sind, wenn sieaufgenommen und gefördert; und wenn sie heira- nicht durch ihre eigene Schuld zuziehen, wenigethen und sich entweder auf dem Lapo, oder zu ein Gegenstand des Neides, als sie es unter eineBatavrg, oder auf einigen andern ihrer Colonien, jeglichen andern Nation seyn würden 78)-Niederlassen, so finden sie bald Mittel und Wege,
78) Abbe de Lhsisy Journal äu VvysZe äes gnwäsz Inäes y. zs«