Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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z.Hauptst. 2.Abs. Von den Kriegen der Holländer in Ostindien, z sr

§. -i§.

Dieser Herr ist in Ansehung seiner Religion ein Mohammedaner, und Kurze be-wirb, nach Gewohnheit der meisten morgenländischen Monarchen, beständig von Weibern lchsssbung derbedienet, von welchen er so viele zu Weibern und Beischläferinnen nimt, als er belie-öet. Einige seiner Priester sind verpflichtet, alle Jahre eine Walfahrt nach Mecca Zavg.ju thun, und daselbst für die Gesundheit und Wohlergehen des Königs und der könig-lichen Familie Gelübden zu thun. Seine Unterthanen find überaus getreu, und bisäurn höchsten Grad ihm zum Dienst ergeben. Die vornehmsten Personen seines HofesGriffe« bey jeglicher Audienz sich ihm auf den Knien kriechend nähern; nur zur KriegeS-Keit wird diese sklavische Mode eingestellet. Diejenigen, die den geringsten Fehler begehen,werden gleich auf der Stelle mit einem kleinen Dolch, der And heißet, niedergestos-stn; und da dieses die einzige gebräuchliche Strafe ist, so sind sowol die geringsten alsZröbesten Vergehungen unter diesen Leuten Halsvcrbrechen. Die im Lande Gebornensind meistens von brauner Gesichtsfarbe, erträglich gut gebildet, und haben langeschwarze Haare, die sie doch öfters abschneiden. Ihre Nasen sind kurz und breit, undEhre Zähne heslich, welches von ihrem Betel und Fäustel herrühren soll, so sie bestän-dig kauen ch. Fäustel ist eine Art Nüsse, etwas kleiner als Muscatennüsse, ohne Ge-schmack , und gibt, wenn es gekauet wird, einen rothen Saft. Dieses SafteS bedie-nen sich die ^ndraner, wenn sie ihre Ziße mahlen, die wir in Europa so sehr bewun-dern. Der Baum, davon diese Nus gcsamlet wird, ist sehr gerade, und seine Blät-ter sind dem Laub der Cocusnüsse gleich. Betel ist eine Pflanze, die ein langes undstarkes Blat treibet; es hat etwas ähnliches mit einer Citrone, und der Geschmack ist.^genehm bitterlich. Die Frucht wächset in der Gestalt eines Eidexenschwanzes ohn-Hefehr zwey Finger breit, sehr lang, von gewürzhaftem Geruch, und ihr Geschmack istheraus angenehm. Die Indianer tragen die Blätter von Betel bey allen Visitender, sich; sie werden mit einem gewissen Cerimoniel herumgegeben, und sie kauen fast^ständig daran. Da der Geschmack derselben bitter ist, so verbessern sie denselben mit^aca Taufel, oder mit dem Staube calcinirter Austerschalen. Wenn sie so zuberei-tet worden, haben sie einen angenehmen Geschmack. Wenn sie allen Saft herausge-wuet, st spucken sie die trockene Masse aus. Einige vermischen ihre Betelblätter mit-awbra und Cardamumensaamen, andere aber mit chinesischem Toback. Viele Euro-päer haben sich das Kauen dergestalt angewöhnet, daß sie nicht davon lassen können,

^erachtet es manchen von ihnen oft sehr unglücklich dabey ergangen; indem die I»-parier so geschickt sind Betel zuzubereiten, daß es die Wirkung eines Dolchs oder einerMstole nach sich zieht. Diese und andere böse Gewohnheiten aber sind nur almählig ein-Mhret worden, und waren sonst gar nicht gebräuchlich unter denen, die durch ihre^isheic und Tapferkeit über die im Lande Gebornen triumphireten s).

§. 216.

. Der Kaiser von Java, ob er gleich ein mässiges Leben führet, mekstentheils Fortsetzung,vti Meibern umgeben ist, und sich täglich durch ihre pantomimische Lustspiele unter-sten lasset, darin sie, nach dem Zeugnis der Holländer, es den alten und neuen^Ntomimen zuvorthun, und ihre Leidenschaften durch ihre Geberden und Stellung

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f) Nicolarrs dc Graaf