Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
383
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5.Hauptst. 2.Ms. Von den Kriegen der Holländer iiMstmdien. Z8r

§.217.

Es wahrste nicht lange, so zeigete sich eine Gelegenheit, auch den andern Zustand derTheil ihres Plans auszuführen, und den König von Bancam eben sowol, wo nicht ss"ten des kö-noch mehr als den Kaiser von Java, unter ihre Botmässgkeit zu bringen. Die Stadt "'stsvonDan-Aantam war ein sehr wichtiger Handelsplatz, ehe die Europäer einen Weg nach "

Andren fanden. Denn die Araber, die Türken, die Mohren und Thmeser, undlchier alle morgenländische Völker besuchten diesin Hafen, und selbst zu der Zeit, daPortugiesen sehr mächtig worden waren, begnügten sie sich mit dem Handel, oh,lle dabey Factoreien anzulegen. Die Engländer waren die ersten, die eine Factoreydaselbst hatten, und nach ihnen haben die Holländer und die Dänen einen grossenHandel alhier getrieben. Das Gebiet des Königs von Bantam war nicht sehr gros;aber die glückliche Lage desselben machte es sehr wichtig, indem die Hauptstadt desselbenan der Meerenge Sunda lieget und selbige commandiert, und die gegenüber liegendeLüsten der Insel Sumatra dem Könige von Bamam gehören. Dieses sowol, alsauch die Nahe bey Batavia, davon sie kaum sechzehen Meilen ablieget, wird dem Lesersichtlich eine richtige Vorstellung gehen, wie wichtig dieser Platz für die Holländer ge-wesen, die nicht sowol auf die natürliche Macht dieses Königs eifersüchtig waren, wenn^ sie sonst nur zu gebrauchen gewust hatte, als vielmehr die Menge Schiffe mit neidi-schen Augen ansahen, die aus allen Landern in diesem Hafen Handclschaft trieben, wosie, wie sie aus der täglichen Erfahrung lernen konten, von seinen Unterthanen weni-ger als alle andere geliebet wurden '). Es war daher gar nicht zu bewundern, daßse auf alles, was nur in diesem Lande vorging, überaus aufmerksam , oder auch sehrbegierig waren, eine Gelegenheit zu ergreifen, die ihnen eine günstige Veränderungbesprach, oder ihnen eine Altleitung zu einer Veränderung der Dinge gab, die ihremInteresse gemäs war, und ihn so in ihre Hände brachte, wie sie es nur wünschen kon-zumal da sie schon einige Stösse von dem damals regierenden Könige zu Bantam be-b°Minen hatten, der es gar sehr mit den Engländern hielt, und der wirklich eine an-ähnliche Gesandtschaft an den Hof des.Königs" Carl des zweiten gesendet hatte; welches^ ihren Augen eine sehr wichtige Ursache war, ihn als einen Herrn anzusehen, der in ih-^ Kram nicht dienete, und dessen Sachen sie daher durch Anlegung und Unterhäl-tst solcher Intriguen in einander zu verwirren suchten, denen diese morgenländischen, so wild und barbarisch sie auch zu seyn scheinen, eben so sehr, als die Höfe derstetsten Völker, unterworfen sind k) X). §. 218.

i) Nenhof, Tavcrm'er, Frier, Lhoisy.

Nies Vol. 2. p, 127.

und Staatsraths wurde schwer, weil est lehr verwickelter Art war, und eben so vielMachr dazu gchörete, es hinaus zu füh-rt'' Dahingegen war der Plan des Kaisers ganzund einfältig, nemlich sein Interesse und'hin t M unterstützen, und zu verhüten, daß.^icht von denjenigen Gesetze vorgeschriebenej^en, ^e Knechte der Knechte, und dabey vonbeut ^publik abhängig waren, die nicht den ze-so viel Unterthanen hatte, als er 8')-ttsdestLweniger hat der Generalgouverneur

k) Capitain H-rmilton wccvunr ok rbe Lstt lu-

und der Rath zu Batavir seinen Zweck errei-chet, und sich, welches ganz was außerordentli-ches ist, bis auf den heutigen Tag dabey erhalten.Man findet nichts in der alten Historie, das nureinigermassen mit dieser Begebenheit in Verglci-chung gestellet werden köute, wenn ihr ganzerUmfang und alle damit verbundenen Umstände g»rbührend erwogen werden.

R) Es ist gar nicht schwer zu begreifen, wiees zugehet, daß diese Höft in einer beständigen

Ver-

8') V'LxpLäinon äe rrois Vaiileaux vul. r. P.Z8-ZI-. Garcin klemon es.