5-Hauptst. 2-Aös. Von dMKriegen der Holländer in Ostindien, zsi
Wir können daraus einigermassen die Ursache begreifen lernen, dadurch diese kluge undKrächze Geseischafc bestimmet worden, bey dieser Gelegenheit eine vortreffliche Me-daille prägen zu lassen, ob sie wol erst vier Jahr nachher fertig geworden. 'Auf der ei-nen Seite derselben -wurde die Compagnie unter dem Bilde eines schönen Frauenzim-mers, das in der besten Blüte ihrer Jahre war, auf einem Stuhl sitzend vorgestellet,die auf dem Kopfe eins Schifskrone trug, in der rechten Hand ein entdlöstes Schwerdthielt, an dessen Spitze ein Lorbeerkranz sas, welches das Wappen von Baravia ist.Ihr rechter Fus ruhete auf einer Schildkröte , mit dem linken Arm lehnete sie sich aufeinen Tisch, und in der Hand hielt sie das halbcröfnete Privilegium mit dem Siegelder Gcneralftaaten. Zu ihren Füssen lagen verschiedene Hörner des Ueberflusses,Welche die grossen Vortheile anzeigten, die aus der klugen Führung des Commerciientstanden, darauf der daneben stehende Vogel der Pallas zielete. Auf dem obernTheil des Fusgestelles, an welches sie sich lehnete, sahe man das Wapen der Gene-dalstaacen und unten ein grosses L, wodurch angezeiget werden folte, daß die Com-pagnie nun ein Jahrhundert bestanden, welches noch deutlicher durch die Divise ange,Mget wurde: Ibll -gDIHlvöz. 8LLVL.H. kLll.60; das ist: ich setze meinenWeg in noch zukünftige Jahrhunderte fort; und neben bey stund das Jahr ^iOLLil.Auf der andern Seite zeigete sich ein Schis, oder vielmehr Gallee, in vollen Segeln jen-seit der Seulen des Hercules, welche dieselbe hinter sich zurück zu lassen schienen, undihr Lauf wurde durch sechs Ruderknechte gefördert, welche die Wapen der sechs Kam-piern vor sich hatten, daraus die ostindische Compagnie bestehet. In einer gewissenEntfernung zeigte sich die untergehende Sonne, deren Lauf das Schis folget, um ihri>n Aufgange wieder zu begegnen. Neptunusjzeigete stck als ein Pilot am Helm desSchiffes, um dadurch die Herrschaft der Compagnie übers Meer zu bezeichnen. Und'p dem Abschnit stunden folgende Worte: VI^ ss/z.VLXDL
das ist: unter GOttes Beistand ist kein Weg unzugänglich s) C).
§. 22Z.
g) Gerard van Lösn tMoirs Klsrsligus äes wm. 4. p. z;y.
A Achseln ansahen, und ihm noch dazu bey allerAlegenheil Verdrus zu machen suchten. DieseAiehcmdlung hielt H.err -Herzog einige Jahreeiner Gedult aus, die seiner Redlichkeit gleichAe; da cS aber zu lange wahrere, so hielt er^ Erlaubnis an; nach Europa reisen zu dür-Dic'er Antrag war denen, die damals anst Regierung waren, so angenehm, daß sie ihm>°"se Bure nicht nur 'gewahreren, sondern ihmst.'") das Commando über die Flotte auftrugen,^80 nach Europa ging, aus fünf Segeln^ stund und reichlich beladen war. Da der Krieg-I kurzem ausgebrochen war, so nahm er am.'Jgebirge der guten Hofnung zwey fran-° stlche Schiffe weg, die halb so viel werth wmdies^ stine Flotte, und sorgcre dafür , daß vonbis ^stbaren Beute nichts verloren ging. In.krlebete er es l iest, daß er sein Vaterland^r gesehen hatte, indem er samt seiner Ehe-
frau am Bord der Flotte starb, als sie die Küstenvon Holland schon vor den Augen hatten. In-des entschlossen sich die Direcrcms weislich undrühmlich, ihm wegen seiner ungewöhnlichen Treueein sonderbares Denkmal ihrer. Hochachtung auf-zurichten , und liessen eine goldene Medaille schla-gen, die ein Pfund schwer war, die auf der ei-nen Seite ein nach Hause kommcndes Schis vor-stcllete, auf der andern aber eine gcmässe Auf-schrift hatte, die sie nach einem öffentlichen undprächtigen. Leichenbegängnis seinem Vater über-reichen liessen, der ein ansehnlicher Kaufmannzu Rotterdam war.
E) Wir haben die erforderlichen Zeugnisse aiugeführet, die das, was im Text gesaget worden,bestätigen; es wird aber nicht nndienlich seyn,wenn wir von dieser Gedächtnismünze noch einpaar Umstände anführen , die bemerkt zu werdenverdienen. Die Direkteres der Compagnie ver-ordne-