Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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Z92 xm. Buch. Historie der ostindischm Handlungsgeselschaften.

H. 22Z.

Ursache des Aller Vorsichtigkeit ungeachtet, die man anwenden konte, brach im Jahr 1704 einkrieges in Za- neuer Krieg in Java aus, der durch den Tod des Kaisers und durch die Streitigkeiten we-va. gen der Thronfolge veranlasset wurde; eine Sache, die für die Compagnie von alzuwichti^

ger Folge war, als daß sie sich mit derselben unbemenget gelassen haben solte. Sie ergrifdie Parthey von des verstorbenen Kaisers Bruder; dahingegen die Javanefer, oderdoch wenigstens ein grosser Theil derselben, sich für den Sohn des letzten Kaisers erklärreten. Dieser Krieg wurde hartnäckiger geführet und war vor» längerer Dauer, alsman sichs anfänglich vorgestellet; welches daher rührete, weil der junge Kaiser viele istdianische Soldaten in seine Dienste nahm, die zu Friedenszeiten von den Holländer"waren verabschiedet worden, und die, weil sie das europäische Kriegeshandwerk verstEden, sehr fürchterliche Feinde wurden. Denn es zeigete sich unter währendem Kriegesehr deutlich, daß sie an Witz und Kriegeölist den besten Offlciren bey der holländischenArmee nichts nachgaben; und durch die Geschwindigkeit ihrer Märsche und genaueKundschaft vom Lande, erhielten sie öfters grosse Vortheile h). Da aber die Compagniewegen ihrer Vestungen und Magazine im Stande war, ihre Armeen länger im Feldezu halten, auch ihre Truppen am Bord ihrer Schiffe fortbringen konten, wenn undwohin es nöthig war: so geriethen die Javaneser ihres Orts dadurch in grosse Verlegetheit; so daß endlich, da beide Partheien des Verlusts und Blutvergießens müde wurde"/die Sachen beigeleget wurden i). Indes hatte der Gencralgouverneur, Johann va"Hoorn mitten unter diesen Verwirrungen das Herz, die Wiedererbauung des StadthaU*ses im Jahr r 7 ob zu unternehmen. Es war dasselbe vor etwa vier und fünfzig Jahre"gebauet worden; wie es aber blos aus Holz und gebranten Steinen bestund, so wurde esbaufällig. Es hätte zwar mit leichterer Mühe und wenigern Kosten in guten Stand gefftzet werden können, wo man solches nicht für die Magnificenz zu Baravia für verkleinet'lich gehalten hätte. Das neue Stadthaus zeiget, wie hoch dieser Begrif getriebe"worden, indem es für das prächtigste Gebäude gehalten wird, das jemals von denropäern in Indien aufgeführet worden. In diesem prächtigen Palast versamlet Mdas Justizcollegium; es sind auch für die Untergerichte besondere Zimmer angeleget, stdaß alle öffentliche Geschäfte der Colonie hier, und zwar mit aller ersinnlichen Beq»e^lichkeit, abgewartet werden k).

§. 224.

Es wird gemeldet, daß die Regierung zu Batavia durch die Folgen diesesKrieges überzeuget worden, daß die Insulaner einige verborgene Quellen haben müsi^die sie aller angewendeten Bemühung ungeachtet nie entdecken können. Denn an de"

h) Hamilton ^ccnunt ok Nie Last vc>l. 2. p. ,;z. i) i/xxp-ämvn äs trvis

vol. 2. p. 97. k) Ianlxon Lear xr-lenk äs ls L-pul-ligu» äcs I'rovinc« ^

kom. 1. p. zzz.

Anfälliaervor.!'.. derco oagnieda»on.

ordneten eine Committee, die aus einem Gliedevon jeglicher Kammer bestund, welche bey derArbeit die Aufsicht führen musten. Einige dieserMedaillen , waren von Gold, und hatten einenWerth von zweihundert und fünfzig Florenen;

86) L-Ll. vsiL äs ltssrsn td-mm. vy äs 8«azl«ke l-e!olzns; sz, ^laarr. 1702.

17L-S.

die übrigen waren von Silber. Für ss^^peDirecror, Advocaten und Interessenten wauf ihre Kosten so viel gepraget, als jcglichbeiden Schlägen haben wolle, darnach abede der Stempel zerschlage» 86).

ibiä. ^