Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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5. Hauptst. 2. Zlbs. Von den Kriegen der Holländer in Ostindien. 59z

Orten, die unter währendem Kriege mehr als einmal verwüstet und ausgeplündert, undwo die Einwohner in das gröste Elend waren gestürzct worden, erholcten sie sich in kur-ier Zeit dergestalt, daß sie alle ihre Armspangen und andere kleinen goldenen Zierathenwieder trugen, wie sie vorher gethan l). Es ist^ganz gewis, daß die gebornen Indi-aner nicht nur in Java, sondern durch ganz Indien, ganz erstaunlich mistrauischgegen die Europäer sind, und sowol die Orte, als die Mittel, Goldstaub oder Edelge-steine zu finden, geflissentlichst vor ihnen verbergen; welches ohne Zweifel daher rühret,weil sie befürchten, in den jämmerlichsten Sclavenstand gcstürzet und zur Arbeit in denGrüften gezwungen zu werden, welches in diesen heißen Gegenden unter allen Strafendie fürchterlichste ist >«). Diese Vorsichtigkeit bemerket man sogar an den Horten-kokten, ohnerachtet sie als die dümmesten unter den Menschen vorgestellet werden.Denn sie bringen zwar kleine Bisgen Goldstaub, um das nothwendigste dafür einzu-kaufen, dabey aber verbergen sie sorgfältig, wie sie dazu gelangen. Und als vor we-nig Jahren einige Holländer einer Parthey Hottentotten nachschlichen, von welchensie glaubten, daß sie dieses kostbare Metal suchen wollen, so wendeten sich diese Wil-den, als sie ihre Absicht merkten, schleunig um, übermanneten sie und brachten sie alleu,n n) D). Es wird nicht undienlich seyn, hier zu bemerken, daß die HolländerUins Jahr 1719 angefangen, auf der Insel Java Coffee zu bauen, und zwar nicktals eine Seltenheit, sondern als eine Waare, und es ist merkwürdig, wie viele Iah-te darüber hingegangen, ehe dieser Anbau für möglich gehalten worden. Man hattelange Zeit gegiaubet, daß die Araber in Ansehung dieses Gewächses eben so mis-wauisch und vorsichtig waren, als die Indianer mir ihrem Goldstaube, und daß sie,damit dasselbe in andern Landern nicht gevauet werden möchte, die Bohnen eher nicht§us ihren Händen liessen, als bis sie dieselben ausgedörret, und ihnen die Vermeh-^Ungükraft benommen: welches aber im Grunde eine Fabel ist »). Denn es wurden

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l) O> Darein kiMmres. i>O tvalrher Schönten Vo^ags svx Inäss OrlsaMss p. z,,;.

nl L'Lx>>eäikinn äs kwis Vaiit-aux wm.2. p. 2q;. L'i 6 . ' v) Dr. James öleäiciu»r

Oi6ion!U'7 «rucke vk Lnrtse.

. D) Den Lhinesern hat es so wenig als denHolländern in ihren Versuchen gelingen wollen,ch Goidgrüste auf der Insel Lormosa zu cut-Ecke»; dennoch ist gewis, das; die Insulardieses kostbare Metal in grosser Menge best-87). Ehe die Europäer bis z» den molu-?lchen Inseln gelangeten, huben die Könige vonvon den Einwohnern von Neuguineajährliche» Tribut in Golde 8 8 ) ; die Hol--Aber aber wollen nicht gestehen, daß sie dsrrvon ihnen erhalten, weder durch Umsatzauf eine andere 'Art. Die Insel Cekebes>ve ^^^>fa!s reiche Golbgrüfte; es ist aber nicht^ '" 3 er gewis, daß die -Holländer davon nicht^ sind, und bey aller angewendeten Mühe

sind sie nicht im Stande gewesen, die in Javazu entdecken; nur in Sumatra sind sie glückli-cher gewesen 8y). Ohne Zweifel inus in Asieneine grosse Menge Gold seyn, indem der Preisdes Silbers immer sehr hoch stehet, ohnerachtetvon verschiedenen europäischen Nationen so grosseLasten Silber dahin geschleppet worden. Und die-se Betrachtung kan diejenigen, welche in derglei-chen Dingen eine Einsicht besitzen, überführen,daß, wenn die göttliche Vorsehung nicht in allenDingen regierete, der Zustand der Sachen ganzanders bejchasien seyn würde, indem sonst dasCommercimn zwischen Europa und Indien un-terbrochen werden würde.

li?) Du Halde Oesci'pncm äs I'Lm^ire äs Olime ,wm. I. p. >7Y. 8ü) Argensola Oongm-

Ita äs Iss läcis klckucas l.s. 8y) Gupsn Uiltoire äss luäes Orienrales rom. 2. x. Lit.

A.W.H.26.TY. rr.H.8.TH. Ddd