894 XM. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgefelschaften.
ums Jahr 1690 einige Coffeestauden in Töpfen nach Baeavia gebracht, welche, dasie gepflanzet wurden, sehr wohl bekamen. Im Jahr 1697 aber, als auf ein Erdbe-ben ein pestilenzialischer Dampf entstund, wurden die meisten Garten der Colonie ver-derbet und ihre besten Gewächse getödtet; doch wurden einige Coffeestauden gerettet,und im Jahr 1706 fingen sie an, dieselben wieder an verschiedenen Orten zu pflanzen,sonderlich aber im Garten des Generalgouverneurs, wo sie in wenig Jahren zu einergrossen Volkommenheit gelangeten p). Endlich wurde ein Versuch gemachet, ob dervon ihnen gebauete Coffee geröstet und getrunken werden könte. Und seit der Zeit ister ein wichtiger Artikel sowol in Java als auf der Insel Ceylon geworden, derenGrund und Boden demselben noch zuträglicher seyn soll, als der in Arabien. Dennda die Coffeestauden um Mocha herum selten mehr als sechs oder höchstens zehen biszwölf Fus hoch wachsen, so erreichen fie in Java und Ceylon gemeiniglich eine Höhtvon zwanzig, dreißig bis vierzig Fus. Daher haben sie auch eine weit grössere MengtCoffee, als in Arabien, woselbst ein Baum, wenn man einen in den andern rechnet, sei-ten mehr als fünf Pfund gibt H; bey dieser neuen Pflanzung aber werden funfzeheNbis zwanzig Pfund gar nicht für was sehr außerordentliches gehalten. Nur wird dar-an gezweifelt, ob der Geruch von dem in Java und Ceylon erzeugten Coffee dem ara-bischen gleich komme, welches man anfänglich durchgängig nicht gcglaubet hat; mitder Zeit aber kam er immer in grössere Achtung, und die Holländer glauben jsho vest,daß ihr Coffee dem zu Mocha wenig oder nichts nachgebe. Dem sey indes wie ihBwolle, so ist gcwis, daß eine grosse Menge Coffee von diesen beiden Inseln mit einetjeglichen ostindischen Flotte übersendet werde; so, daß der Vortheil von dieser neuenWaare sehr gros ist, welches auch vermuthlich die Ursache ist, daß man denselben^Surmam in Westindien gebauet, von dannen die Franzosen denselben auf ihre 3 ^seln Layen und Martittico gebracht, so wie die Engländer denselben zu Jania^ca bauen r) E).
§. 225.
Neuer kriegin Java undgefährlichekonspirativ».
Im Jahr r 716 brach der Krieg in Java aufs neue aus, und dauerte vier bl?fünf Jahr, wodurch die Compagnie in ein grosses Gedränge gerieth, und durch die Er-fahrung die Richtigkeit einer Maxime, die von den grösten Meistern der Kriegeskuhstgemachet worden, erkennen lernete, daß es gar nicht klug gehandelt sey, regula^Truppen viele Jahre hintereinander gegen barbarische Nationen zu gebrauchen,
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p) Dr. Garem kssmoirss. gd Orizine er vüZe «tu Lstke p. 9< r) Ok-
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E) Es ist sehr merkwürdig, daß die Araber hen, und werden von den Einwohnern in ^selbst, die doch seit so langer Zeit mit Austchlies- man noch dafür gehalten. Anlangend densung aller andern Nationen im Besitz des Coffee- fee, so schreiben sie demselben gar keine bew"Handels gewesen, offenherzig gestehen, daß der- Kraft zu, ausser daß das Gewächse Ratselbe seinen Ursprung nickn in ihrem Lande gehabt, fortkomt, wo nicht der Coffee nahe dabei)sonder» daß er aus Abeffinien oder Gberethio-- ser. Wicwol mit der Zeit haben sie den -npien, nebst noch einem andern Gewächse, welches der Coffeebohnen erkant, und der Gebräu-sie Rat nennen , dahin gebracht worden 90). von wurde den Einwohnern des gegenüber ^ ^Das Laub und die Früchte Kieses letzter» wurden den Landes Egxpreu mitgetheilet, von da >für ein bewährtes Mittel wider die Pest angese-' sich durch ganz Europa ausgebreitet w'yoy Orions er su-LsK p. 9. 91) OMonslrs äs Lommeree cum. I. col. 59 ^'