Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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5. Hauptst. 2.Abs. Von den Kriegen der Holländer in Ostindien. 40;

Ehineser aber, weil sie glaubten, daß zu dieser Zeit mit Gelde alles gezwungen wer-den könte, hielten um neue Verstärkung ihres Festes an, und man sagt, daß sie gegenein grosses Geschenk solche auch erhalten; worauf sie eher nicht geruhet, als bis sie dasVerderben über sich gebracht, das den nachfolgenden Zeiten unglaublich vorkommenwird e).

§. 2ZO.

Einige hingegen melden, daß ein vornehmer Chineser, der aus seinem Va-terlands geflüchtet, am Bord einer ihrer Junken mit einer chinesischen Flotte nach Ba-tfwla gekommen wäre; welcher, nachdem er sich von da aus in die Gebirge begeben,einen Aufruhr angestiftet, und zugleich sich mit dem chinesischen Capitain oder Oberstendahin verglichen, eine Empörung in der Stadt anzufangen, und die Holländer vonwnen anzugreifen, wenn er von aussen einen Anfall thun würde. Es fehlet aber auchsucht an einer dritten Parthey, welche, weil sie die Wahrheit der ganzen Begebenheittn Zweifel gezogen, alles, was sich zugetragen, dem Geitz des holländischen Gouver-neurs zuschreiben, der von denen, die den Lhmesern schuldig gewesen, unterstützetworden, und in der Meinung gestanden, daß es die leichteste und kürzeste Rechnungstyn würde, wenn er ihnen die Halse abschneiden liesse. Da man nun nicht dafür ge-sorget, diesen Gerüchten durch Bekantmachung einer richtigen und zuverlässigen Nach-richt den Beifall zu benehmen, so ists kein Wunder, wenn dergleichen, obwol unwahr-scheinlichen, Fabeln gegiaubet worden l). Die deutlichste und umständlichste Vorstellungbon dieser traurigen Scene, die mit der Ankunft einer indianischen Flotte im Jahr*741 eingelaufen, ist folgenden Inhalts s); deren Wahrscheinlichkeit oder Unwahr-stheinlichkeit wir dem Urtheil des unpartheiischen Lesers völlig überlassen müssen. "Die,'Anzahl der (Lhineser in der Stadt und Vorstädten belief sich zur Zeit dieser Conspiration,„"ach einer sehr gemäßigten Angabe, auf neunzigtausend Menschen, uiid der Zweck,,'oeii.sie sich vorgesetzet hatten, war dieser, alle Europäer zu ermorden; wodurch sie^Herren von allem zu werden suchten, was die Compagnie auf der Insel Java be-^sas. Voll von diesem stolzen Vorhaben, zog sich ihrer eine grosse Menge in die Ge--?stge, wo sie ohne Barmherzigkeit raubeten, sengeten, und mordeten, ohne die ge-ringste Ursache von ihrem Verhalten anzuführen. Das Landvolk, so der Compagniessniterthänig war, nahm viele derselben gefangen und schickten sie nach Batavia, deren»Anzahl sich überhaupt auf vier bis fünfhundert Mann belief, davon die Hälfte, diefür Bösewichte und Landstreicher hielt, und die nicht tüchtig waren, mit einer, Arbeit ihr Brodt zu verdienen, nach Ceylon geschicket wurden; die übrigen aber,Nachdem man sie ermähnet hatte, sich aufs künftige besser aufzuführen, lies man lau-,chn und wieder zu den Ihrigen gehen. Allein diese Gelindigkeit zog keine gute Wirkung, nach sich; vielmehr rotteten sich die Aufrührer in den Gebirgen täglich häufiger zusam-»Wen, und richteten grösser,. Schaden an. Endlich hielt es die Regierung für nöthig, die,^athe Imhof und van Aerdens mit einem Corps von achthundert Mann in dieGebirge zu schicken, und dieses Gesindel zu paaren zu treiben; die auch dieselben inwenig Lagen antrafen, schlugen und zerstreueten. Mitlerweile kamen fünf Chmeser

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e) wercure Nikonque er t>olmq,ie wm. IN. n6. 0 Gesamlet aus den verschiedenen Pri-

vatnachrichten, so »IN diese Zeit aus Holland und aus Ostindien eingelaufen. g) k«-küon äes noubles Stt'ivees L Laravia tlsus 1e mvis ti'Ocwbre » 74 V.

Ausführlichebeschreibungdieses auf-ruhrs.