Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
404
JPEG-Download
 

424 XIII. Buch. Historie der osiindischett Hatidkmgsgeselscherften.

''von freien Stücken zu dem Gouverneur und Staatsrath, und entdeckten denselben den'ganzen Anschlag, zu welchem sich ihre Nation vereiniget, zu dessen Ausführung sie sich' bereits mit Kanonen von verschiedenen Arten harten Holzes, wie auch mit einer grosi"stn Menge Ammunition versehen, und dieselbe heimlich in ihren Häusern sowol in als'ausserhalb der Stadt verstecket hatten. Sie hatten auch an verschiedenen Orten Minen"angeleget, die schon wirklich mit Pulver angefüllet wären. Auf diese- erhaltene Nach*"richt wurde alle ersinnliche Vorsichtigkeit angewendet; an allen Thoren der Stadt wur*"den die Wachen verdoppelt; die Forts und andere ausserhalb gelegene Pforten wurden"verstärket, und allen Ossiciren wurde bey der härtesten Strafe anbefohlen, sich sogleich"bey ihrer« Corps einzuftnden. Dem allen aber ungeachtet konte sich die Regierung"nicht vorstellen, daß die Gefahr so gros, oder die Empörung so algemein wäre, als"es ihnen von den vorhin erwehnten fünf Personen war vorgestellet worden. Sie lies"sen es also dabey bewenden, daß sie zu ihrer Vertheidigung Anstalt gemachet, und"oachten nur auf Mittel, wie etwa die Eifersucht gedämpfet, und wie die Lhimstt"zur Beobachtung ihrer Pflicht gebracht werden konten. Sie wurden aber von ihrcM"Irrthum bald überführet, und daß die Sache so weit gediehen, daß derselben mit die*"sein Anschlage nicht abzuhelfen sey; indem die Lhmestr sich dergestalt auf ihre überle*"gene Menge verliessen, daß sie, statt sich durch diese Veranstaltungen schüchtern n«a*"chen zu lassen, oder auf einen Vergleich bedacht zu seyn, vielmehr die Masgue abzogclsi"und öffentliche Gewalt brauchten. Den Sonnabend, den achten October, griffen die"Lhmestr einen von den Posten ausserhalb der Stadt, Namens Duale, »hnweit der"Insel Önroosi an, wo sie alles, was ihnen aufstieö, niedermachten, und die Häufst"in Brand steckten. Hierauf lies die Regierung unverzüglich Befehl ergehen, daß kein"LHMestr bey Lebensstrafe sich unterstehen solte, aus seinem Hause zu gehen, oder ei""Licht in demselben anzuzünden. Abends um sieben Uhr, als der Staatsrath beisaw*"inen war, legten die Lhmestr in der Vorstadt vor dein mrechrsthen Thor Feuer"an, in der Meinung, daß die Thore der Stadt sogleich würden geöfnet werden, das"mit Leute zur Löschung der Flammen hinauskommen könten, da sie denn die Stadt aus"der einen Seite angreifen wollen, diejenigen Lhmestr aber, die in der Stadt waren«"sotten sich dieser Gelegenheit bedienen und die Holländer in derselben überfallen-"ser Anschlag war zwar gut gernacht, aber er gelang nicht, sondern die Thore wurdch"vest verschlossen und die Wachen verdoppelt. Um acht Uhr begaben sich in ein jegliche, "Thor zween Staatsräthe, um alda zu commandiren. Um neun Uhr rückten die"nestr, deren Anzahl nun auf vierzig bis funfzigtausend Mann angewachsen war,"Trompeten, Trommeln und messingenen Becken an, mir welchen sie einen gräslich^"Lermen machten, um dadurch ihre Landcsleute zu ermuntern, innerhalb der Stadt auch"etwas vorzunehmen; und wenn dieses geschehen wäre, so ist nicht zu begreifen, si"*"die Holländer den Orr würden haben vertheidigen können, da lhre ganze Macht ohn*"gefehr aus dreitausend Mann bestund. Da aber diese alle wohl bewafnet und exckst*"ret waren, so entfiel den, in der Stadt befindlichen LhMcstrn der Muth, daß si^"ihren Häusern blieben und nichts thaten. Die ausserhalb der Stadt bemächtigten W"zweener äußern Posten und ermordeten alle, die darin waren. Sie griffen auch''dritten vor dem utcechrer Thore an, der mit sechzig Mann besetzet worden, die sich"vortteflich rpehreten; und da die Lhmestr beim Angrif desselben deln Arcitterieftuer a"