5. Hauptst. z. Abs. Von den Colonien der Holländer in Indien. 42 z
dien, und sein Rath, den er zur Seite hat, ist eben so eingerichtet, wie der zu Ba- Begebenhei-kavia, ausser daß die in diesem befindliche Glieder nicht so vornehme Personen sind, ten zweenerüls in fenem. Obwol der Gouverneur von Ceylon vom Staatsrath zu Batervm ab- gouverneure.hängig ist, so hat er doch die Freiheit, unniirtelbar an die Directores in Holland zuschreiben, ohne den Generalgouverneur deswegen.erst um Erlaubnis zu bitten, oderdeswegen Rede und Antwort zu geben r). Dieses sonderbare Vorrecht hat schlimmefolgen nach sich gezogen; indem die Gouverneure zu Ceylon dadurch in die Versuchunggerathen, sich ihrem Gehorsam zu entziehen, und sich auf der Insel souverän, zu ma«chen S). Man hat verschiedene Exempel von der Art; es wird aber genung seyn, wenn^ir nur bey den beiden letzten stehen bleiben, die so viel Aufsehen in Europa gewachstWem Diese indianische Bewegungen rühreten von der Tiranney zweener Gouver-neure her, die unmittelbar auf einander folgeren, davon einer Vurft, der andere aber^ersluys hies. Der ganze Verlauf war folgender. Sobald als Herr Rumpf seinGouvernement zu Ceylonmiedergeleget, so verhielt sich Herr Durst, sein Nachfolger,ganz barbarisch gegen alle, denen er nicht gewogen war. Er verfolgte die Europäersowol als die Indianer; und wie er von Anfang an mit diesem Entwurf umgegangen^>ar, so trieb er denselben mit Gewalt, und durch solche Mittel, die am bequemstenKaren, ihm zu feinem Zweck zu verhelfen. Zuförderst hielt er es für nöthig, die reüHeften Leute von der Insel wegzuschaffen , samt denen, die Einsicht unh Erfahrung be,fassen. Um aber der Sache einen Schein zu geben, so hielt er es für dienlich, einComplot zu stiften, durch welches diejenigen, die er gerne stürzen wolte, angegebenkerden musten , als ob sie mit einem Verratherischen Anschlags umgegangen, und die^ornehmsten Vestungen der Insel in die Hände einer auswertigen Macht überliefernsollen. DieserPlan war für ihn doppelt vortheilhaft. Denn er gewann/ erftlrcU, da-den Schein, als ob er im Dienste der Compagnie sehr eifrig wäre; und hrernächft
bekam
ÜLasnage vekenpson lüüvrique' «lu 6üuvernemenr des krovincea- rtvies c. zx. LDrpeäiüva äe:rrois Vailkeaux rvm. L. p. ISL. >25^ Dr. Earcius blemoires.
. Diese vortrefliche Znsel' hat von der Na- neralgouverncurs von Indien belönet zu werden'
^ so viele Vorzüge , und ist sowol: in Ansehung; pfleget 16). Es geschehe aber was da wolle, so >
^ Macht als der Handelschafr für die ostindische kan sich ein Gouverneur in kürzer Zeit einen er-l 'Kpagnie von so'grosser Wichtigkeit; und ist dar staunlichm Reichthum samten, und zwar ohneGe-^ ^ch cin solcher Gegenstand des Neides bey fahr; welcher Umstand gewis im Gemüthe einesy ^ ündern europäischen Nationen--daß man sich solchen grosse Wirkung haben mus, der gesonnen^ nicht darüber wundern mus, wenn auf die ist, wieder nach Hause zu reisen, .und den RestSicherheit undErhaltung eines so schätzbaren Lan< seinerTage in-^ollanvWznbringen; welche Wir-:j/aller Fleis gewendet wird. In dieser Absicht kung derselbe nicht bey einem andern, wenigstens.alle ersninliche Vorsichtigkeit gebrauchet wor- nicht auf dieArh.haben kan,. der nie in Europa' die Macht des Gouverneurs; durch unmit- gewesen , und kein Verlangen hat, jemals dahinare Correspondenz mit den Directoren der zu reisen 17). Ein solcher wird alles auf einertz?.kpagnie zu erweitern, sie aber auch ausider ganz andern Seite ansehen, und es mus ihms^">! Seite in Ansehung der Orte, die uüter schwer werden,. die Pracht und Autorität , damitGouvernement stehen, einzuschränken; so, er bekleidet gewesen', niederzulegen;, daher er sich^8 er durch Furcht und Hdfnung zur gebührenden alle ersinnliche Mühe gibt,, dieselbe beizubehalten,waltung eines so wichtigen Posten angetrieben^ weil- wo sein Schatz ist,, auch ganz gewis sein' der gemeiniglich mit der Würde eines Ge- Herz seyn wird i z).
btemvires.sur lb dommerce ües Hollaniliiis p.20y. , 17) I?Lxp«Ltwn äs trvis Vaisseamr
vvl. L. p. 127. >8) Hikvire äes Indes Oriemzles vvl. r. p. ,9;.