Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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5 . Hauptst. z. Aks. Von den Colom'en der Holländer in Indien. 4z 9

Ner ganz unstreitig die tapfersten und besten Soldaten in ganz Ostindien sind §). DieseNation hat, wie wir andenverts angemerket haben, den Holländern unendlich vielVerdrus, und ihr Commercium sehr misuch gemacher. Endlich aber ist sie völligUnter das Joch gebracht worden, und nach den Maasregeln, die im lebten Tractat ge-kommen worden, stehet sie in einer solchen Furcht vor der Compagnie, als irgend eineNation in dieser Gegend der Welt. Indes sind die Kosten, die auf die Unterhaltungder Truppen und das Gouvernement gewendet werden müssen, so gros, daß die Com-pagnie bis auf die letzte Zeit durch ihre Eroberung nichts gewonnen hak, obwol der Skla-venhandel sehr einträglich ist r). Die Ursache aber, warum die Compagnie so grosseSummen vorgeschossen, und sich so viele Mühe gegeben, diese Insel zu besitzen, wardiese, weil sie sich derselben als eines Bolwerks gegen die moluckischcn Inseln bedienenwolle. Denn vor dem letztem Kriege mit den LNacastarn, der sich mit dem völligenUntergänge der Macht des Fürstens dieses Landes endigte, fand derselbe Mittel, grossewsten von Muöeatennüssen, Gewürznelken und Muscacenblumen zu bekommen, undsolche an die Engländer und andere Nationen um einen weit wohlfeilem Preis zuverkaufen, als die holländische Compagnie that; und daher erforderte es auch die Staats-hoheit, denselben zu uieterstützen, wie wir anderwerts gezeiget haben §) D). DieInsel ist sehr fruchtbar, sonderlich an Reis, welches eine solche Waare in Indien ist,die viel Geld einbringet. Die Einwohner sind von mitler Statur, von gelblicher Ge-sichtsfarbe, dabey aber von guter Bildung, und überaus lebhaft und hurtig. Mansagt, daß sie geborne Verrather, Diebe lind Mörder wären, und zwar in einem so ho-hen Grad, daß es kein Chrrst wagen dürfe, wenn es dunkel worden, sich ausser demholländischen Fort sehen zu lassen, oder zu tief ins Land zu reisen, weil er sonst Gefahrpwft, ausgeplündert oder ermordet zu werden; welches gar was gewöhnliches ist. Jn-leben viele geborne tNacastarn unter dem Schutz der holländischen Forte, die freieBürger sind und einen gar ansehnlichen Handel führen; wie auch die Lhmeser, die^on da aus mit ihren eigenen Schiffen in alle Häfen, die unter dem Gebiete der Com-pagnie befindlich sind, reisen, und unermeslichen Reichthum durch ihren ausgebreitetenHandel erwerben, den sie mit einer ihnen eigenen Geschicklichkeit treiben. DaS innereland stehet unter der Beherrschung drey verschiedener Monarchen, die zu allem Glück für

die

k) kMimuici !ur !e Lommsree äs« Hollsnäms p. 195. s) Hamilton Account vf cbe Lack

Inäiss rom. r. p. ,;z. q) I.'Lxpcäison äs »als Vailieaux vul. r. p. 160.161.

v.H) Es wird durchgängig von allen, die in In- besten Soldaren, welche, wie wir oben bemerketgewesen, zugestanden, daß die Macaftarn haben, kleine vergiftete Pfeile führen, die^ sie. grossen Vorzug vor den Einwohnern aller durch ein Rohr blasen. Seit dem die -Hollän-Nder,, Inseln haben. Ihr Gesicht ist olwenfar- der hier die Herrschaft erlanget, reisen die an.-und die Gesichlszüge ordentlich und anger dern Nationen nicht mehr nach Triebes, sondernchn,. Sie sind überhaupt Lenke von mitlercr nach Eilolo, wo sie gross» Lasten Micscatennüs-^sse, hurtig, tapfer, sinnreich, höflich und se und Gewürznelken holen; ob sie aber in dies«»Mn die Ausländer wohlgcsinnet. Wenn man Lande wachsen, oder von Ainboyna und Ban-!>u traetiret, so sind sie das getreueste und ge- da durch einen Schleichhandel daher gebracht wer-kss^Mste Volk; werden sie aber gcmishandelt, so den, das wissen vielleicht diese Wagehälse selbstste rachgierig, und ihre Rache entdeckt sich nicht 46). Die-Holländer sind unermndet, die-diee^ ^6 durch die Wirkung 4;). Von sen heimlichen Handel zu hintertreiben.

^ Insel nimt die holländische Compagnie ihreNcuysf, Tavermer, Graaf u a.v»I. r. p -4», 14z.

46) Hamiltoit Aocormr ok ch« xslt Inäi«