5. Hcmptst.' z. Alls. Von den Colom'en der Holländer irr Indien. 441
dern Nation zu haben, auch so gar nicht mit holländischen Schiffen, die nicht mit ei«nein Pas voui Gouverneur und Staatsrath zu Baravra versehen wären °) E). Es ist^bcr nicht nur die Macht des Königs und der Zustand seiner Unterthanen, sondern auchdie ganze Verfassung des Landes im höchsten Grad geändert worden. Wir haben in ei«dem der vorhergehenden Abschnitte bemerket, daß die im eigentlichen Verstände söge-kanten moluckischen Inseln, das ist, die fünf Inseln Terrrate, Tidore, Bachiatt,^7dtrr, und Merkiatt, welches gerade diejenigen sind, die den Umfang dieses Gou-^Mements ausmachen, der grosse Gegenstand des Ehrgeizes der portUAiestn gewe-sen , als sie mit der Errichtung ihres Reichs im Grient umgingen. Wir haben ver«kommen, was darüber für Streitigkeiten zwischen der Krone Spanien und portu-Aal entstanden; wir haben gesehen, was für erstaunliche Bemühungen die vereinigtenKräfte dieser beiden Kronen angewendet, zu hindern, daß sie nicht in die Hände derHolländer kommen möchten; nicht weniger was für Mühe und Kosten die Holländerangewendet, was für Gefahr sie übernommen, und was für Hindernisse sie überwun-den, um nur ihren letzten Zweck zu erreichen, und unumschränkte Beherrscher dersel-ben zu werden «). Nun wollen wir sehen, zu was für einen; Zweck dieses geschehen.Diese fünf Inseln wurden für das .grosse Kleinod in der Welt gehalten, weil auf bensel-l>cn, und zwar ganz allein, Gewürznelken wuchsen; deswegen beeiferte man sich so darum.Nachdem.sie aber die Holländer ohngefehr sechs und zwanzig Jahr im Besitz gehabthatten, so merkten sie, wie es ihr Interesse mit sich bringe, daß daselbst die Gewürz«kellen nicht langer gebrütet werden mästen. Daher wurde kraft eines Tractats, der imÄahr iü;8 mit dem Könige zu Temate und mit den andern kleinern Fürsten geschlossenk>urde, ausgemachet, daß diese 2lrt von Spscerei) auf jeglicher dieser Inseln ausgerol-lt, und nicht EinGewürznelkenbaum aufEiner derselben jemals gepflanzet werden sielte.Dieser Lractat ist seit der Zeit zweimal wieder erneuret worden, und dieses zwar in Ve-rachtung einer jährlichen Pension, die dem Könige und Adel zu Ternare und den übrL«^ Fürsten ausgezählet wurde; welche, nachdem sie zweimal erhöhet worden, dennochkk Ganzen noch nicht dreitausend Pfund Sterling betraget b). Ueber diesen Artikel
wird
j) O-älionsirc Ze (üommerce tom. 2. p. 8?6. a) Argeitsola klonguills cle lss Islss djsluoeaL.
b) Dr. Garcin Tilcmoires. Ü'Lxpsältioo üe tiois Vüiilermx tom. 2. r>. 22.
E) Der König von Termate ward im .Jahr chern, Laß in einer alten msrgcnläirdsschen Chro-.r:: ein Christ, und es ist sehr wahrscheinlich, nik, die zu Mecca aufgehoben worden, eineseine Nachfolger seinem Exempel folgen wer- Nachricht von dieser Begebenheit enthalte» sey.
Der König von Tidore und Backian Dem sey indes wie ihm wolle, so ist gewis, baßsink samt ihren Unterthanen Mohanune- die holländischen Matt-ofen steh ganz wohl dabey47). Es wird dein Leser nicht imsfällig befinden, wenn sie am Fest der Erscheinungwenn wir ihm melden, daß Liese drey Mon- gemahlte Sterne herumtragen, womit sie einender gänzlichen Meinung sind, daß es ihre jeglichen dieser Monarchen beschenken, dafür sie^fahren gewesen, die unsern Heiland besuchet, ganz ansehnlich belohnet werden; als welches Fest^ sei» Stern im Morgcnlande crsckstenen; und sowol von den Mohammedanern als Lhri-b 'st sehr merkwürdig, daß die Mohammeda- sten mit grosser Feierlichkeit und fast mit alzuvielsich in der Vertheidigung dieser Begebenheit Aberglauben gefeiert wird 48).bssrig beweise»; als die Christe»», und versi-
17 ) Itillttirc äo l-t Lvnguere <1er lslcs Llvlugues tom, Z, P.Vgillcaux vi, 1 .2. p. »8. »y.
H. H.
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