Gouverne-ment zu Ma-lacca.
448 xm. Buch. Historie der sstindischen HandltMgsgeselschkftM.
Truppen wieder zurück führen. Denn es erfordertö das Interesse der Compagnie, esmit einem solchen Fürsten nicht zu verderhen, weil er allezeit willig ist, zu thun, wassie von ihm begehren r). Die siebente Nation sind die Lagern. Diese sind eigentlichdie Menschmfrcster, von denen so viel in der Welt geredet wird. Die Hottentot-ten fürchten sich entsetzlich vor ihnen, und geben sich alle Mühe, ihnen aus dem Wegezu gehen, um nicht von ihnen zu Gefangenen gemachet, und hernach geröstet oder ge,kochet zu werden. Diese abscheuliche Nation hat sich mit den Christen nie in eineArt des Umganges-einlassen wollen; vielmehr geben sie sich alle ersinnliche Mühe, sie z"ertappen, um sie zu ermorden, und, wie gemeiniglich gcglaubet wird, sie zu fressen-In den letztem Jahren hat man gemeldet, daß sie etwas zahmer geworden, und einegewisse Art des Handels mit denen.treiben, die. es wagen, mit ihnen umzugehen. Siesind eine sehr mächtige und kriegerische Nation, lauter starke und wohlgebildete Leute!und ob wol ihre Haare kraus und schwarz sind, wie der andern Negern, so haben siedoch bessere.Gesichter, und ein männlicheres Ansehen s) K),
§. 25 ü.
Das letzte Gouvernement ist das zu tNalacca, welcher Ort die Hauptstadtmies kleinen Königreichs gleiches Namens ist, dessen Einwohner Malayen genenn-lwerden. Der Gouverneur dieses Ortes ist ein .Kaufmann, und die Einrichtung >siderjenigen gleich, die bey den andern Gonvernementen gefunden wird. Das KönigreichMalacca macht den südlichen Theil der Halbinsel Indiens, jenseit des Ganges aus,und wird von der grossen Insel Sumatra durch eine Werenge getheilet, die den Naniell
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eh L'üxpe-likion N- troi3 Valllsgrix tom. r.. p. sz«. 2Z7. §°) Hamilkon Hccouill gf tks
Inäics rom. 1. p. 5. 1,'Lxpeäicion c!e lwis Vailleaux r»m. 2. p. 24«. 24s.
K) Was im Text von den Lasiern angefüh-ret worden., das ist überhaupt aus holländischenSchriftstellern genommen worden, die vielleichtden-Hottentotten zu viel geglaubct haben. Denn-man hac Ursach zu zweifeln, ob diese Leute.Men-schenfresser., und ohne alle Sitte» und Tugend.sind ,5;). Ein Schriftsteller, dessen Wahrheits-liebe billig hochgeschätzet wird, meldet uns von ei-nem Engländer, baß ihn ein holländischer Cü-Main, der d-S Handels halber in dieses Land gc--rciset, daselbst nach der Mode der Lasirenlebend gefunden, daß er zwey Weiber gehabt undsehr reich gewesen. Der Capitain redete ihm zu,daß er seine Familie, die sehr zahlreich gewesen,sitzen lassen, und sich mir seinen Effecten zum Ca-p» wenden solle, wozu sich auch der Engländerwillig finden lassen. So bald abee der Königder Lasiren von dieser Unterhandlung Nachrichterhalten , lies er diese!» weissen Lasier vor sichfordern, Miete ihm .die Niederträchtigkeit, Un-dankbarkeit iind Unlnenschlichkeit eines solchen Ver-haltens vor ; sagte ihm, daß seine W-ibcr ärmstenverhungern und umkommen; daß er dadurch das
55) Hamilkon Account ok ebe Inäisscle Hon LMmnxe vol, r. y. >;ä, IZ
menschliche und edle Betragen gegen ihn auf e>"-schändliche und lndcrliche Art erwiedere, under sein Land in Betrachtung ziehen müsse, wo ^nach eigener Wahl zrvey Weiber genommen, Mwelchen er viel Kinder gezeugt hatte. Der EffaelanOer, sagt dieser Autor, wurde durchBercdtsamkeit dieses schivarzen Monarchen si> ^rühret, daß er nicht nur seinen Vorsah fahtsilies, sondern auch den holländischen Capital»^wegete, in diesem Lande zu bleiben und ihl»sclschafr zu leisten. Ein Schriftsteller vonrcr eigenen Nation gibt uns fast eben eineNachricht von den Lasiern, und setzt ein eigew.Exempel von ihrer Ehrlichkeit und MenschE ,hinzu ; 6). E-s ist wahr, daß die hier befind!!^und im Text gegebene Nachrichten einander 'dsrlpreche»: allein, was ist zu thun? es ist?° ,allezeit besser, wen» man dem Leser diese-spräche meldet, als wenn man selbst eine oder .a dere als gewis wählet, da es dochbis hieher wirklich behauptet werden ko!Höchstens kau.man nur lsageu, daß die letzterter beiden die wahrscheinlichste ist. ^
'«>- >. x- 5 . 56) p. Lolbcil ves-npnon