Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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5« Hauptst. z. Abs. Von den Colonien der Holländer in Indien. 45)

Küste bestehet in Baumwolle, Nesseltuch, Zitsen und dergleichen Waaren; dagegengeben ihnen dre Holländer Specerey, japanisches Kupfer, Stahl, Goldstaub, Sän«und siampanisches Holz. Die Einwohner des Landes sind theils Heiden, theilsMohammedaner, und nicht wenig Christen. So lange die Ostwinde wehen istdie Wit«ierung unerträglich heis, dabey aber ist das Land sehr fruchtbar an Reis, Obst, Kräu«

E?tn, und was sonst zum Unterhalt der Menschen gehöret e). Alle Manufakturen die«nb Landes werden auf den Compagnieschiffen nach Batavia gebracht, von da sie nachHolland gesendet, und von hier aus durch ganz Teutsthland und Norden mit grosssein Profit vertrieben werden.

§. LZ9.

Was den Sitz des zweiten und dritten Direktem betrift, so ist der erste zu VM r.8"a, am Ganges, ohngefehr sechs und dreiffig Meilen von der Mündung dieses Flusses, 3" Ouglia^r andere aber in der Sradr Surar, die beiderseits un Gebiete des Grosmoguls liegen. Bengalen,Diese Plätze sind in ganz Asten wegen des Handels die vornehmsten k). Die Holländer,Engländer, Franzosen und andere Europäer treiben an beiden Orten ihr Gewerbe, undhaben zu ihrer Sicherheit und Bequemlichkeit Factoreien und Magazine angeleget. Derbeste Theil dieses Handels ist in den Händen der schwarzen Kaufleute, die mit allen Artendon Waaren handeln, als da sind, Opium, Diamanten, reiche Stoffe und alle Arten vonbaumwollenen Zeugen. Das Reich des Frosten Moguls ist entsetzlich gros, und die zuseinen Staaten gehörige Lander werden für die reichsten in der ganzen Welt gehalten.

Die Luft ist erträglich rein, nichts deftoweniger sind hier die Kopfschmerzen und einbösartiges Fieber gar gewöhnliche Krankheiten. Dieses letztere trift sonderlich die Aus«

'ander, und ist eine Art einer chronischen Krankheit, dabey der Patient, wenn er denMitten Tag überlebt, gemeiniglich wieder besser wird s). Die meisten Einwohner^ests Landes sind lange, schwarze und starke Leute, und dabey lustig und aufgeräumt.

Anlangend die Religion, so sind viele noch Heiden, mehrere aber Mohammedaner,

^"ige auch Christen; die herrschende Religion aber ist die mohammedanische. Die Gö«heydiener theilen sich wieder in verschiedene Sekten, darunter einige die Seelenwande«best glauben, und aus dem Grunde keiner lebendigen Creatur das Leben nehmen.

^e„n sie in Städten wohnen, so arbeiten sie in Seiden- Baumwollen- und Leinewand«Manufakturen; wohnen sie auf dem Lande, so bauen sie ihre Plantagen mit äusserstem^ so daß von hier aus ganz erstaunliche Lasten an Körnern nach Batavia versah«

^werden h).

§. 2 6o.

Surat ist keine sonderlich alte Stadt, aber sehr gros und unermcslich reich- z.M llmfgng innerhalb den Mauren wird auf fünf engländische Meilen, und die Anzahl der Zu Surqt.'Uwohner auf zweimal hunderttausend Seelen gerechnet. Viele unter den mohkischen^ selbst von den indianischen Kaufleuten sind erstaunlich reich. Jene beschäftigen sich

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der Lhappa Sellala heisset, wegen der wobner enkrichken müssen, und der sich bis auf^Mpelung der Lemwand, den die Landesem zwö'f vem Hundert l-elaust t.o).

^?) dkemoire? lur I- Onnmerce cles ktull iii 'ols p. 204. 205. Innixon Lksc piskenc 's

krsvinLss Vniss vol. t. ß. Z78.579. viÄwnsirs äs Lommsres vok 2. coi, 79».