464 XIII. Bach. Historie der ostittdischen Handluttgsgefelschaftett.
dann die Bache mit grosser Heftigkeit von den Bergen herabstürzen T). Man findetdaselbst auch viel Kupfer, woraus sie grosse Kanonen giessm; ingleichen verschiedene Ar-ten von Edelgesteinen, und ein Berg von brennenden Bimsteinen, der beständig FlaM-men von sich wirft, wie der Berg Gtbel in Sicilien. Korn, dergleichen in Euro-pa wachset, findet man daselbst nicht, wol aber Reis, Hirsen und Obst die Dkenge,davon die Einwohner eine gute und hinlängliche Nahrung haben. So giebt es auchhier im Ueberflus Honig, Bienenwachs, Ingwer, Kampfer, Cassia, Pfeffer, weisSandelholz, sonderlich aber Baumwolle, daraus die Einwohner ihre Kleider und ver-schiedene andere Zeuge verfertigen v). Man findet kein land in Indien, wo, so langedie Westwinde dauren, der Regen mit grösscrm Ungestüm herabfalt, oder mit schreck-lichern Donnerwettern, Blitz und Erdbeben verbunden ist, als in Sumatra; die Ein-wohner aber, weil sie dessen gewohnt sind, werden dadurch nicht schüchtern gemacht,sondern ertragen dieses gedultig, und man höret selten einen, der sich über das Clirnades Landes beschwere. Diese Leute sind gemeiniglich Mohammedaner, und sehr er-fahren in Verfertigung güldener Gefasst, dazu sie wenig Werkzeuge brauchen, ihre Ar-beit aber mit so unnachahmlicher Geschickkichkeit verfertigen, daß sie durch ganz Indi-en sehr theuer bezahlet wird «). Die Compagnie schicket jährlich eine grosse AnzahlSclaven ab, die in ihren Goldgrüsten Arbeiten müssen.' Dre Könige in diesi-m Theildes Landes sind sehr selten auf die Holländer gut zu sprechen, zuweilen binden sie auchmit der Compagnie an und nehmen alle ihre Unterthanen aus ihrem Dienste. D>eHauptorte, wo von den Einwohnern des Landes Gold gefunden wird, sind Trioti
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e) Abraham d- moilerne ,1. Y85. d) I/Lxpcäiiicn a« Noir V-YMU-
com. r. p. il/t. 1--9. Nie. de Grass Vozagss p. 21.
T) Wenn man die besten Nachrichten, dieman von dieser Insel haben kau, mit einandervergleichet, so erstehet man ganz deutlich, daßnicht mir meist in allen Theilen derselben Gold imUeberstus vorhanden, sondern daß auch, welcheskaum von irgend einem andern Lande gesaget wer-den kan, in Sumatra alle Arten gefunden wer-den, deren Erwchnung gethan wird von denen,die dieses kostbare Metal am besten kennen, nebstden verschiedenen Arten, wie eS gesamlet wird.Wir haben im Text der gemeinen Methode ge-dacht, wie das (Äo d i» Sumatra gesamletwird; es gibt aber ausser derselben noch andere,die nicht so durchgängig bekant sind 7 z). Einigevon den Bedienten in der holländischen Facroreyspannen fianellene Brustlätze in den kleinen Ba-chen aus, die von den Bergen herabfallen; undwenn sie dieselben in vier und zwanzig Stundenzwey bis dreimal ausringen, so bekommen sie eineansehnliche Portion Goldstaub. Wenn sie denSchlamm, der in den Holen der Felsen lieget, aus-waschen, so finden sie Stückgen Gold darin von
der Grösse eines Stecknadclknopfs bis zum tick-ten Theil einer Unze, und zuweilen nochwelches letzte jedoch sehr selten geschiehet. Gcckftre Stücke Gold werde» zuweilen in einer ss-ten, schwarzen und weichen Erde gefunden, ^ses aber, nur den Goldstaub ausgenommen, Anur einen dunklen Strich, das ist, es ist nis'rein. Die hohen Gebirge werden von einerwilder Menschen bewohnet, die von ihren ^mern Nachbarn gegen Gold andere Nolhwe»^>kecken annehmen, sonderlich geben sie gegen 2 --^ftn und Amimmckion, wenn sie dieselben a»Mfen, eine Art Fcisengold, welches das fcineDder Welt ist; und man erhandelt von diesen lsten zu,reiten ein Stück vvm Felsen, das einstcr weisser Marmor zu seyn scheinet, in dcnn^ben aber findet man Zweige, oder, wennso nennen dürfen, Adern vom reinestcndavon einige kaum dicker sind als ein H--ar,dere aber so dick als ein Federkiel. Diese m ,stücken werden in den Cabmekten vornehmer ^ ,soncn zu Barsois als Seltenheiten verwahret 7
7Zh Nicolaus Graaf Vo^-i^es sux Inäes Orionnles p. 22. bLxpeclirion (!e rrvis VAffegorch^ ^2-p. >98. Xlemoir-s tw' Ic ttomincreo <1es ttoilsn-lois p. 20z. 74h Ok.
Moires. GuponMtvllL äe; Inelcs vol.s. y. 212 , 2 IZ. Oibtionsire ils Lommerce voN Z-