Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
465
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5>Hauptst. z-Abs. Von den Colonien der Holländer m Indien. 465

und Mamncabo. Ihre gewöhnliche Methode, solches zu finden, ist diese. Siewerfen am Fus des Berges Graben auf, worin sich das Wasser samlet, das im Win-ter von den Bergen herabsiiesset. Dieses lassen sie im Sommer ab, waschen den ausdein Boden sitzenden Schlamm, und bringen eine grosse Menge Goldstaub heraus. Ue-^erhaupt glaubet man, .daß diese Insel jährlich fünftausend Pfund von diesem kostbarenDictat liefert; es wird aber davon wenig nach Europa gebracht, indem es die ostindi-sche Compagnie an andern Orten brauchet, wo das Gold meinem hohen Werthe stehet,und wo sie andere Waaren dafür einkaufen .können, die sie zu Hause mit grösserm Profitverkaufen l).

267.

Die Holländer haben eine Fackorey zu pullambam, ohngefehr acht Meilenbon der Küste, am Ufer eines sehr grossen Flusses, der sich durch vier Arme in das lambam.Dieer ergiesset. Der vornehmste Handel wird hier mit dem Pfeffer getrieben, den dieKindische Compagnie sehr gerne ganz allein hätte, wie sie mit den Nelken, ZimmetUnd Muscatennüssen-thun; zu welchem Ende sie mir grossen Kosten verschiedene bewaf»

Uete Barken halten., die an der Mündung dieses Flusses herum kreutzen müssen, um denbon ihnen so genanten Schleichhandel zu verhüten. Sie haben zwar einen ContracrMit dem Könige geschlossen, ihm allen Pfeffer, der in seinen Staaten wächset, abzuneh-men, und den Bahaar, welches vierhundert Pfund ist, mit zehen Stück von Achtenju bezahlen, welches ein sehr schöner Preis ist. Sie haben aber auch eine heilsame Llau«siil in .ihrem Corttcacte, kraft dessen die Hälfte des Kaufwerthes in Leinwand angenom-men werden mus? und zwar um einen Preis, der durch ihre Ladungen sehr wohlfeil ge-wachst worden; und das ist die Ursache, warum die Holländer sich vor dem Schleich-^mdelso fürchten U). Ohnerachtek sie aber ihre bewafneten Barken halten, so ist doch

zur

f) G,,^SN Mtoire äes loäes'OrieMLles tom.2. p-2!Z.

^N) Es wird nicht undienlich seyn, bey diesert'^genheit eine algemeine Nachricht vorn Pfef-Nandel zu geben, so weit dieselbe mir einemvon dieser Art bestehen kan. Wir habenbemerket, daß dieses die einzige Sorte von»^ürze ist, damit -die holländische ostindischebwpagnie bisher kein Monopolimn treiben käm

»e„

weil

. wovon die Ursache hauptsächlich ist,

Nelke in verschiedenen Ländern gebauet wird undj/Mhalben häufig wächset. Die Psefferstaudewie ein schwacher Wcinftock beschaffen; sie^^t nicht hoch und wird gemeiniglich unter ei-z, starken Baum gepflanzet, um sich an densel-* ^schließen zu können. Ihre Blätter haben^^nliches mit dem Epheu, doch sind sie nichtso grün, vielmehr fallen sie gemeiniglichden , "s Gelbliche; die Frucht hänget an denselr' Ungefehr wie unsere Zohannesbeerrn, ist an-

fänglich grün, wird henrach roth, und, wenn siein der Sonne gedörret wird, schwarz 7;).Man hat sehr viel darüber gestritten , ob es weis-sen Pfeffer gebe; wenn wir uns aber auf das Ur-theil eines geschickten Naturkundigers verlassen, deraus seiner eigenen Erfahrung redet, so ist derglei-chen in der Natur nicht vorhanden, und was un-ter diesem Namen in Europa verkaufet wird, istweisgemachter Pfeffer, von welchem man entwe-der die Schale abgenommen, ehe er völlig dürregeworden, oder ihn nachher so weit allgefeuchtet,daß diese Wirkung an ihm hervorgebracht werdenkönnen 76). Der Pfeffer von Teylon wird ge-meiniglich für den besten in ganz Indien gehal-ten, wird aber auf dieser Znsel nicht stark ge-banst. Den übrigen Pfeffer unterscheiden die-Holländer durch die Namen Malabar, Iam-be und BiUparan. Der gröste Theil des rnar

laba«

75) Sir Thomas Pope Blount diLtvrrl Hickory p. 4--. Taverm'cr Vovaze vvk. r. p. -89.76) Garcill ?Lenro>res.

W.H.26. Th. r7.H. 8.TH.

Nun