Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
466
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466 xm. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

zur Gnäge bckant, daß vermittelst eines Geschenks von tausend Florenen an SeineMajestät von pullambam, lind eben so viel an den holländischen Compagnieoberstm,eine Ladung von tausend Bahaaren Pfeffer ohne grosse Ungemächlichkeit von der In-sel weggeschaffet werden kan s). Air den Ufern des Flusses Bancalis haben sie eine an-dere gar ansehnliche Factorey, die jährlich grosse Summen von dem Handel mit Leine-wand und Opium abwirft, die mit Goldstaub bezahlet werden. Dieser Handel wurdedurch einen Factor, der in der Compagnie Dienste stund, entdecket; der, nachdem erdenselben zehen Jahr heimlich getrieben, und jährlich gegen zehentausend Pfund Ster-ling verdienet, seinen erworbenen Reichthum dadurch in Sicherheit zu setzen suchte, daßer der Compagnie dieses Commercium bekant machte. Sonst gibt es noch verschiedene«ndere holländische Plantagen auf dieser Insel, die unter dem algemeinen Titel derwestlichen Küste zusammen gefastet werden h). Ausser diesen und den vornehmstenPlätzen haben die Holländer noch ein starkes Fort und grosse Factorey zu Iambre,und noch eine andere zu Stack, die überaus ungesund ist. Sie lieget an dem grossenFlus Andraghära, auf welchem zu einer gewissen Jahreszeit eine gewaltige Menge El-sen (eine Art Meerfische), die sehr gros find, ankommen, von denen der dritte Theildes Roggens halber, den man für eine grosse Delikatesse hält, gefangen wird, undwenn dieser von ihnen genonnnen worden, so wird das übrige weggeworfen, bleibet aufgrossen Haufen liegen, verfaulet und stecket die Luft mit einem pestilenzialijchen Gestankan. Die Leute, die daher nach Stack gesendet werden, sind von eben dem Schlagemit denen, die sie nach Banda schicken, das ist, Erzbösewichte, und die sonst in der Welknichts zu hoffen oder zu verlieren haben >). Die Wahrheit zu bekennen, so ist, weNNwir anders dem Bericht der Holländer selbst trauen dürfen , zu viel Gold in diesesLande, als daß die Ehrlichkeit tieft Wurzeln schlagen können. Die Obersten zu sMdang werden mit einem starken Verdacht beobachtet, und sie gerathen öfter in Unter-Eichungen, als andere Personen von ihrem Range, die in der Compagnie Dienste stehenlwelches den sonderbaren Umständen, die mit den Goldgräften der Compagnie verbun-den sind, zugeschrieben wird, als bey welchen nicht viel heraus komt, ohnerachtet dießObersten und alle ihre Subalternen in zwey bis drey Jahren ein grosses Vermögen durchftlchs Mittel und Wege erhalten, die bisher der Generalgouverneur und der Rath ^

g) Haniriton sccvnnr ok tlie Lall lnüiss vot. r. p. IIF IIP. h) Dr. Garem Kleinod

i) Haimlton accounr ok rlis Lslt Imlies vol.2. 122.125.

kabarische» Pfeffers gehet Lurch ihre Hände, undLas übrige wird den Engländern zu Theil. DerPfeffer von Java und Sumatra, welches diezweite Gattung ist, wird von den ostindischenCompagnien beider Nationen in grossen Lastennach Europa gebracht. Anlangend die letzteGattung , die auch ein malabarischer Pfeffer ist,und ihren Namen von einer grossen Handelsstadt

licher und am Geschmack nicht so beissend ist,,^komt wenig davon nach Europa, wo ersonderlich geachtet wird; dahingegen wird er'ganzen Grient allen andern Arten vonvorgezogen, weswegen er auch eine kostbare ^'re daselbst ist 77). Man sagt, daß einTheil Pfi ffer, der zu Java und Sumarra 'set, den -Holländern das Pfund nicht höher

im Königreich Cananor hat: so haben die -Hol- einen Pfennig koste, in Europa aber verlaus

kündet, Engeländer und Franzosen insge-samt Antheil daran;. da derselbe aber kleiner, runz-

2?) viüionüii-s ch» (Iloinmsre» vol» q, col. 27a. 271.Ingres g.

sie das Pfund um zwölf englandische pence 7 ^'

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7L) 8.emurks on rke Iraäs ca