Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
467
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5. Hauptst. z- Abs. Von den Colomen der Holländer m Indien. 467

Batcwia sehr selten haben entdecken können T). Die Compagnie lässet auf einigen ih-rer Niederlagen auf dieser Insel zuweilen Schiffe bauen, nicht sowol deswegen, weil sieweniger Kosten darauf wenden dürfe, als vielmehr wegen der Vortreflichkeit des Hol-zes; indem diese Schiffe wenigstens zweimal so lange aushalten, als die, so in Europavon gleicher Stärke erbauet werden k).

§. 263.

Der dritte Oberste residiret in Japan. Er ist jederzeit ein vornehmer Kauf-mann und hat einige Schreiber bey sich, die in der Compagnie Dienst stehen. Der ZuVortheil, den sie ehedem von dieser Niederlage zogen, war sehr groö und belief sich öf,

> ters auf achtzig bis hundert vom Hundert. Jetzo aber ist er nach einigen Berichtendergestalt gefallen, daß sie selten auf acht bis zehen vom Hundert kommen. Diesegrosse Verminderung rühret hauptsächlich von dem Grif dcr Lbmestr her, die seit einigerZeu alle Arten von Waaren, die sie in diesem Handel brauchen können, zu CantStt auf-gekaufet , und von da aus nach Japan transportiret. Man sagt auch, sie hätten mit'den Iapanesern einen Contract geschloffen und sich anheischig gemachet, ihnen alleArten von Waaren um den Preis zu lassen, wie die Holländer thäten. Eine andere

> Ursache dieses Versals ist, weil dieIapaneser die Gewohnheit eingeführet, daß sie denPreis der Waaren selbst bestimmen l). Es kan seyn, daß sie von den Lhinejern auf denEinfall gebracht worden, als mit welchen es die Holländer zu Batavia ehedem ebenso gemachet. Der Generalgouverneur van Zwo! fand es für gut, auf alle Arten vonSeide und andere Waaren, so die Chmeser nach Batavia brachten, einen gewissenPreis zu setzen, zugleich aber auch den Werth der Waaren und Manufacturen zu be-stimmen , so die Compagnie gegen jene umsetzte. Dieses sahen die Lhineser als eineUnleidliche Plackerey an, die mit der Natur des Commercii nicht bestehen könne. Siethaten deswegen beim General ernstliche Vorstellung, es half aber alles nichts. Siewendeten sich hierauf an ihren Souverain, und beklagten sich über diese Neuerung soheftig, daß endlich nach verschiedenen fruchtlosen Vorstellungen bey dem General, der

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k) klemolres lur 1 s Lomwsrcs ä-s Ho 1 lan(loi 5 p. 202.20z. l) Dk> Garem dksmoires.

L) Wir finden in den wenigen Nachrichten, die Compagnie durch Confiscationen so wenig ge.die von den holländischen ostindischen Angelegen- winne, nachdem der Fiscal und die andern De-

I Heiken von solchen geschrieben worden, die lange dienten erst das ihrige weggenommen, und dieselbst mqeäcn gewesen , daß von ihren Bedien- Kosten bezahlet worden, daß sie daher d.esm Schriekcn sö oft Betrügerei, ausgeübet wird, als von sehr sc.te» thun 7 y). Doch wwd m Ansehungden Bedienten anderer Compagnien, ohnerachlet des Specerechandels und der Gvidgruste eunge^weilen harte Straftxewpel ftakuiret werden; Ausnahme gemachet; rüdem, wenn deutliche BesUnd wenn wir dem ZNcolaus Grakf glauben, weise dagewesen, viele «hr ganzes Vermögen, jader ein ebrlicher und offenherziger Mann gewesen einige ihr Leben verloren, wodurch stch^doch ihrezu sch„ sckeinet so ist es so was leichtes nicht, Nachfolger nicht abschrecken lassen. Wiewol e§diesen Be ruqskünsten ein Ziel zu setzen. Er schei- bey dem allen gar nicht unmöglich ist , daß diese"et w alauben d-ck Leute oft mehr deswegen, weil Goldgrufte der Compagnie mehr einbringen alses ihnen an Freunden qefehlet oder sie nicht frei- gemeiniglich geglaubet wird, indem keine Hand-ele amun/aewesen /gestrafte wurden, wenn lungsgeftlschast in der Well geneigter ist, mehr zust- durch unerlaubte Mittel reich geworden, als klagen, und ungeneigter, zu prale» 80).

^egrn ihrer Verbrechen. Er bemerkn auch, daß

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