486 XM.Mch. Historie der sstindischm Hündlungsgöseffchafim.
tz. 279.
Coffeebanbrl Wir können gar wohl begreifen, was für ein erstaunlicher Vortheil aus Dem
zu Mocha. Besitz einer einzigen Waare entstehet, die entweder von der Kunst oder von Der Natureinen gewissen Grad ,der Vortrefllchkeit. erhält, den sie andsrwerts.nicht erhalten kamDer Cosfeehandel ziehet beständig eine Menge Silber und Gold aus Europa und AfteNhieher. .-Denn.es ist. hier eine ausgemachte Sachs, daß, ob wol andere Güther .und.Waa-ren auf Credit eine gewisse Zeit lang gekauft und verkauft.werden können, dennoch der Cosifee allezeit, nach.der Kaufmanrrssprache, mit baarern Gelde bezahlet werden mus ")-Die europäischen Schiffe nehmen jährlich zuMocha gegen zwanzigtausend Tonnen Coffeeein,. eher. mehr als weniger; und die andern.Nationen brauchen eben.so viel. Dieganze Provinz Bertefackee ist mit Loffeebämnen besetzet, die man nie über vier bisfünf Aus hoch wachsen lässet, und die Bohnen ,oder Beeren, die an den Aesten undZweigen sitzen, sehen erst.grün, -hernach roth Md zuletzt dunkelbraun aus. Die Beetren kleben an den Aesten und Zweigen wie Jnsecten, wenn sie aber reif sind, so fallensie ab. Die Holländer haben hier, wie in den meistert-andern Gegenden von Andren,einen grossen Vortheil vor andern Nationen darin.voraus, weil sie den Handel mic dskSpecereyMein haben, davon hier eine grosse Menge vertrieben wird. Und dieses setzetsie in den Stand, daß sieden Coffee.um einen wohlfeilem Preis haben können als ihreNachbarn. Wiewol dieser ihr Handel. zu.MHcha beständig abnimk, wegen der MengeCoffee, der in ihren eigenen Cv.lani.en >gehauec wird, namet'.tlich zu Baravia,bo^na -und dem,Vorgebirge der guten Hofnung; obwol bey dem allen kern Ver-gleich ist zwischen dem Geruch vorn jToffee, der in ihren eigenen Plantagen gewonnenurid der von dlIo.cba gebracht wird v). Es ist daher noch zweifelhaft, ob der Anschlagvon per Verpflanzung einer solchen Art. van Gewächse, so vorcheilhaft sey, als es ansanglich zu seyn scheimt. .Denn pa der Werch desselben auf dem besonders eigenen Geruchberuhet, so ists unmöglich, daß Nachahmungen, dabey dieser Geruch fehlet, lange Oren Credit erhalten. Daher es auch Leuten von Einsicht garnicht befremdlich vorkoMfiwenn der Geschmack vorn .Coffee, der. so lange geherrschet, sich endlich verlieret; oderwenn durch eine neue Erfindung (die nichts unmögliches ist.,) der wahre mochaische Cossesiso wohiftil. nach Europa, geliefert werden solre, dadurch andere Nachahmungenohne Verbesserung sich gewaltig vermehren,) nach dem Urtheil derer verächtlich werdetdie ihn brauchen müssen, und die nur durch die-Memuug, die sie von dessen Geruch haö^'gexeitzct werden können, sich deffel oen zu bedienen.
-§- 28Q.
Warum die Wir sind mm Den ganzen Umkreis des Commereii durchgegangen, so die hst
Holländer kei- tändW ostindische Compagnie, in diesen Gegenden der Welt treibst, wo sie ihre Niedckne factorey zu lagen hatund es ist weiter nichts übrig, als daß wir nur noch etwas von zween Pl^h^Bornes har gxwehuen, mit welchen sie zwar eine Gemeinschaft unterhalten, wo. sie aber keine
Verlagen haben. Der erste darunter ist die grosse Insel Bomeo, die in Ansehung ^res Umfangs unstreitig die grösseste Insel in Indien, und, wie einige glauben, in?ganzen bekanten Welt ist. .Einige Schriftsteller sagen, daß sie auf sechshundert
w) Oiüionzii's äsCommerce com. L col. 7VI. 702. 'Ellyon NiKoirs äes Inäer cirienkUe;p- 422 .q 2 z. I.'8xpL6icloii äe-«nis,VsW:zux rum.Z. p.2>8, x) Stehe >U Dk« U
den Artikel vsm Coffee, gegen den Ansang. .